Aken (Elbe)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | |
| Landkreis: | Anhalt-Bitterfeld | |
| Höhe: | 60 m ü. NN | |
| Fläche: | 59,91 km² | |
| Einwohner: |
8161 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 136 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 06385 | |
| Vorwahl: | 034909 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ABI, AZE, BTF, KÖT, ZE | |
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 82 005 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Markt 11 06385 Aken (Elbe) |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Hansjochen Müller (SPD) | |
| Lage der Stadt Aken (Elbe) im Landkreis Anhalt-Bitterfeld | ||
Die Stadt Aken (Elbe) liegt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt (Deutschland).
Inhaltsverzeichnis |
Geografie[Bearbeiten]
Aken am Südufer der mittleren Elbe liegt ca. acht Kilometer westlich von Dessau-Roßlau in einem ausgedehnten Tieflandsgebiet innerhalb des Biosphärenreservates Mittelelbe. Etwa 15 km westlich von Aken mündet die Saale in die in diesem Abschnitt nur wenig Gefälle aufweisende Elbe. Östlich der Hafeneinfahrt ändert sich der Flussverlauf (West-Ost-Richtung) in Richtung Nordwesten.
Gliederung der Stadt[Bearbeiten]
Zur Stadt Aken gehören folgende Ortschaften und Ortsteile:
- Ortschaft Kleinzerbst mit dem OT Kleinzerbst
- Ortschaft Kühren mit dem OT Kühren
- Ortschaft Mennewitz mit dem OT Mennewitz
- Ortschaft Susigke mit dem OT Susigke
sowie den Wohnplätzen Forsthaus Olberg, Heidehof und Obselau.
Geschichte[Bearbeiten]
In Kleinzerbst gibt es ein germanisches Gräberfeld aus der frühen römischen Kaiserzeit. Dieses wurde nach einigen Sondierungen in der Zeit zwischen den Weltkriegen in den Jahren 1964 - 1969 und 1979 - 1981 ausgegraben.[2]
Erstmals erwähnt wird die Burg Gloworp (Altstadt) im 12. Jahrhundert. Die Stadt selbst wird 1219 durch die Nennung des Bürgermeisters Waltherus de Aken erstmals urkundlich erwähnt. Seit 1270 ist der planmäßig angelegte Ort Civitas. Der Name dürfte von dem altgermanischen Ahha abgeleitet sein (Ort der Quellen oder Ort bei den Wasserläufen). Wahrscheinlich kamen die niederrheinischen Siedler aus dem ebenfalls von Ahha abgeleiteten Aachen. Seit 1680 war Aken als sogenannte Immediatstadt direkt dem brandenburg-preußischen Herzogtum Magdeburg unterstellt und lag bis 1807 im Holzkreis.
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
| Jahr | Einwohner[3] | Jahr | Einwohner[4] | |
|---|---|---|---|---|
| 1875 | 5.092 | 1970 | 12.154 | |
| 1880 | 5.284 | 1990 | 10.223 | |
| 1890 | 6.109 | 1995 | 10.186 | |
| 1933 | 10.151 | 2000 | 9.777 | |
| 1939 | 11.490 | 2005 | 9.017 | |
| 2011 | 8.197 |
Politik[Bearbeiten]
Stadtrat[Bearbeiten]
Nach der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 haben sich in Aken folgende Fraktionen im Stadtrat gebildet:
| Liste: | SPD | CDU | Linke/Grüne | FDP | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Sitze: | 8 | 6 | 4 | 2 | 20 Sitze |
Bürgermeister[Bearbeiten]
Bürgermeister von Aken ist seit 1990 der Sozialdemokrat Hansjochen Müller. Er wurde in den Jahren 1994, 2001 und zuletzt am 9. März 2008 im Amt bestätigt.
Ortschaftsräte[Bearbeiten]
In den Ortschaften Kleinzerbst, Kühren, Mennewitz und Susigke wird die Ortschaftsverfassung gemäß §§ 86 ff. der Gemeindeordnung Sachsen-Anhalt eingeführt. Die Zahl der Mitglieder in den Ortschaftsräten wird mit fünf festgelegt.
Dienstsiegel[Bearbeiten]
Die Stadt Aken (Elbe) führt ein Dienstsiegel. Im Dienstsiegel ist folgendes Bildsiegel dargestellt: „Unter einem hohen gotischen Bogen, zwischen zwei gezinnten Rundtürmen mit Spitzdach, auf gequadertem Sockel stehend ein Bischof mit erhobener rechter Hand und zum Schwur ausgestreckten Fingern, der in der linken Hand den Bischofsstab hält. Die Türme sind von je einem kleinen schwebenden quergeteilten rot-weißen Wappenschild mit dem Kopf des heiligen Mauritius beseitet.“
Das Siegel ist mit der Umschrift Signetum Burgensium Urbis Aquensis Fidelis Filiae Ecclesiae Magdeburgensis (Siegel der Bürger der Stadt Aken, der treuen Tochter der Magdeburger Kirche) auf gelbem Untergrund versehen.
Stadtflagge[Bearbeiten]
Die Flagge der Stadt zeigt die Farben rot/weiß. Auf der Flagge befindet sich das farbliche Bildsiegel der Stadt.
Städtepartnerschaften[Bearbeiten]
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
- Historisches Rathaus
- Mittelalterliche Stadtkirchen: St. Nikolai und St. Marien
- „Steinerne Kemenate“: Freihaus aus dem 13. Jahrhundert mit einem Kreuztonnengewölbe.
- Stadtbefestigung aus dem Mittelalter mit drei erhaltenen Tortürmen
- Fahrgastschifffahrt auf der Elbe
- Biosphärenreservat Mittelelbe
- Geschichtsdenkmal
- Gedenkstein aus dem Jahre 1948 am Thälmannpark - heute Bismarckplatz - für die örtlichen Opfer des Faschismus, mit acht namentlich genannten NS-Gegnern sowie neun namentlich genannten jüdischen Opfern der Shoa
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]
Verkehr[Bearbeiten]
Mit der Bahnstrecke Köthen–Aken existierte eine Verbindung zur Kreisstadt Köthen (Anhalt). Aken war Endhaltebahnhof. Der ÖPNV wurde zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2007 auf dieser Strecke eingestellt.
Aken verfügt seit 1891 (Baubeginn: 1889) über einen Binnenhafen.
Aken liegt an der B 187a von Zerbst/Anhalt nach Köthen, der einzigen direkten Straßenverbindung zwischen diesen beiden Städten, die zwischen Aken und Steutz durch eine Gierseilfähre unterbrochen wird. Außerdem bestehen Straßenverbindungen nach Calbe (Saale) und Dessau-Roßlau durch die L 63. Vom südöstlichen Stadtrand gelangt man zu den Ortsteilen Susigke und Kleinzerbst und weiter nach Elsnigk zur B 185.
Der Hafen der Stadt Aken wurde Ende des 19. Jahrhunderts angelegt. Nach der politischen Wende 1989 war der Betrieb zunächst von der Treuhandanstalt verwaltet, bis 1993 die Stadt Aken das Unternehmen übernahm. Sie gründete die Hafenbetrieb Aken GmbH, und bis 2008 wurden etwa 15,5 Millionen Euro unter anderem in einen trimodalen Container-Terminal sowie einen Schwergut-Terminal investiert.[5]
Ortsansässige Unternehmen[Bearbeiten]
- Hafenbetrieb Aken GmbH
- PILKINGTON Automotive Deutschland GmbH, Werk Aken (vormals Flachglaswerk Aken)
- RHI Refractories Didier-Werke AG, Werk Aken (vormals Magnesitwerk Aken)
- Schiffswerft Georg Placke GmbH
- Woodward Governor Germany GmbH (vormals Einspritzgerätewerk Aken)
- Stahlbau GmbH Heenemann & Sohn
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
Ehrenbürger[Bearbeiten]
- 1839: Leopold Olberg (1770–1854), Königl. Regierungs- und Forstrat anlässlich des 50. Dienstjubiläum im Dezember 1839
- 1848: Franz Gustav Geiss, Apothekenbesitzer, in Anerkennung seines Wirkens bei der Erwerbung der "königl. Domaine" (heutige Sekundarschule)
- 1863: Friedrich Wilhelm Steinbrecht (1796–1881), Leutnant im Freikorps Lützows, Lehrer und Küster; anlässlich des 50. Dienstjubiläum im November 1863
- 1873: Daniel Heinrich Gottfried Cuhrt, Lehrer und Kantor; anlässlich des 50. Dienstjubiläum im November 1873
- 1915: Georg Placke, Holzhändler, Schiffbauereibesitzer, Deichhauptmann, Major a. D. im März 1915
- 2001: Otto Benecke (1926–2010), Lehrer und Leiter des Heimatmuseums[6]
- 2009: Friedrich Dickmann, ev. Pfarrer und Stadtrat
Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]
- August Ludwig Hülsen, deutscher Philosoph der Frühromantik
- Theodor von Sickel, deutsch-österreichischer Historiker
- Emilie Winkelmann, deutsche Architektin
- Bernd Dießner, deutscher Leichtathlet
- Karl Bischoff, deutscher Germanist und Hochschullehrer
- Otto Karl Emil Witte, Bischof in Hamburg[7]
- Dirk Thiele, deutscher Sportreporter
Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen[Bearbeiten]
- Friedrich Ernst Arnold Werner Nolopp, Lehrer, Dirigent, Komponist
- Bernhard von Beauvryé, Erbauer des Palais Beauvryé in Berlin, preußischer General, 1747 Amtshauptmann von Aken
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ Erika Schmidt-Thielbeer: Kleinzerbst: ein germanisches Gräberfeld der Spätlatènezeit und der frühen römischen Kaiserzeit aus dem Landkreis Köthen, Band 51 der Veröffentlichungen des Landesamtes für Archäologie, Landesmuseum für Vorgeschichte, Sachsen-Anhalt, 1998
- ↑ Quellen 1875-1939: Statistik des Deutschen Reichs, Alte Folge Band 57; (neu) Bände 150, 240, 401, 450, 451, 552 (Verlag für Sozialpolitik, Wirtschaft und Statistik Berlin)
- ↑ Quellen ab 1970: Stadt Aken (Elbe)
- ↑ Mitteldeutsche Zeitung - Köthener Zeitung, Positive Bilanz vom Elbufer - 15,5 Millionen Euro wurden hier in 15 Jahren investiert, 19. Sept. 2008
- ↑ Nachruf (PDF; 1,2 MB) im Akener Nachrichtenblatt vom 27. August 2010
- ↑ Siehe Rainer Hering: Witte, Otto Karl Emil. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 13, Bautz, Herzberg 1998, ISBN 3-88309-072-7, Sp. 1427–1439.
Weblinks[Bearbeiten]
Aken (Elbe) | Bitterfeld-Wolfen | Köthen (Anhalt) | Muldestausee | Osternienburger Land | Raguhn-Jeßnitz | Sandersdorf-Brehna | Südliches Anhalt | Zerbst/Anhalt | Zörbig
