Aichstetten

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Aichstetten im Landkreis Ravensburg, zum gleichnamigen Ortsteil der Gemeinde Pfronstetten siehe Aichstetten (Pfronstetten).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Aichstetten
Aichstetten
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Aichstetten hervorgehoben
47.89333333333310.079166666667618Koordinaten: 47° 54′ N, 10° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Ravensburg
Höhe: 618 m ü. NHN
Fläche: 33,75 km²
Einwohner: 2691 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 80 Einwohner je km²
Postleitzahl: 88317
Vorwahl: 07565
Kfz-Kennzeichen: RV
Gemeindeschlüssel: 08 4 36 003
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bachstraße 2
88317 Aichstetten
Webpräsenz: www.aichstetten.de
Bürgermeister: Dietmar Lohmiller (CDU)
Lage der Gemeinde Aichstetten im Landkreis Ravensburg
Bayern Bodenseekreis Landkreis Biberach Landkreis Sigmaringen Achberg Aichstetten Aitrach Altshausen Amtzell Argenbühl Aulendorf Bad Waldsee Bad Wurzach Baienfurt Baindt Berg (Schussental) Bergatreute Bodnegg Boms Boms Ebenweiler Ebersbach-Musbach Eichstegen Eichstegen Fleischwangen Fronreute Grünkraut Guggenhausen Guggenhausen Guggenhausen Guggenhausen Horgenzell Hoßkirch Isny im Allgäu Kißlegg Königseggwald Königseggwald Leutkirch im Allgäu Ravensburg Riedhausen Schlier (Gemeinde) Unterwaldhausen Vogt (Gemeinde) Waldburg (Württemberg) Wangen im Allgäu Weingarten (Württemberg) Wilhelmsdorf (Württemberg) Wolfegg Wolpertswende BodenseeKarte
Über dieses Bild
Die katholische Kirche St. Michael

Aichstetten ist eine Gemeinde im Landkreis Ravensburg im Südosten Baden-Württembergs. Die Gemeinde bildet zusammen mit Aitrach und Leutkirch im Allgäu eine Verwaltungsgemeinschaft.

Geographie[Bearbeiten]

Zu Aichstetten gehören die Ortsteile Altmannshofen, Altmannspeier, Breitenbach, Eschach, Häberlings, Hardsteig, Kirchmann, Langensteig (mit der Hofkapelle Langensteig), Nestbaum, Rieden und Ziegelbrunnen.

Geschichte[Bearbeiten]

Aichstetten wurde 797 in einer Urkunde des Klosters St. Gallen als Eihsteti erstmals urkundlich erwähnt. Archäologische Funde wie eine keltische Ziehburg auf dem Buchkapf lassen jedoch auf eine weit frühere Besiedlung der Gegend schließen. Im Jahre 983 kam der Ort in den Besitz des Klosters Petershausen, das ihn 1491 an das Haus Waldburg weiterverkaufte.
siehe auch Burg Aichstetten, Burg Blutsberg

Am 1. Juli 1971 wurde Altmannshofen nach Aichstetten eingemeindet.

Religionen[Bearbeiten]

Aichstetten ist wie das gesamte Umland römisch-katholisch geprägt. Die Gemeinde ist Sitz der Pfarrei St. Michael in Aichstetten und der Pfarrei St. Vitus in Altmannshofen. Beide Pfarreien gehören zum Dekanat Allgäu-Oberschwaben.

Die evangelischen Christen in Aichstetten sind Gemeindemitglieder der Kirchengemeinde Aitrach, die zum Kirchenbezirk Ravensburg gehört.

Politik[Bearbeiten]

Mit der Stadt Leutkirch im Allgäu und der Gemeinde Aitrach wurde eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft eingegangen.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahlen am 7. Juni 2009 ergaben folgende Verteilung der Einzelstimmen bei maximal zwölf Stimmen pro Wahlberechtigtem und Sitze im Gemeinderat:[2]

Wählerliste Stimmen Sitze +/−
FW 5.992 7 (+1)
CDU 4.121 5 (−1)

Die Wahlbeteiligung lag bei 60,6 % und war damit um 0,3 Prozentpunkte höher als bei der Kommunalwahl 2004. Der Gemeinderat hat zwölf Mitglieder.[3]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister der Gemeinde Aichstetten ist seit 1989 Dietmar Lohmiller. Seine laufende Amtsperiode endet 2014.

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens der Gemeinde Aichstetten lautet: „In Silber ein volutenförmig gekrümmter grüner Eichenzweig mit zehn Blättern und sechs roten Eicheln.“ Die Blasonierung des Wappens der ehemaligen Gemeinde Altmannshofen lautet: „In Silber ein roter Hirschkopf, das rechte Obereck von Blau und Silber gerautet.“

Siehe auch: Liste der Wappen im Landkreis Ravensburg

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Seit 1993 besteht eine Städtepartnerschaft zwischen Aichstetten und Großröhrsdorf im Landkreis Bautzen in Sachsen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Musik[Bearbeiten]

  • Musikkapelle Aichstetten, gegründet 1800 [4]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Heinrich Doser Maschinenbau

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt direkt an der Bahnstrecke Leutkirch–Memmingen mit Abfahrten im Zweistundentakt am Bahnhof Aichstetten. Sie ist mit einigen Buslinien u. a. mit Leutkirch verbunden und gehört dem Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund (bodo) an.

Aichstetten liegt an der Bundesautobahn 96 von Lindau nach München. An der Anschlussstelle Aichstetten ist ein Autohof eingerichtet.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Die Unternehmensstruktur Aichstettens ist kleingewerblich und mittelständisch geprägt. An der Anschlussstelle Aichstetten der Bundesautobahn A 96 ist ein Eurorastpark eingerichtet. An der Anschlussstelle besteht auch eine Mineralöllagerstätte der Shell, die zur strategischen Ölreserve der Bundesrepublik Deutschland gehört. Größere Unternehmen sind verschiedene Kies- und Baustoffwerke, wie die Gebhart und Söhne GmbH & Co., die das Baustoffsystem Gisoton entwickelt hat und in Süddeutschland vertreibt und die Firma Jamara, ein international tätiger Großhändler für RC-Modellbau.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Pfaff-Florian von Aichstetten, eigentlich Florian Greisel Pfarrer in Aichstetten und später Anführer der Bauern im Bauernkrieg und Gegenspieler des Bauernjörgs

Literatur[Bearbeiten]

August Friedrich Pauly: Gemeinde Aichstetten in der Beschreibung des Oberamts Leutkirch von 1843

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Aichstetten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Quelle: Wahlergebnis auf www.aichstetten.de (PDF; 65 kB) – abgerufen am 29. Dezember 2009
  3. Wahlergebnis beim Statistischen Landesamt Baden-Württemberg – abgerufen am 29. Dezember 2009
  4. Der Spiegel: Flottes Tempo, gell – Ein Augenschein im Epizentrum der deutschen Blasmusik, eingesehen am 17. Dezember 2010