aid infodienst

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aid infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V.
(aid)
Aid infodienst logo.svg
Zweck: Vermittlung und Förderung von Wissen und Kompetenzen in den Themenbereichen Landwirtschaft, Lebensmittel und Ernährung
Vorsitz: Margareta Büning-Fesel
Gründungsdatum: 5. Mai 1950
Mitgliederzahl: bis zu 60 von verschiedenen Organisationen benannte Mitglieder
Sitz: Bonn
Website: http://www.aid.de/

Der aid infodienst (kurz aid) ist ein Informationsdienst im Bereich Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Aid ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Bonn.

Der aid infodienst bereitet Informationen aus Wissenschaft und Praxis in Form von Zeitschriften, wie der Zeitschrift Ernährung im Fokus, sowie Broschüren, Internetinhalten, Filmen und Software auf und veranstaltet Konferenzen. Die Informationen richten sich an Verbraucher, Landwirte, Lehrer und Journalisten. Das Informationsangebot enthält mehr als 600 Medien in den Bereichen „Verbraucherschutz und Ernährung“ sowie „Landwirtschaft und Umwelt“. Speziell an Grundschulkinder richtet sich der aid-Ernährungsführerschein, mit dem bis März 2013 über 580.000 Kinder den Erwerb von Grundwissen über gesunde Ernährung dokumentiert haben.[1]

Der Verein finanziert sich mit öffentlichen Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und über seine Veröffentlichungen.[2] Im Jahr 2010 betrugen die Ausgaben des Vereins knapp 6,5 Mio. Euro. Davon wurden gut 4,6 Mio. durch den Bund finanziert, knapp 1,8 Mio. stammten aus eigenen Mitteln.[3]

Aid wurde am 5. Mai 1950 in Frankfurt am Main im Rahmen des Marshallplanes als „Land- und Hauswirtschaftlicher Auswertungs- und Informationsdienst (AID)“ gegründet. Ursprünglich bestand die Aufgabe des Vereins darin, Landwirte über Möglichkeiten zur Produktionssteigerung zu informieren und so in der Nachkriegszeit die Ernährung der deutschen Bevölkerung sichern zu helfen. Das Akronym „aid“, engl. für „Hilfe“, stand für diese Unterstützungs- und Hilfeleistung. Im Zuge veränderter Ernährungsgewohnheiten wurde aid 1977 mit dem „Bundesausschuss für volkswirtschaftliche Aufklärung“ und dem „Kontaktbüro Verbraucheraufklärung“ fusioniert und erhielt zusätzlich die Aufgabe, Verbraucher über Lebensmittel und gesunde Ernährung zu informieren und aufzuklären.

Der Verein kann satzungsgemäß bis zu 60 Mitglieder haben. Die Mitglieder müssen natürliche Personen sein. Sie werden in einem Quotenmodell von verschiedenen Organisationen vorgeschlagen, darunter das BMEL, die für Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zuständigen obersten Landesbehörden, der Zentralausschuss der deutschen Landwirtschaft, der Deutsche Gewerkschaftsbund oder Organisationen des Ernährungsgewerbes. Diese Organisationen entsenden auch Mitglieder in den Verwaltungsrat, der den Geschäftsführer bestellt, den Vorstand überwacht und ihm gegenüber weisungsbefugt ist.[2] Aid hat 68 Mitarbeiter (Stand 2010) und mehrere thematisch orientierte Fachbeiräte.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Jürgen Beckhoff, aid infodienst (Hrsg.): Der aid infodienst - 60 Jahre gebündeltes Wissen. Nr. 0328, 2010.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mehr als 580.000 Kinder in Deutschland machen den Ernährungsführerschein. Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, 13. März 2013, abgerufen am 27. März 2013.
  2. a b  aid infodienst (Hrsg.): Satzung. 3. November 2010 (PDF).
  3.  Bundesfinanzministerium (Hrsg.): Bundeshaushalt 2012 - Anlage zu Kapitel 1002 - Wirtschaftspläne. 2011.