Air Malta

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Air Malta
Logo der Air Malta
Airbus A320-200 der Air Malta
IATA-Code: KM
ICAO-Code: AMC
Rufzeichen: AIR MALTA
Gründung: 1973
Sitz: Luqa,
MaltaMalta Malta
Drehkreuz:

Flughafen Malta

Heimatflughafen:

Flughafen Malta

Unternehmensform: Staatsunternehmen
IATA-Prefixcode: 643
Leitung: Philip Micallef (CEO)
Mitarbeiterzahl: 1.380[1] (2010)
Vielfliegerprogramm: FlyPass
Flottenstärke: 11
Ziele: International
Website: airmalta.com

Air Malta (im Corporate Design auch airmalta) ist die nationale Fluggesellschaft Maltas mit Sitz in Luqa und Basis auf dem Flughafen Malta.

Geschichte[Bearbeiten]

Ehemalige Boeing 720B der Air Malta im Jahr 1986 auf dem Flughafen Amsterdam Schiphol

Air Malta wurde 1973 nach einem Beschluss des maltesischen Parlaments gegründet und nahm im April 1974 den Flugbetrieb auf. In den ersten Jahren prägten Boeing 720 die Flotte.

Von den frühen 1990er Jahren bis Herbst 2004 operierte ein Tochterunternehmen namens Malta Air Charter, zeitweise auch als Gozo Wings bekannt, mit mehreren im Wetlease betriebenen Helikoptern vom Typ Mil Mi-8 einen Shuttle-Dienst zur kleinen Nachbarinsel Gozo. Air Malta ist zudem an Medavia beteiligt, die mit Turboprop-Maschinen überwiegend innerhalb Libyens zur Unterstützung der Ölindustrie tätig ist.

Seit dem Winterflugplan 2006/2007 ist Air Malta Codeshare-Partner der Lufthansa, mit der auch eine gemeinsame Wartungsbasis auf dem Flughafen Malta betrieben wird.

Im Juli 2012 genehmigte die Europäische Kommission ein staatliches Hilfspaket für Air Malta in Höhe von 130 Millionen Euro.[2] Im selben Monat stellte Air Malta ihr neues Corporate Design vor, das auch eine vollständig neue Lackierung der Flugzeuge sowie ein neues Logo beinhaltet.[3] Im Rahmen ihrer Restrukturierung verkaufte Air Malta im September 2012 ihren britischen Reiseveranstalter Holiday Malta an ein maltesisches Unternehmen.[4]

Flugziele[Bearbeiten]

Air Malta bedient vom Flughafen Malta aus in erster Linie wichtige europäische Städteziele wie beispielsweise London, Athen und Moskau und bietet zudem auch Charterflüge wie etwa saisonal nach Salzburg an.

Im deutschsprachigen Raum werden Berlin-Tegel, Düsseldorf, Frankfurt, Hannover, Hamburg, München sowie Stuttgart in Deutschland, Wien in Österreich sowie Genf und Zürich in der Schweiz angeflogen. Des Weiteren fliegt Air Malta auch von Catania auf Sizilien nach Frankfurt am Main und München.[5]

Air Malta bot von Großbritannien aus Charterflüge für britische Reiseveranstalter auch in EU-Drittstaaten wie Spanien, Österreich, Finnland und Griechenland an. Dazu waren mehrere Flugzeuge in England fest stationiert. Diese Dienste wurden nach Insolvenz des Reiseveranstalters XL Leisure eingestellt.

Codesharing[Bearbeiten]

Air Malta betreibt Codeshare-Abkommen mit Aeroflot, Air France, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Czech Airlines, Emirates, Etihad Airways, Lufthansa, Meridiana, Swiss und Turkish Airlines[6].

Flotte[Bearbeiten]

Airbus A319-100 der Air Malta

Mit Stand Mai 2015 besteht die Flotte der Air Malta aus 11 Flugzeugen[7] mit einem Durchschnittsalter von 10 Jahren[8]:

Flugzeugtyp aktiv bestellt Anmerkungen Sitzplätze[9]
Airbus A319-100 05 Eine verleast an Atlantic Airways 141
Airbus A320-200 06 9H-AEO in Valetta-Sonderlackierung; 9H-AEI in Retrolackierung 168
180
Gesamt 11 -
Ehemalige Flotte

In der Vergangenheit setzte Air Malta Flugzeuge der Typen Airbus A310-200, Avro RJ70, BAC 1-11, BAe ATP, Boeing 707, Boeing 727-100 und -200, Boeing 737-200Adv. und -300 sowie Convair CV-880 und McDonnell Douglas MD-90 ein.

Zwischenfälle[Bearbeiten]

Seit ihrer Gründung 1973 kam es bei Air Malta zu keinem Flugunglück mit Todesopfern oder Verletzten.

  • Am 9. Juni 1997 wurde Air-Malta-Flug 830 von Malta nach Istanbul mit 74 Passagieren und 6 Crewmitgliedern von zwei türkischen Terroristen entführt. Sie forderten die Freilassung von Mehmet Ali Agca. Die Entführung der Boeing 737-200 endete in Köln, alle Passagiere kamen mit dem Schrecken davon.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Air Malta – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. maltatoday.com – Air Malta’s top gun (englisch) 3. Januar 2010
  2. ch-aviation - Air Malta restructuring plan approved by the European Union (englisch) abgerufen am 1. Juli 2012
  3. timesofmalta.com - Air Malta's rebranding cost €1.9 million (englisch) abgerufen am 31. Juli 2012
  4. ch-aviation - Holiday Malta tour operator sold by Air Malta as part of restructuring (englisch) abgerufen am 9. September 2013
  5. airmalta.com - Ziele abgerufen am 1. Mai 2015
  6. airmalta.com - Partner abgerufen am 6. Januar 2015
  7. ch-aviation - Air Malta (englisch) abgerufen am 1. Mai 2015
  8. airfleets.net - Fleet age Air Malta (englisch) abgerufen am 1. Mai 2015
  9. airmalta.com - Flotte abgerufen am 6. Januar 2015