Airline Training Center Arizona

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Airline Training Center Arizona
Vorfeld in KGYR
Rufzeichen: Bonanza__
Grob__
Cirrus__
Raven__
Gründung:
Sitz: Goodyear, Arizona, USA
Trainingszentren: Goodyear AZ, Mobile AZ
theoretische Ausbildung: Briefings
praktische Ausbildung: VFR, IFR, SEP
Unternehmensform: Incorporation
Flottenstärke: 32[1]
Simulatorflotte: 3[1]
Lizenzerwerb: PPL(A)
CPL(A)
MPL(A)
Leitung: Matthias Kippenberg, CEO
Eine Grob G120A in Arizona

Das Airline Training Center Arizona, Inc. (ATCA) ist ein Ausbildungsbetrieb der Lufthansa Flight Training GmbH zur Flugschulung von Piloten-Anwärtern am Flughafen in Goodyear, einem Vorort von Phoenix, USA. Nicht nur die Lufthansa lässt dort ihre Piloten ausbilden, sondern auch Bundeswehr-Piloten beginnen am ATCA und ihrer dort gelegenen Außenstelle 3rd German Air Force Training Squadron ihr Initial Flight Training (IFT).

Die Standortwahl erfolgte u. a. auch auf Grund der stabilen Wetterbedingungen. Die hohe Anzahl an stabilen Sonnentagen ermöglicht eine nahezu ganzjährige Sichtflugausbildung.

Ablauf der Ausbildung[Bearbeiten]

Nachdem die angehenden Piloten sich bei Verkehrsfliegerschule in Bremen ein Basiswissen an Theorie angeeignet haben, werden in Goodyear weitere theoretische und vor allem praktische Grundlagen zum Erwerb der Commercial Pilot Licence bzw. Multi-Crew Pilot Licence und Instrumentenflug-Berechtigung gelegt. Die weitere Ausbildung zum Erwerb der jeweiligen der Verkehrspilotenlizenz findet wiederum in Bremen an der Verkehrsfliegerschule und später an verschiedenen Simulatorstandorten der Lufthansa Flight Training (u. a. Frankfurt am Main, München, Wien) statt.

Zur Unterbringung der Nachwuchsflugzeugführer (NFF) sind Unterkünfte sowie eine Cafeteria vorhanden. Der ATCA ist ein eigener Maintenance Betrieb zur Wartung der 32 Flugzeuge sowie der etwa 36 km südlich gelegene private Flugplatz Mobile angeschlossen, wo die Flugschüler Landeanflüge üben.[1]

Flotte[Bearbeiten]

Zwischenfälle[Bearbeiten]

  • Am 1. Februar 2006 verunglückte eine Beech F33 mit dem Kennzeichen N1563A nahe Buckeye. Das Wrack wurde in der darauffolgenden Nacht gefunden, die Flugschülerin an Bord kam beim Aufprall ums Leben.[2]
  • Am 22. Mai 2002 verunglückte eine Grob 120A mit dem Kennzeichen N866AF in Mobile auf einem technischen Überprüfungsflug. Der Pilot starb bei dem Absturz. Die betroffene Maschine war zerlegt aus Deutschland geliefert worden und sollte in den USA diversen Überprüfungen nach dem Zusammenbau unterzogen werden; einer dieser Tests beinhaltete einen schnellen und tiefen Überflug. Da keine technischen Fehler am Flugzeug gefunden wurden und die Autopsie keine Vorerkrankungen ergab, die hätten zum Unfall führen können, geht das NTSB von einem Pilotenfehler aus.[3]
  • Am 11. Oktober 1989 verunglückte eine Beech F33 mit dem Kennzeichen N67536 beim Start in Goodyear, nachdem ein Propellerblatt aufgrund von Materialermüdung gebrochen war. Durch die auftretende Unwucht wurde schließlich der Spinner abgerissen, das Flugzeug geriet ins Trudeln und stürzte ab. Bei der Unfallaufnahme wurde festgestellt, dass die Sicht nach vorne durch ausgetretenes Motorenöl stark eingeschränkt war. Beim Absturz kamen alle drei Insassen ums Leben.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c ATCA – Airline Training Center Arizona. Airline Training Center Arizona, abgerufen am 1. März 2015 (englisch).
  2. NTSB Identification: LAX06FA099. National Transportation Safety Board, abgerufen am 1. März 2015 (englisch).
  3. NTSB Identification: MIA02FA098. National Transportation Safety Board, abgerufen am 1. März 2015 (englisch).
  4. NTSB Identification: LAX90FA008. National Transportation Safety Board, abgerufen am 1. März 2015 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten]

33.431388888889-112.36277777778Koordinaten: 33° 25′ 53″ N, 112° 21′ 46″ W