Aidhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Aidhausen
Aidhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Aidhausen hervorgehoben
50.15510.435833333333292Koordinaten: 50° 9′ N, 10° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Haßberge
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Hofheim in Unterfranken
Höhe: 292 m ü. NN
Fläche: 37,3 km²
Einwohner:

1786 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97491
Vorwahlen: 09523 bzw. 09526Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: HAS
Gemeindeschlüssel: 09 6 74 111
Gemeindegliederung: 11 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Obere Sennigstr. 4
97461 Hofheim i.UFr.
Webpräsenz: www.gemeinde-aidhausen.de
Bürgermeister: Dieter Möhring (Freie Wähler)
Lage der Gemeinde Aidhausen im Landkreis Haßberge
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Über dieses Bild

Aidhausen ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Haßberge und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Hofheim in Unterfranken.

Inhaltsverzeichnis

Geografie [Bearbeiten]

Geografische Lage [Bearbeiten]

Aidhausen liegt in der Region Main-Rhön.

Gemeindegliederung [Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Aidhausen hat elf amtlich benannte Ortsteile mit insgesamt 1905 Einwohnern (Stand: Bevölkerungsfortschreibung 2. Juli 2012):[2]

  • Maimühle
  • Nassach (251 Einwohner)
  • Rottenstein (53 Einwohner)
  • Wasenmeisterei
  • Zimmermühle
  • Kolbenmühle (verfallen)
  • Froschmühle (verfallen)

Es existieren seit der Gemeindegebietsreform folgende Gemarkungen: Aidhausen, Friesenhausen, Happertshausen, Kerbfeld und Nassach.

Nachbargemeinden [Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Bundorf, Hofheim in Unterfranken, Riedbach, Schonungen und Stadtlauringen.

Geschichte [Bearbeiten]

Aidhausen wurde erstmals im Jahr 824 urkundlich genannt und war ein Amt des Hochstiftes Würzburg. Es wurde nach der Säkularisation zugunsten Bayerns 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen, bevor es mit den Verträgen von Paris 1814 wieder zu Bayern gelangte. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde, in die 1978 die ehemals selbstständigen Gemeinden Friesenhausen, Happertshausen, Kerbfeld und Nassach eingemeindet wurden.

Bis zum Jahre 1942, als die letzten jüdischen Familien zur Vernichtung deportiert wurden, bestand im Ort eine Jüdische Gemeinde. Ihre Synagoge wurde beim Novemberpogrom 1938 entweiht, das Gebäude blieb erhalten und dient seither als Wohnung und Werkstatt. Ein Gedenkstein auf der Grünfläche gegenüber dem ehemaligen Gotteshaus erinnert an dieses Geschehen.[3]

Teilorte [Bearbeiten]

Happertshausen ist ein ehemaliges Königsdorf und gilt als eine der ältesten Siedlungen des Haßgaus. Friesenhausen wird durch sein imposantes Renaissanceschloss und seine Kirche geprägt. Das Pfarrdorf Kerbfeld verfügt über eine Barockkirche aus dem Jahr 1705. Der Ort Nassach war eine sächsische Exklave. Er fiel 1353 an das Kloster Sonnefeld und blieb nach dessen Auflösung 1525 ein Teil des von Sachsen-Coburg-Gotha übernommenen Klosteramtes Sonnefeld. Zusammen mit Sachsen-Coburg kam Nassach 1920 zu Bayern.

Gemeindesteuereinnahmen [Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 610.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 52.000 Euro.

Eingemeindungen [Bearbeiten]

Am 1. Juli 1974 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Nassach eingegliedert. Happertshausen, Kerbfeld und der Markt Friesenhausen kamen am 1. Mai 1978 hinzu.[4]

Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]

  • 1961: 2010[4]
  • 1970: 2067[4]
  • 1987: 1911
  • 2000: 1952
  • 2009: 1855
  • 2011: 1786

Politik [Bearbeiten]

Gemeinderat [Bearbeiten]

Der Gemeinderat von Aidhausen hat 12 Mitglieder.

CSU Freie Wähler Junge Liste Gesamt
2008 3 7 2 12 Sitze
CSU Freie Wähler Junge Liste Gesamt
2002 5 7 - 12 Sitze

Bürgermeister [Bearbeiten]

Bürgermeister ist Dieter Möhring (Freie Wähler). Er wurde im Jahr 2002 zum Nachfolger von Hildegard Bayer (CSU) gewählt und im Jahr 2008 mit gut 92 % ohne Gegenkandidaten wiedergewählt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

Baudenkmäler [Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft [Bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im produzierenden Gewerbe 96 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 26 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 632. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 110 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2614 Hektar. Davon waren 2169 Hektar Ackerfläche und 438 Hektar Dauergrünfläche.

Bildung [Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Einen Kindergarten mit 125 Kindergartenplätzen und 95 Kindern

Persönlichkeiten [Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111024/162929&attr=OBJ&val=1623
  3. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 112
  4. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 759 und 760.

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Aidhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien