Air France-Raub (1967)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Air France-Raub war ein Verbrechen, das 1967 auf dem John F. Kennedy International Airport in New York durch Mitglieder der New Yorker Mafia durchgeführt wurde. Es wurden dabei US-$ 420.000 in Bar erbeutet.[1] zum damaligen Zeitpunkt handelte es sich um den größten Raub an Bargeld, der bis dahin durchgeführt worden war. Durchgeführt wurde das Verbrechen durch Henry Hill, Robert McMahon, Thomas DeSimone und Montague Montemurro. Geplant wurde die Tat von McMahon. Hill behauptet, dass es diese Tat war, die ihm Zugang zur Mafia und deren Vertrauen gesichert habe. [2]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Planung

Die Air France transportierte Bargeld in die USA, welches von US-Amerikanern in Südostasien gewechselt und ausgegeben worden war. Die Airline war vertraglich verpflichtet, das Geld wieder zurück in die USA zu bringen, um es dem amerikanischen Geldmarkt wieder zur Verfügung zu stellen. Das Geld wurde üblich in Geldsäcken transportiert, von denen jeder US-$60.000 beinhaltete. Air France transportierte so wöchentlich bis zu US-$ 1 Million. Das Geld wurde in einem Tresorraum aufbewahrt und rund um die Uhr bewacht.[3] Nach Robert McMahon, der für die Air-France-Frachtabteilung arbeitete, transportierte Air France gewöhnlich drei bis vier 60.000er Säcke zu der Zeit und er sagte Henry Hill, dass drei oder vier Mann mit Pistolen, die leicht stehlen könnten. Hill entscheid sich dafür, in den Besitz des Schlüssels zu kommen, weil man so besser den Zeitpunkt des Zuschlagens bestimmen könnte. Kritischer Punkt war die Wache, die den Schlüssel permanent mit sich führte. McMahon stellte dem Wächter ein Callgirl vor, mit dem er sich in das Jade East Motel zurückzog. Während der Wächter und das Callgirl intim wurden, gelang es Hill, unbemerkt den Schlüssel an sich zu bringen und eine Kopie anzufertigen.[2]

[Bearbeiten] Durchführung

McMahon gelangte zu der Information, dass am Freitag, den 7. April zwischen US-$ 400.000 und US-$ 700.000 angeliefert werden würden. Man entschloss sich, Mitternacht zuzuschlagen, wenn der Wächter eine Essenspause einlegte. Am Tag des Raubes fuhren Hill und DeSimone mit einem leeren Koffer zum Air France Cargoterminal am John F. Kennedy International Airport.

Um 23.40 Uhr betraten sie das Terminal. McMahon sagte, sie sollten das Terminal so betreten, wie Leute, die verlorenes Gepäck suchten. DeSimone und Hill betraten den Bereich unbehelligt, schlossen den Raum mit dem angefertigten Schlüssel auf und fanden mithilfe einer kleinen Taschenlampe sieben Geldsäcke. Sie packten das Geld in den Koffer und gingen. Es wurde kein Alarm ausgelöst, es wurde kein Schuss abgefeuert, es wurde niemand verletzt.[2] Bis zum Montag blieb das Verschwinden des Geldes unbemerkt, als ein Wells-Fargo-Truck ankam, um das Geld für die French American Banking Corporation abzuholen.[3] Henry Hill gab dem Capo der Lucchese-Familie Paul Vario etwas von dem Geld als Tributzahlung ab.

[Bearbeiten] Darstellung im Film

Der Raub wird in Martin Scorseses Erfolgsfilm Good Fellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia (1990) dargestellt, der die Lebensgeschichte des Gangsters Henry Hill zum Thema hat.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. William E. Burrows: Crime at Kennedy Costing Millions (PDF). In: The New York Times, 27. Oktober 1967, S. 38. Abgerufen am 19. November 2009. 
  2. a b c Nicholas Pileggi: Wiseguy: Life in a Mafia Family. Simon & Schuster 1986, ISBN 0-671-44734-3
  3. a b $420,000 Is Missing From Locked Room at Kennedy Airport (PDF). In: The New York Times, 12. April 1967. Abgerufen am 19. November 2009. 

[Bearbeiten] Quellen

  • The Heist: How a Gang Stole $8,000,000 at Kennedy Airport and Lived to Regret It. New York: Franklin Watts October 1986, ISBN 0-531-15024-0
Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen