Aiaia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Aiaia oder Aeaea (griechisch Αἰαία oder Αἶα) ist ein mythischer Ort in der Geographie der Griechen, von dem die Bezeichnung Αἰαιαη als Beiname für Kirke abgeleitet wurde.

In der Odyssee ist Aiaia eine bewaldete Insel im Westen, auf der die Zauberin Kirke zusammen mit jenen Tieren lebt, in die sie fast alle Besucher verwandelt. Der Ort liegt dort am Ozean, also sicher außerhalb des Mittelmeeres.[1] Auch in der Argonautika liegt sie im Westen.[2]

Früher soll die Insel im Besitz des Chryses, dem Goldenen, dem Vater von Minyas und Ahnen von Phrixos gewesen sein.

Mit der Bezeichnung Aia wird eine Stadt im Osten am Fluss Phasis genannt, wo Aietes, der Sohn des Helios, herrschte.[3] Hier befand sich das Waldstück, in dem das Goldene Vlies aufgehängt war. Man verortete das Land des Aietes in der Kolchis.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Homer: Odyssee, X. 136 und 508
  2. Apollonios von Rhodos: Argonautika, IV. 661 in Reinhold Glei: Das Argonautenepos, II, S. 114-115, 1996
  3. Apollonios von Rhodos: Argonautika, II. 1267 in Reinhold Glei: Das Argonautenepos, I, S. 144-145, 1996