Ailin Gräf

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Ailin Gräf, auch Graef (* 1973 in China) ist eine Internetunternehmerin und ist nach eigenen Angaben die erste Person, die durch Geschäftstätigkeit innerhalb des Onlinespiels Second Life im realen Leben Millionärin wäre, wenn sie ihr in-game Vermögen („Linden$“) in US$ umtauschen könnte. Sie wurde durch ihren Avatar Anshe Chung und als Vorzeige-Second-Life-Unternehmerin durch Titelgeschichten namhafter Magazine wie Business Week, Fortune und Red Herring bekannt.

Gräf ist mit einem deutschen Informatiker verheiratet. Bevor sie in der virtuellen Realität Geld verdiente, war Ailin Gräf Lehrerin für Deutsch, Englisch und Chinesisch an einer Volkshochschule in Hessen.

Vor ihrem Auftritt in Second Life war Gräf unter dem Pseudonym Anshe Chung bereits in den Onlinespielen Asheron's Call, Shadowbane und Star Wars Galaxies aktiv. Seit 2004 gibt es sie in Second Life.

In Second Life betreibt Gräf einen virtuellen Land- und Immobilienhandel. Sie besitzt etwa 10 % des in Second Life verfügbaren Landes[1], das sie unter dem Namen Dreamland vermarktet.

Im Februar 2006 gründete das Ehepaar Gräf in China das Unternehmen Anshe Chung Studios (ASC), das Verkauf und Gestaltung von Grundstücken, Entwurf und Bau von Gebäuden sowie Support und Personal in Second Life und anderen virtuellen Welten, etwa IMVU, anbietet. Die Gestaltung eines virtuellen Firmenauftritts kostet laut Anshe Chung normalerweise 5.000 bis 10.000 US-Dollar.[2]

Im Dezember 2006 wurde eine Pressekonferenz Anshe Chungs in Second Life durch fliegende rosafarbene Penisse gestört. Das daraus entstandene Video war auf YouTube zu sehen. In ihrem Interview mit dem Manager Magazin schätzt Gräf, dass Google, Besitzer von YouTube, mit den Werbeeinnahmen durch dieses Video eine halbe Million Dollar verdient hat.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Goldrausch im zweiten Leben“, Süddeutsche Zeitung, 21. Februar 2007
  2. Interview mit einem Avatar, Manager Magazin, 5. März 2007

Weblinks[Bearbeiten]