Airco D.H.1

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Airco D.H.1
Airco D.H.1 Ceylon No 3, 1914 von deutschen Truppen erbeutet
Typ: Aufklärungsflugzeug
Entwurfsland: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Hersteller: Aircraft Manufacturing Company
Erstflug: 1915
Indienststellung: 1916
Stückzahl: 177

Die Airco D.H.1 war ein Doppeldecker-Flugzeug des britischen Herstellers Airco.

Geschichte[Bearbeiten]

1914 verließ Geoffrey de Havilland die Royal Aircraft Manufacturing und wechselte zur Aircraft Manufacturing Company (Airco). Seine erste Konstruktion für die neue Firma war der Aufklärungsdoppeldecker D.H.1, der wie auch alle folgenden Airco-Modelle die Anfangsbuchstaben der beiden Nachnamensteile ihres Konstrukteurs trug.

Der Bau des Prototyps begann in den ersten Kriegsmonaten, 1915 startete er zum Erstflug. Eine königliche Order bestimmte den Bau von 100 Maschinen, für die Serienproduktion stand aber nur ein schwacher 70-PS-Renault-Motor zur Verfügung. Von dieser Maschine wurden insgesamt 107 Stück hergestellt, davon jedoch nur sieben Exemplare von Airco und 94 von der Firma Savage Ltd.

Ab Mitte 1916 kam die D.H.1 zu den Fronteinheiten, überwiegend im Mittelmeer und im Mittleren Osten als Begleitflugzeug für Bomberstaffeln.

Noch 1916 stand schließlich das ursprünglich vorgesehene Beardmore-Triebwerk zur Verfügung, mit dem die D.H.1a ausgerüstet wurde, von der noch einmal 70 Maschinen entstanden. Da für den Kampfeinsatz bereits leistungsfähigere Typen zur Verfügung standen, dienten die D.H.1a nur noch zu Ausbildungszwecken.

Konstruktion[Bearbeiten]

Das Flugzeug war ein zweistieliger Doppeldecker mit gleich großen stoffbespannten Holztragflächen, alle Flächen mit Querrudern ausgestattet; die beiden Leitwerksträger bestanden aus unverkleideten Holzgitterkonstruktionen. Da zur damaligen Zeit keine synchronisierten Maschinengewehre zur Verfügung standen, wurde die D.H.1 mit einem Druckpropeller angetrieben, damit die Luftschraube dem nach vorn gerichteten MG nicht im Weg war. Der Bordschütze saß im Bug der Maschine.

Militärische Nutzung[Bearbeiten]

Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich

Technische Daten[Bearbeiten]

Seitenriss Airco D.H.1
Kenngröße Airco D.H.1 Airco D.H.1a
Besatzung 2 Mann 2 Mann
Länge 8,57 m 8,82 m
Spannweite 12,49 m 12,49 m
Höhe 3,36 m 3,40 m
Flügelfläche 39,59 m² 33,66 m²
Leermasse 615 kg 730 kg
Startmasse 927 kg 1060 kg
Antrieb ein Renault-Motor mit 52 kW (70 PS) ein Beardmore-Motor mit 120 PS
Höchstgeschwindigkeit 130 km/h 141 km/h in 1200 m
Steigzeit auf 3050 m 35 min 27 min 30 s
Dienstgipfelhöhe 4100 m
Bewaffnung ein Lewis-MG 7,7 mm

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • J. M. Bruce: The Aeroplanes of the Royal Flying Corps (Military Wing). Putnam, London 1982, ISBN 0-370-30084-x.
  • C. G. Grey: Jane's All the World's Aircraft 1919. (reprint), Arco Publishing Company, New York 1969, ISBN 0-668-01955-7.
  • A. J. Jackson: De Havilland Aircraft since 1909. 3. Ausg., Putnam, London 1987, ISBN 0-85177-802-X.
  • W. M. Lamberton: Reconnaissance & Bomber Aircraft of the 1914–1918 War. Harleyford, Letchworth 1962.
  • Francis K. Mason: The British Fighter since 1912. Naval Institute Press, Annapolis 1992, ISBN 1-55750-082-7.
  • Michael J. H. Taylor: Jane's Encyclopedia of Aviation. Ausg. 1989, Studio Editions, London 1989, ISBN 0-517-10316-8, S. 45.