Airline Transport Pilot License

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Airline Transport Pilot License
deutsche ATPL(A)-Lizenz nach JAR-FCL
Einführung: 1944 (ICAO)
minimum Theoriestunden: 750
minimum Praxisstunden: 1500
Ausbildungsmodus: modular/durchgehend
Mindestalter: 21
Medical: Klasse 1

Die Airline Transport Pilot Licence (ATPL) (deutsch Lizenz für Verkehrspiloten) erlaubt dem Inhaber gewerblich Flugzeuge oder Hubschrauber als verantwortlicher Pilot zu führen, die entsprechend ihrer Zulassung eine Mehrmannbesatzung erfordern (Verkehrsflugzeuge/Verkehrshubschrauber). In Deutschland wird sie vom Luftfahrtbundesamt (LBA) in Braunschweig nach den Bestimmungen der JAR-FCL ausgestellt.

Zur Erteilung müssen neben umfangreichen theoretischen Kenntnissen auch praktische Flugerfahrung nachgewiesen und ein Prüfungsflug bestanden werden. Diese umfasst 1.500 Stunden Gesamtflugzeit, davon 500 Stunden auf Verkehrsflugzeugen, sowie Instrumenten- und Nachtflug. Solange die theoretische Prüfung bestanden, nicht aber die Anforderung an die Flugerfahrung erfüllt sind, wird die ATPL als Commercial Pilot Licence (CPL) mit dem Vermerk „ATPL–Theoriekredit“ ausgestellt (auch frozen ATPL genannt), die das Führen von Verkehrsflugzeugen als Kopilot erlaubt.

Vor Einführung der JAR-FCL-Richtlinien wurde in Deutschland nach Ende der Ausbildung sofort eine ATPL – allerdings mit Beiblatt A2 – erteilt, die das Führen von Verkehrsflugzeugen bis 20 t MTOW als verantwortlicher Pilot gestattete, den Einsatz auf schwereren Flugzeugen jedoch nur als Kopilot. Mit einer Gesamtflugzeit von 2.200 Stunden konnte die Ausstellung einer ATPL mit Beiblatt A1 beantragt werden, die diese Beschränkung aufhob.

Die Ausbildung zum ATPL beinhaltet im Gegensatz zur CPL die Instrumentenflugberechtigung (Instrument Rating, IR).

Die ATPL nach EASA FCL besitzt kein Ablaufdatum mehr, die Musterberechtigung für den geflogenen Flugzeugtyp (engl. type rating) jedoch nur eine von zwölf Monaten und muss daher regelmäßig durch einen Prüfungsflug (Licence Proficiency Check, LPC) verlängert werden. Im gewerblichen Einsatz kommen noch zwei weitere jährliche Prüfungsflüge hinzu: der Operator Proficiency Check (OPC), ähnlich dem jährlichen Prüfungsflug, sowie der Line Check, der die Einhaltung der firmeneigenen Verfahren sicherstellen soll.

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