Ain al-Arab

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arabisch ‏عين العرب‎, DMG ʿAyn-al-ʿArab
Ain al-Arab
Ain al-Arab (Syrien)
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Koordinaten 36° 53′ N, 38° 22′ O36.8938.37Koordinaten: 36° 53′ N, 38° 22′ O
Basisdaten
Staat Syrien

Gouvernement

Aleppo
Höhe 520 m
Einwohner 54.681 (2007)

Ain al-Arab (arabisch ‏عين العرب‎, DMG ʿAyn-al-ʿArab; kurdisch: Kobanê) ist die Bezeichnung sowohl für einen Bezirk im Gouvernement Aleppo in Syrien als auch für die gleichnamige Hauptstadt. Die Stadt hat 54.681 Einwohnern (geschätzter Stand 2007). Die Bedeutung des Namens Ain al-Arab ist Quelle der Araber.

Die Stadt Ain al-Arab liegt an der syrisch-türkischen Grenze gegenüber der türkischen Stadt Suruç in der Provinz Şanlıurfa. Ain al-Arab liegt 160 km nordöstlich von Aleppo und 30 km östlich vom Fluss Euphrat entfernt.

Die Einwohner Ain al-Arabs sind überwiegend Kurden. Staatsbeamte und Polizisten dagegen kommen aus anderen Teilen Syriens. Bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts gab es hier noch armenische Familien, die aber mittlerweile in größere Städte wie Aleppo oder nach Armenien abgewandert sind.

Große kurdische Eşirets sind hier die Berazan und die Kêtikan. Führende Angehörige dieser Stämme waren z. B. Bozan Beg, der zu seiner Zeit Abgeordneter für Urfa im türkischen Parlament war und sein Neffe Şahin Şahin, der in den 1950er Jahren Abgeordneter im syrischen Parlament in Damaskus war. Andere bekannte Personen aus der Stadt sind die Künstler und Schriftsteller Mişoyê Bekebûrê, Polat Can und Jan Dost und der Politiker Salih Muslim.

Seit dem Aufstand gegen die Regierung Assad und dem Ausbruch des syrischen Bürgerkrieges fanden auch in Ain al-Arab Kämpfe statt. Wegen seiner Grenzlage und dem reichlichen Trinkwasser ist die Stadt strategisch wichtig. Seit Anfang 2014 ist Ain al-Arab Zentrum eines der drei selbstverwalteten Kantone Rojavas. Diese Kantone stehen unter der Kontrolle der kurdischen Partiya Yekitîya Demokrat und ihrer Verbündeten. Seit Juli 2014 wird die Stadt durch die Organisation Islamischer Staat angegriffen, die einen Keil zwischen die anderen zwei Kantone treiben will.