Airspeed Horsa

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Airspeed Horsa
Airspeed Horsa
Typ: Lastensegler
Entwurfsland: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Hersteller: Airspeed Ltd.
Erstflug: 12. September 1941
Indienststellung: 1942
Produktionszeit: 1941 bis 1945
Stückzahl: 3.800 (ca.)

Die Airspeed AS.51 Horsa war ein vom Flugzeughersteller Airspeed Ltd. gebauter britischer Lastensegler zum Truppentransport im Zweiten Weltkrieg. Benannt wurde das Flugzeug nach dem legendären britischen Krieger Horsa. Sie wurde für den Transport britischer und Alliierter Truppen verwendet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Die Verwendung von Lastenseglern durch die Briten war eine Folge des erfolgreichen Einsatzes der deutschen DFS-230-Lastensegler, die wesentlich zur Eroberung des belgischen Forts Eben-Emael im Mai 1940 beigetragen hatten. Der Vorteil gegenüber Landungen mit Fallschirmen war, dass die Truppen dicht beieinander landen konnte, während sie bei Fallschirmeinsätzen meist weit verstreut landeten.

Mit 25 Sitzplätzen (und zwei Piloten) war die Horsa deutlich größer als die amerikanischen Waco CG-4A (mit maximal 13 Mann Besatzung) und die britische General Aircraft Hotspur (mit nur acht Mann Besatzung), die nur für Trainingseinsätze vorgesehen war. Die AS 51 konnte anstelle Personal auch einen Jeep oder eine 6-Pfünder-Panzerabwehrkanone transportieren.

Die weiterentwickelte Horsa Mk II besaß einen an Scharnieren zu öffnenden Bug, einen verstärkten Boden und zwei Bugräder, um zusätzlich Fahrzeuge aufnehmen zu können. Bei der Horsa Mk II wurde das Schleppseil an der Nase des Flugzeuges eingehängt, während es bei der MK I noch an den beiden Tragflächen angeschlagen wurde.

[Bearbeiten] Einsatzhistorie

Horsas bei der Operation Market Garden im September 1944

Einen der ersten Kampfeinsätze hatte die Horsa in der Nacht vom 19. zum 20. November 1942 bei der Operation Freshman in Norwegen. Weitere Verwendungen fanden am 10. Juli 1943 statt, als während der Operation Husky 27 Lastensegler für die Invasion Siziliens eingesetzt wurden. In der Folge wurden zahlreiche Horsa bei der Operation Thursday, Operation Overlord in der Normandie, Operation Dragoon, Operation Market Garden, Operation Repulse und der Operation Varsity verwendet. Die ersten Truppen, die während der Invasion in der Normandie landeten, taten dies mit Horsa-Lastenseglern, um die Pegasusbrücke einzunehmen und damit das Nachrücken der deutschen Verstärkungen zu behindern. Am 5. Juni 2004 wurde zum 60. Jubiläum des D-Day die Nachbildung einer Horsa am Ort der ersten Landung bei der Pegasusbrücke enthüllt.

Für die Einsätze wurden die Horsa wahlweise mit Short Stirling, Halifax, Albemarle, Whitley oder C-47 Dakota geschleppt. Die Piloten kamen üblicherweise vom Glider Pilot Regiment, einem Teil des britischen Army Air Corps, wenngleich gelegentlich auch Piloten der Royal Air Force zum Einsatz kamen. Die Horsa wurden auch von der US-Luftwaffe eingesetzt.

[Bearbeiten] Konstruktion und Bau

Airspeed AS.51 Horsa während des Landeanfluges

Die Horsa wurde aufgrund der Spezifikation X.26/40 konstruiert und ab 1940 gebaut. Der Erstflug fand am 12. September 1941 statt. Das Flugzeug wurde als Schulterdecker ausgelegt und wegen des Mangels an anderen Materialien und der Konzeption als Verlustgerät komplett aus Holz gebaut. Es war eines der ersten Lastensegler mit Bugrad-Fahrwerk für den Start. Im Einsatz konnte dieses abgeworfen werden, um anschließend auf einer Kufe unter dem Rumpf zu landen. Die Tragflächen waren mit sehr großen, pneumatisch gesteuerten Landeklappen und Luftbremsen versehen, mit denen das Flugzeug schnell steil sinken konnte, um in unwegsamem Gelände landen zu können. Die große Lastentür befand sich auf der linken Seite. Das Heck konnte abgeworfen werden, um den Ausstieg zu erleichtern.

Die Horsa wurde als robust und für einen Gleiter sehr manövrierfähig betrachtet. Die Produktion fand bei Airspeed sowie bei Vertragsfirmen statt, zu denen Austin Motors und der Möbelfabrikant Harris Lebus gehörte. Insgesamt wurden ca. 3.800 Exemplare gebaut (die Angaben variieren zwischen 3.655 und 5.000). Die Spezifikation forderte, dass das Flugzeug in einzelnen Untersektionen gebaut werden sollte, um die Produktion auf verschiedene Standorte zu verteilen und damit den Verlust im Falle eines deutschen Angriffs zu minimieren.

[Bearbeiten] Technische Daten

Airspeed AS 51
Kenngröße Daten
Länge    20,40 m
Höhe    6,40 m
Flügelspannweite    26,80 m
Flügelfläche    106,7 m²
Höchstgeschwindigkeit    am Schleppseil: 204 km/h, im Gleitflug: 160 km/h
Besatzung    2 Mann + 25 Passagiere
Leergewicht    3400 kg
Gewicht beladen max.     6920 kg

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Airspeed Horsa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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