Air Force Space Command
Das Air Force Space Command (AFSPC) ist eines von zehn Hauptkommandos der United States Air Force (USAF). Sein Hauptquartier liegt auf der Peterson Air Force Base in Colorado, USA. Kommandeur ist seit 2011 General William L. Shelton.
Es ist die Weltraumabteilung der US-Luftwaffe und zuständig für das Starten, Betreiben und Überwachen von militärischen Satelliten für Aufklärung, Kommunikation und Wetterdaten. Außerdem betreibt das AFSPC ein globales Netz von Radarstationen zur Weltraumüberwachung, um vor anfliegenden feindlichen Raketen warnen zu können.
Das auch im zivilen Bereich genutzte Global Positioning System (GPS) wird vom 50th Space Wing des AFSPC auf der Schriever AFB, Colorado betrieben und überwacht.
Seit 2009 umfasst der Zuständigkeitsbereich auch die Cyberkriegsführung.
Von 1993 bis 2009 war das Space Command auch für die landgestützten US-Interkontinentalraketen (rund 500 Raketen vom Typ LGM-30G Minuteman III) verantwortlich.
Zum AFSPC gehören die
- 14th Air Force, Vandenberg AFB (Satelliten, Radar)
- 24th Air Force, Lackland AFB (Cyberkrieg, Air-Force-Teil des USCYBERCOM)
Das Personal des Air Force Space Command zählte 2011 rund 42.000 Personen.
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Geschichte [Bearbeiten]
Da die Möglichkeiten und die Bedeutung militärischer Satelliten seit den 1970ern ständig anstiegen, gründete die USAF zum 1. September 1982 ein Space Command, um diesen Bereich abzudecken. Am 15. November 1985 erfolgte die Umbenennung in Air Force Space Command. Am 1. Juli 1993 schließlich übernahm das AFSPC die Verantwortung für die Interkontinentalraketen, die zuvor beim Air Combat Command gelegen hatte. 2009 kam es zu einer größeren Umstrukturierung: Die für die Interkontinentalraketen zuständige 20th Air Force wurde an das neugegründete Air Force Global Strike Command abgegeben, im Gegenzug erhielt das Space Command mit der 24th Air Force die Zuständigkeit für Cyberkriegsführung.
Bahnbestimmung von Satelliten [Bearbeiten]
Für die Bestimmung der Bahndaten von Erdsatelliten wird vom United States Air Force's 20th Space Control Squadron unter dem Motto DETECT - TRACK - IDENTIFY auf 33° nördlicher Breite in den USA ein multistatisches Radar, bestehend aus drei Sende- und sechs Empfangsstationen betrieben. Die Sender erzeugen bei einer Frequenz von 216,98 MHz einen HF-Zaun, der in Ost-West-Richtung vom Atlantik zum Pazifik reicht und in Nord-Süd-Richtung eine Dicke von 0,02° (in 15000 km Höhe) besitzt. Satelliten mit genügend großer Bahneigung passieren auf ihrer Umlaufbahn regelmäßig dieses HF-Feld, so dass Zeitpunkt, Richtung und Dopplerverschiebung der gestreuten Signale von den Empfangsstationen mit Phasenarrayantennen zur Bestimmung der Bahn erfasst werden können.[1] Der Empfang der Radarechos ist auch mit Amateurmitteln möglich.[2]
Satelliten des AFSPC [Bearbeiten]
Im folgenden werden die aktiven Satelliten des Air Force Space Command aufgelistet.
Stand der Liste: 4. August 2008
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ US Naval Space Command Space Surveillance System. Federation of American Scientists, abgerufen am 5. September 2012 (englisch).
- ↑ Volker Grassmann: NAVSPASUR Radar Experiments. 6. April 2006, abgerufen am 5. September 2012 (englisch).
Weblinks [Bearbeiten]
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