Air America (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Air America
Originaltitel Air America
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1990
Länge 108 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Roger Spottiswoode
Drehbuch John Eskow,
Richard Rush
Produktion Daniel Melnick
Musik Charles Gross
Kamera Roger Deakins
Schnitt John Bloom,
Lois Freeman-Fox
Besetzung

Air America ist eine US-amerikanische Filmkomödie aus dem Jahr 1990 mit Mel Gibson und Robert Downey junior.

Handlung[Bearbeiten]

Gene Ryack und Billy Covington arbeiten im Jahr 1969 während des Vietnamkriegs für die Air America als Piloten in Laos. Tatsächlich handelt es sich dabei um eine Tarnfirma der CIA. Billy arbeitete zuvor für einen Radiosender in Los Angeles, dieser kündigt ihm allerdings wegen seines Fehlverhaltens. Daraufhin wird er von Air America angeheuert.

Es stellt sich heraus, dass mit den Flugzeugen und der Unterstützung des laotischen Generals Lu Soong Drogen geschmuggelt werden, damit der General seine Soldaten finanzieren kann. Als der US-Senator Davenport zum Besuch kommt, bittet der Leiter des Flugunternehmens Lemond den General, die Drogengeschäfte für einige Tage einzustellen. Lu Soong lehnt dies ab. Davenport verlangt, dass Schuldige gefunden und bestraft werden.

Als Billy Lebensmittel befördert, wird er beschossen und muss notlanden. General Lu Soong landet mit einem anderen Flugzeug, doch er will nicht Billy und seine Helfer retten, sondern lässt lediglich die Pakete mit den Drogen in seine Maschine umladen und starten. Erst später erscheint Gene und rettet seine Kollegen kurz bevor die feindlichen Truppen anrücken.

Der abgebrühte Gene ist über die Machenschaften der CIA informiert und ist selber in Waffenschiebereien verwickelt, um seine Zukunft abzusichern. Der junge Billy ist von diesen Geschäften schockiert und versucht das geheime Unternehmen der CIA und der laotischen Armee zu vereiteln. Er jagt mit ein paar Handgranaten das Labor von Lu Soong in die Luft. Gene sagt ihm am nächsten Tag, das würde den Betrieb des Labors gerade mal für einige Stunden aufhalten.

Als die CIA und die Laoten Billy schließlich loswerden wollen und ihm eine Falle stellen, erkennt Billy diese und entkommt durch eine forcierte Notlandung. Gene holt Billy und seinen Copiloten auf seinem letzten Flug ab, mit dem er seine Waffengeschäfte zum Abschluss bringen möchte.

Unterwegs erfahren sie, dass ein nahegelegenes Flüchtlingslager im Kreuzfeuer des Generals und feindlicher Truppen liegt. Gene muss sich nun entscheiden, seine wertvolle Ladung mitzunehmen, oder die Flüchtlinge zu evakuieren. Durch den Einfluss des idealistischen Billys entschließt Gene sich, den Menschen in ihrer Notlage zu helfen.

Vor Ort entlädt er das Flugzeug und verzichtet so auf seine angesammelten, zum Verkauf bestimmten, Waffen. Im Flugzeug beschließt er daraufhin, zusammen mit Billy das von der Air America geliehene Flugzeug zu verkaufen und mit dem so erwirtschafteten Gewinn seinen Verlust zu kompensieren.

Besonderheiten[Bearbeiten]

  • Der Film wurde zu großen Teilen in der damals noch weitgehend unberührten bergigen Urwaldlandschaft der Gegend von Mae Hong Son, im thailändisch-burmesischen Grenzgebiet gedreht.
  • Die Fluggesellschaft Air America, die dem Film als Aufhänger für seine Geschichte dient, ist keine Erfindung. Sie war tatsächlich während des Vietnam-Krieges eine von mehreren Tarnfirmen der CIA, die unter anderem die Logistik für Waffen- und Drogengeschäfte zwischen Laos und Pakistan bereitstellten.
  • Neben den großen Fairchild C-123 spielen auf den kurzen Pisten Schweizer Flugzeuge des Typs Pilatus PC-6 eine wichtige Rolle.

Kritiken[Bearbeiten]

  • Hal Hinson schrieb in der Washington Post vom 10. August 1990, der Film sei zum Teil „wunderbar“ und zum Teil „Müll“. Er lobte das Zusammenspiel der Darsteller Gibson und Downey Jr.[1]
  • Frank Schnelle kritisierte in epd Film, (d)er Stoff wäre zweifellos ebenso für einen ernsten wie für einen komischen Film geeignet. Das Drehbuch von John Eskow und Richard Rush kann sich aber nie entscheiden, ob es das Thema nun zu einer Komödie, einer Satire, einer Farce oder zu einem Drama um Moral und Integrität verarbeiten will; der Film ist alles gleichzeitig und nichts davon wirklich.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. „The Washington Post“
  2. epd Film, 1/1991