Akme

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Dionysos und die Nymphe Akme, Haus des Dionysos, Paphos (Zypern), 4. Jh. n. Chr.

Akme (griechisch ἀκμή, Aussprache akmḗ) bedeutet „Reife“, „Höhepunkt“. Davon ist (durch Verballhornung) Akne abgeleitet.

In der antiken Geschichtsschreibung wurde der Begriff für die chronologische Einordnung von Personen verwendet. Gemeint war die Zeit um das 40. Lebensjahr, von der man annahm, dass der Mensch hier den Höhepunkt seiner Schaffenskraft erreiche. Das lateinische Äquivalent dieses Fachbegriffs war floruit (‚er blühte‘), vom Verb florere (‚blühen‘). NN floruit anno X heißt ‚NN blühte im Jahr X‘, das bedeutet: ‚NN war im Jahr X (ungefähr) 40 Jahre alt‘. In diesem Sinne wird der Begriff akme zur Bezeichnung des 40. Lebensjahrs in der Klassischen Altertumswissenschaft noch heute verwendet; in der Mediävistik spricht man analog vom floruit einer Person. Eine andere häufige lateinische Übersetzung von akme in antiken Quellen ist clarus habetur (‚er ist berühmt‘, im Sinne von: ‚er steht auf dem Höhepunkt seines Lebens‘).

Siehe auch[Bearbeiten]

  • bl., Abkürzung für „blühte“ mit ähnlicher Bedeutung