Air Malta

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Air Malta
Logo der Air Malta
Airbus A320-200 der Air Malta
IATA-Code: KM
ICAO-Code: AMC
Rufzeichen: AIR MALTA
Gründung: 1973
Sitz: Luqa, MaltaMalta Malta
Drehkreuz:

Flughafen Malta

Heimatflughafen: Flughafen Malta
Unternehmensform: Staatsunternehmen
Mitarbeiterzahl: 1380 (2010)[1]
Vielfliegerprogramm: FlyPass
Flottenstärke: 11 (+ 2 Bestellungen)
Ziele: International
Webseite: airmalta.de

Air Malta, im Corporate Design auch airmalta, ist eine maltesische Fluggesellschaft mit Sitz in Luqa und Basis auf dem Flughafen Malta.

Geschichte[Bearbeiten]

Eine Boeing 707-020 der Air Malta im Jahr 1978 in London-Heathrow
Ein Airbus A319-100 der Air Malta in bis 2012 genutzter Lackierung

Air Malta wurde 1973 nach einem Beschluss des maltesischen Parlaments gegründet und nahm im April 1974 den Flugbetrieb auf. In den ersten Jahren prägten Boeing 720B die Flotte. Weitere Muster in der Flotte waren im Laufe der Geschichte Boeing 707, BAC 1-11, Convair-Jets, Boeing 737-200Adv., Boeing 737-300, Boeing 727-100 und -200, BAe ATP, Avro RJ70, McDonnell Douglas MD-90 und Airbus A310-200.

Von den frühen 1990er Jahren bis Herbst 2004 operierte ein Tochterunternehmen namens Malta Air Charter, zeitweise auch als Gozo Wings bekannt, mit mehreren im Wetlease betriebenen Helikoptern vom Typ Mil Mi-8 einen Shuttle-Dienst zur kleinen Nachbarinsel Gozo. Air Malta ist zudem an Medavia beteiligt, die mit Turboprop-Maschinen überwiegend innerhalb Libyens zur Unterstützung der Ölindustrie tätig ist.

Seit dem Winterflugplan 2006/2007 ist Air Malta Codeshare-Partner der Lufthansa, mit der auch eine gemeinsame Wartungsbasis auf dem Flughafen Malta betrieben wird.

Im Juli 2012 genehmigte die Europäische Kommission eine staatliches Hilfspaket für Air Malta in Höhe von 130 Millionen Euro.[2] Im selben Monat stellte Air Malta ihr neues Corporate Design vor, das auch eine vollständig neue Lackierung der Flugzeuge sowie ein neues Logo beinhaltet.[3] Im Rahmen ihrer Restrukturierung verkaufte Air Malta im September 2012 ihren britischen Reiseveranstalter Holiday Malta an ein maltesisches Unternehmen.[4]

Flugziele[Bearbeiten]

Air Malta bedient vom Flughafen Malta aus in erster Linie wichtige europäische Städteziele wie beispielsweise London, Athen und Moskau und bietet zudem auch Charterflüge wie etwa saisonal nach Salzburg an. Eine kleinere Basis wird ergänzend auf dem italienischen Flughafen Catania betrieben, Langstreckenflüge werden derzeit nicht angeboten.

In Deutschland werden Berlin-Tegel, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hannover, Hamburg, München sowie Stuttgart angeflogen. Des Weiteren fliegt Air Malta auch von Frankfurt am Main und München nach Catania auf Sizilien. In der Schweiz werden regulär Zürich und Genf, in Österreich Wien bedient. Darüber hinaus gibt es gelegentlich in den Sommermonaten Charterflüge unter anderem nach Innsbruck und Basel.

Air Malta bot von Großbritannien aus Charterflüge für britische Reiseveranstalter auch in EU-Drittstaaten wie Spanien, Österreich, Finnland und Griechenland an. Dazu waren mehrere Flugzeuge in England fest stationiert. Diese Dienste wurden nach Insolvenz des Reiseveranstalters XL eingestellt.

Codesharing[Bearbeiten]

Air Malta betreibt darüber hinaus Codeshare-Abkommen mit Lufthansa, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Swiss, Czech Airlines, Aeroflot, Emirates, Etihad, Turkish Airlines und Meridiana.[5]. Seit 30. März 2014 besteht zudem ein solches Abkommen mit Air France.[6]

Flotte[Bearbeiten]

Eine Airbus A320-200 der Air Malta in Valetta-Sonderlackierung

Mit Stand Mai 2014 besteht die Flotte der Air Malta aus 11 Flugzeugen[7] mit einem Durchschnittsalter von 9 Jahren.[8]

Flugzeugtyp aktiv bestellt[9] Anmerkungen
Airbus A319-100 05 Eine verleast an Atlantic Airways
Airbus A320-200 06 02 9H-AEO in Valetta-Sonderlackierung

9H-AEI in Retro-Lackierung

Gesamt 011 02

Zwischenfälle[Bearbeiten]

Seit ihrer Gründung 1973 kam es bei Air Malta zu keinem Flugunglück mit Todesopfern oder Verletzten.

  • Am 9. Juni 1997 wurde Air-Malta-Flug 830 von Malta nach Istanbul mit 74 Passagieren und 6 Crewmitgliedern von zwei türkischen Terroristen entführt. Sie forderten die Freilassung von Mehmet Ali Agca. Die Entführung endete in Köln, alle Passagiere kamen mit dem Schrecken davon.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. maltatoday.com – Air Malta’s top gun (englisch) 3. Januar 2010
  2. ch-aviation.ch - Air Malta restructuring plan approved by the European Union (englisch) 1. Juli 2012
  3. timesofmalta.com - Air Malta's rebranding cost €1.9 million (englisch) 31. Juli 2012
  4. ch-aviation.ch - Holiday Malta tour operator sold by Air Malta as part of restructuring (englisch) 9. September 2013
  5. airmalta.com - CODESHARE PARTNERS (englisch) abgerufen am 9. September 2011
  6. -air-malta - Air France and Air Malta sign a code share agreement (englisch) abgerufen am 23. Juni 2014
  7. ch-aviation.ch - Flotte der Air Malta (englisch) abgerufen am 29. Mai 2014
  8. airfleets.net - Fleet age Air Malta (englisch) abgerufen am 29. Mai 2014
  9. airbus.com - Orders and Deliveries (englisch) abgerufen am 29. Mai 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Air Malta – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien