Akihiro Ōhata

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Akihiro Ōhata (jap. 大畠 章宏, Ōhata Akihiro; * 5. Oktober 1947 in Jōhoku (heute: Shirosato), Präfektur Ibaraki) ist ein japanischer Politiker der Demokratischen Partei, Abgeordneter im Shūgiin für den 5. Wahlkreis Ibaraki und von Januar bis September 2011 Infrastrukturminister im Kabinett Kan. Innerparteilich führt er seit 2011 seine eigene Faktion, die Ōhata-Gruppe, formal Sokōkai (素交会).

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Ōhata, Absolvent der Technischen Universität Musashi, der heutigen „Universität der Stadt Tokio“ (Tōkyō toshi daigaku), arbeitete nach seinem Shūshi-Abschluss (修士, Master) zunächst für Hitachi Seisakusho, wo er ab 1978 für die Gewerkschaft tätig war.

1986 wurde Ōhata ins Präfekturparlament Ibaraki gewählt und wechselte 1990 in die nationale Politik, als er für die Sozialistische Partei Japans (SPJ) im dreimandatigen 2. Wahlkreis Ibaraki mit dem zweithöchsten Stimmenanteil erstmals ins Shūgiin gewählt wurde. Seit der Wahl 1996, vor der er sich der neu gegründeten Demokratischen Partei anschloss, kandidiert Ōhata im neuen Einzelwahlkreis Ibaraki 5, den er im ersten Anlauf an Ex-Arbeitsminister Shumpei Tsukahara (LDP) verlor (Wiederwahl über den Verhältniswahlblock Nord-Kantō), danach aber fünfmal in Folge gewann.

Im Shūgiin war Ōhata unter anderem Vorsitzender des Sonderausschusses für Kohleförderung (1997) und des Kabinettsausschusses (2001/02). 2002 und 2007 war er unter den Parteivorsitzenden Naoto Kan und Ichirō Ozawa Mitglied im „nächsten Kabinett“, dem Schattenkabinett der Demokratischen Partei.

2010 berief Premierminister Naoto Kan Ōhata als Nachfolger von Masayuki Naoshima zum Minister für Wirtschaft, Handel und Industrie in sein Kabinett. Bei der Kabinettsumbildung im Januar 2011 ersetzte er Sumio Mabuchi, der aus dem Kabinett ausschied, als Minister für Land, Infrastruktur und Verkehr, sein Nachfolger als Wirtschaftsminister wurde Banri Kaieda.

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