Air Force Space Command
Das Air Force Space Command (AFSPC) ist eines von zehn Hauptkommandos der United States Air Force (USAF). Sein Hauptquartier liegt auf der Peterson Air Force Base in Colorado, USA. Designierter Kommandeur ist Lieutenant General William L. Shelton, der den seit 24. Oktober 2007 amtierenden Kommandeur, General C. Robert Kehler, ablösen wird.
Es ist die Weltraumabteilung der US-Luftwaffe und zuständig für die landgestützten US-Interkontinentalraketen sowie das Starten, Betreiben und Überwachen von militärischen Satelliten für Aufklärung, Kommunikation und Wetterdaten. Außerdem betreibt das AFSPC ein globales Netz von Radarstationen zur Weltraumüberwachung, um vor anfliegenden feindlichen Raketen warnen zu können.
Die Ausrüstung umfasst – neben diversen Radar- und Satellitensystemen – rund 500 Interkontinentalraketen vom Typ LGM-30G Minuteman III sowie rund 20 UH-1 Iroquois-Hubschrauber.
Das auch im zivilen Bereich genutzte Global Positioning System (GPS) wird vom 50th Space Wing des AFSPC auf der Schriever AFB, Colorado betrieben und überwacht.
Zum AFSPC gehören die
- 14th Air Force, Vandenberg AFB (Satelliten, Radar)
- 20th Air Force, F.E. Warren AFB (Minuteman)
Das Personal des Air Force Space Command zählte Ende September 2006 rund 27.000 Männer und Frauen, darunter 6.500 Zivilisten und 2.000 Angehörige der Reserveeinheiten.
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[Bearbeiten] Geschichte
Da die Möglichkeiten und die Bedeutung militärischer Satelliten seit den 1970ern ständig anstiegen, gründete die USAF zum 1. September 1982 ein Space Command, um diesen Bereich abzudecken. Am 15. November 1985 erfolgte die Umbenennung in Air Force Space Command. Am 1. Juli 1993 schließlich übernahm das AFSPC die Verantwortung für die Interkontinentalraketen, die zuvor beim Air Combat Command gelegen hatte.
[Bearbeiten] Bahnbestimmung von Satelliten
Für die Bestimmung der Bahndaten von Erdsatelliten wird vom United States Air Force's 20th Space Control Squadron unter dem Motto DETECT - TRACK - IDENTIFY auf 33° nördlicher Breite in den USA ein multistatisches Radar, bestehend aus drei Sende- und sechs Empfangsstationen betrieben. Die Sender erzeugen bei einer Frequenz von 216 MHz einen HF-Zaun, der in Ost-West-Richtung vom Atlantik zum Pazifik reicht und in Nord-Süd-Richtung eine Dicke von 0.02° (in 15000 km Höhe) besitzt. Die Satelliten (mit Ausnahme geostatinäerer Satelliten) passieren auf ihrer Umlaufbahn regelmäßig dieses HF-Feld, so dass Zeitpunkt, Richtung und Dopplerverschiebung der gestreuten Signale von den Empfangsstationen mit Phasenarrayantennen zur Bestimmung der Bahn erfasst werden können.[1]. Der Empfang ist auch mit Amateurmitteln möglich[2]
[Bearbeiten] Satelliten des AFSPC
Im folgenden werden die aktiven Satelliten des Air Force Space Command aufgelistet.
Stand der Liste: 4. August 2008
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Engl. Wikipedia Air Force Space Surveillance System Accessed 2009-Aug-09
- ↑ K4GFG Detecting Radar Signals from Satellites illuminated by NavSpaSur Accessed 2009-Aug-09