Akka (Marokko)

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Akka
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Akka (Marokko)
Akka
Akka
Basisdaten
Staat: Marokko
Region: Guelmim-Es Semara
Provinz: Tata (Provinz)
Koordinaten 29° 23′ N, 8° 15′ W29.390833333333-8.2563888888889670Koordinaten: 29° 23′ N, 8° 15′ W
Einwohner: 7.500
Höhe: 670 m

Akka (arabisch: أقا) ist eine Oasenstadt mit etwa 7.500 Einwohnern in der Provinz Tata in der Region Guelmim-Es Semara im Süden Marokkos.

Lage[Bearbeiten]

Die etwa 670 m hoch gelegene Kleinstadt Akka liegt am Rand der etwa 1000 m hohen Berggipfel der südlichen Ausläufer des Anti-Atlas-Gebirges etwa 146 km (Fahrtstrecke) östlich von Taghjijt an der Nationalstraße 12. Bis nach Tata sind es gut 60 km in nordöstlicher Richtung.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Bevölkerung Akkas besteht nahezu ausschließlich aus Angehörigen verschiedener Berberstämme der Umgebung. Die meisten sind – wegen ausbleibender Regenfälle in ihren Heimatdörfern, aber auch aus soziokulturellen Gründen (Hoffnung auf Arbeit, Verbesserung der materiellen Lebensbedingungen und der Gesundheitsvorsorge, bessere Möglichkeiten zur schulischen Ausbildung der Kinder etc.) – seit den 1970er Jahren zugewandert.

Wirtschaft[Bearbeiten]

In früheren Jahrhunderten stand die Selbstversorgung im Zentrum des Wirtschaftens. Erst nach Fertigstellung einer Piste von Guelmim über Akka nach Tata und weiter nach Ouarzazate während der französischen Kolonialzeit konnten die in der Dattelpalmenoase erzeugten Lebensmittel auch auf regionalen oder überregionalen Märkten abgesetzt werden. Gleichzeitig kamen neue Gemüsepflanzen (Kartoffeln, Tomaten etc.) in die Gegend und bereicherten den Speiseplan. Auch heute noch beherrscht die Oasenwirtschaft das Leben der meisten Bewohner; produziert werden in erster Linie Datteln, Oliven, Weintrauben, Granatäpfel und Feigen, aber auch Getreide- (Gerste, Weizen, Mais) und Gemüseanbau (Ackerbohnen, Möhren, Tomaten etc.) ist möglich. Über den Bereich der Landwirtschaft hinaus haben sich viele Kleinunternehmen im Handwerks-, Geschäfts- und Dienstleistungssektor entwickelt.

Geschichte[Bearbeiten]

Wie bei allen Berberdörfern fehlt zur Geschichte von Akka jedwede schriftliche Überlieferung. Man kann jedoch davon ausgehen, dass die Palmenoase bereits von frühen Jägern und Sammlern entdeckt und einige Jahrhunderte später von Nomaden dauerhaft besiedelt wurde. Das Vieh (Schafe, Ziegen, Hühner) konnte jedoch nicht mehr frei herumlaufen, sondern musste in Pferchen oder Ställen gehalten werden, wodurch sich der Bestand erheblich verkleinerte. In der Phase der Sesshaftwerdung waren wiederkehrende und oft genug tödlich endende Konflikte zwischen den Oasenbewohnern und umherziehenden Viehnomaden nicht selten. Im Mittelalter war die Oase von Akka wahrscheinlich – zumindest zeitweise – ein wichtiger Karawanenort.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Einige der neuen Häuser im Zentrum von Akka haben – eine Seltenheit in Marokko – vor der Sonne schützende Arkadenvorbauten im Erdgeschoss. Im etwa 3 km nordöstlich gelegenen Vorort Azro befinden sich die Ruinen einer Festungsanlage (kasbah) aus dem 19. Jahrhundert und eines Kollektivspeichers (Agadir) zur sicheren Aufbewahrung von Nahrungsvorräten, Ackergerätschaften und sonstigen Wertgegenständen. Inmitten der etwa 8 km nördlich von Akka gelegenen Ortschaft Agadir Amghar steht auf einem kleinen Hügel der noch etwa 10 m hohe Stumpf eines aus Lehmziegeln erbauten Minaretts, das wegen seines auffälligen Rautendekors von vielen noch ins 12. oder 13. Jahrhundert, also in die Epoche der Almohaden, datiert wird. Die benachbarte, aus Stampflehm errichtete Moschee ist nahezu verschwunden. In der Nähe des Weges zwischen Aït Rahal und der nordwestlich gelegenen Felsschlucht von Targannt finden sich einige Felszeichnungen, an denen man ohne ortskundigen Führer jedoch vorbeiläuft. Gleiches gilt für die Petroglyphen beim etwa 7 km östlich von Akka gelegenen Ort Oum el Alek.

Weblinks[Bearbeiten]