Akte X – Der Film

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Filmdaten
Deutscher Titel Akte X – Der Film
Originaltitel The X-Files
Alternativtitel:
The X-Files: Fight the Future
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1998
Länge Kino: 121 Minuten
DVD: 118 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Rob S. Bowman
Drehbuch Chris Carter
Produktion Chris Carter
Daniel Sackheim
Musik Mark Snow
Kamera Ward Russell
Schnitt Stephen Mark
Besetzung

Akte X – Der Film (Originaltitel: The X-Files) ist ein Science-Fiction-Thriller aus dem Jahr 1998 von Regisseur Rob Bowman. Der Film basiert auf der TV-Serie Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI und befindet sich in deren Serien-Chronologie zwischen der fünften und sechsten Staffel.

Handlung[Bearbeiten]

35.000 vor Christus, im vereisten Norden des heutigen Texas: Zwei vorzeitliche Menschen folgen den Spuren eines unbekannten Wesens im Schnee. Die Spuren führen sie in eine Höhle. Einer der beiden findet einen seiner Artgenossen in Eis eingefroren und wird kurz darauf von einer außerirdischen Kreatur mit schwarzen, mandelförmigen Augen angegriffen und getötet. Nachdem es dem zweiten gelungen ist, das Wesen zu töten, tritt eine schwarze Flüssigkeit aus dem toten Körper, fließt auf ihn zu und kriecht unter seiner Haut an seinem Körper hinauf.

Derselbe Ort, in unserer Zeit: Die Höhle liegt nun in einer ausgetrockneten Wüstengegend bei Dallas. Ein Junge namens Stevie stürzt in die bislang verschlossene Höhle und wird dort von derselben schwarzen Flüssigkeit infiziert. Zwei Männer der örtlichen Feuerwehr steigen in die Höhle und kommen nicht mehr zurück. Plötzlich erscheinen zahlreiche Personen in Schutzanzügen unter der Leitung von Dr. Ben Bronschweig – einem Wissenschaftler, der für ein geheimes Regierungsprojekt arbeitet – mit weißen, nichtgekennzeichneten LKWs und Tanklastern. Stevie wird von ihnen in einem versiegelten Behälter mitgenommen und der Öffentlichkeit gegenüber wird der Fall als ein Ausbruch von Hantaviren verschleiert.

Eine Woche später in Dallas: Eine anonyme Bombendrohung wurde für ein Regierungsgebäude ausgesprochen und das FBI lässt das Gebäude durchsuchen, kann jedoch keinen Sprengsatz finden. Die FBI-Agenten Fox Mulder und Dana Scully - welche früher die X-Akten bearbeitet haben, die inzwischen aber geschlossen wurden - durchsuchen das gegenüberliegende Gebäude, als Mulder eine Bombe in einem Getränkeautomaten entdeckt. Der befehlshabende FBI-Agent Darius Michaud schickt daraufhin alle Kollegen aus dem Gebäude und erklärt, dass er die Bombe alleine entschärfen wird. Tatsächlich unternimmt er nichts, sodass die Bombe explodiert und er dabei getötet wird.

Im FBI-Hauptquartier in Washington, D.C. müssen sich Mulder und Scully nun vor einer Kommission verantworten, wo ihnen Fehlverhalten vorgeworfen wird. Im Gebäude wurden neben ihrem Kollegen Michaud auch die Leichen von drei Feuerwehrmännern und einem kleinen Jungen gefunden. Die Kommission will Scully später nach Salt Lake City strafversetzen, sie würde jedoch lieber ihren Dienst kündigen, als dies zu akzeptieren. Mulder wird von einem Dr. Alvin Kurtzweil kontaktiert, der angibt, ein Freund seines Vaters im Außenministerium gewesen zu sein. Kurtzweil erklärt ihm, dass Michaud die Bombe nicht entschärfen sollte, um Spuren zu vernichten, dass es in dem Gebäude auch Räume der Katastrophenschutzbehörde der Regierung (FEMA) gab und die Feuerwehrmänner und der Junge bereits vor der Explosion tot waren. Zudem soll es bereits seit 50 Jahren Geheimverhandlungen mit Außerirdischen über die Entwicklung eines außerirdischen Virus geben. Da Dr. Kurtzweil auch Autor von Büchern über Verschwörungstheorien ist, nimmt ihn Mulder vorerst nicht ernst, ändert jedoch seine Meinung, nachdem er zusammen mit Scully unerlaubt ins Bethesda Naval Hospital eingedrungen ist und dort die Leiche eines der Feuerwehrmänner gesehen hat. Unterdessen versucht die Regierung, Dr. Kurtzweil zu diskreditieren, indem man ihm vorwirft, kinderpornographische Bilder im Internet zu verkaufen.

In der Höhle hat Dr. Bronschweig inzwischen ein abgeschottetes Labor errichten lassen, wo der vierte Feuerwehrmann biologisch noch am Leben ist, jedoch wächst in ihm ein außerirdischer Embryo heran, der seinen Körper verdaut. Das außerirdische Wesen ist jedoch mutiert und wächst schneller als erwartet zu voller Größe heran und bricht aus dem Körper aus. Nachdem Dr. Bronschweig von dem Wesen überrascht und von ihm getötet worden ist, versiegeln die Mitarbeiter die Höhle wieder.

Mulder und Scully folgen einem Zug mit den weißen Tanklastern, der sie zu einem riesigen Maisfeld mitten in der Wüste führt. In deren Mitte stehen zwei riesige Kuppeln, in welchen afrikanisierte Honigbienen gehalten werden. Dort wird mit Bestäubungstechniken experimentiert, um das außerirdische Virus über genmanipuliertem Mais zu verbreiten. Eine der Bienen schlüpft unbemerkt in Scullys Kleidung und sticht sie später. Nachdem sie ins Koma gefallen ist, schickt man ihr einen falschen Krankenwagen, mit dem man sie entführt, und man bringt sie mit dem Flugzeug in die Antarktis. Als Mulder Kurtzweil treffen will, ist dieser verschwunden und er trifft auf einen gepflegten Mann aus England, der Teil der Verschwörung ist. Entgegen seinem Auftrag tötet er Mulder jedoch nicht, sondern übergibt ihm einen schwachen Impfstoff gegen das Virus, sowie die Koordinaten des Aufenthaltsorts von Scully und sprengt sich danach in seinem Wagen in die Luft.

Die Koordinaten führen Mulder zu einer Eisstation in Wilkesland, unter der sich in unterirdischen Räumen zahlreiche Kälteschlaftanks mit infizierten Menschen befinden. Nachdem er Scully befreien und ihr den Impfstoff injizieren kann, wird das System kontaminiert und es kommen die stabilen Umweltbedingungen aus dem Gleichgewicht. Die Außerirdischen erwachen aus ihrem Kälteschlaf und die unterirdischen Räume entpuppen sich als gewaltiges Raumschiff unter dem Eis, das daraufhin startet und wegfliegt.

Nach dem Verschwinden des Raumschiffes werden alle Hinweise vertuscht und Belege des Projekts vernichtet. Scullys Geschichte wird vor der FBI-Kommission nicht geglaubt, den einzigen übriggebliebenen Beweis den sie hat, ist die tote Biene, die sie gestochen hat, jedoch hat das FBI auch keine Abteilung mehr, die solche Fälle untersuchen könnte.

In der letzten Szene sieht man in der tunesischen Wüste bei Foum Tataouine gewaltige Maisfelder und Kuppeln und man erfährt, dass die X-Akten nun wieder geöffnet wurden.

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Die Ereignisse des Films spielen zwischen der letzten Folge der fünften Staffel (Episode 117: Das Ende) und der ersten Folge der sechsten Staffel (Episode 118: Der Anfang).
  • In der Fernsehserie wurde Mulders Schwester von Außerirdischen entführt, als er 12 Jahre alt war. Im Film erfährt man nun, dass sein Vater dies zuließ, um einen Klon aus Mensch und Alien zu schaffen, damit sie als genetische Kreuzung das außerirdische Virus überleben würde.
  • Die Titel der von Dr. Kurtzweil geschriebenen Bücher lauten „The Four Horsemen Of The Global Domination Conspiracy“ und „Countdown to the Apocalypse“.
  • Im Film uriniert Mulder vor ein Filmplakat von Independence Day und in Independence Day hört man eine Figur den Satz sagen: I love The X-Files too.
  • Die Dreharbeiten begannen am 16. Juni 1997 und endeten am 20. September 1997. Gedreht wurde hauptsächlich an verschiedenen Orten in British Columbia und Kalifornien.[1]
  • Die Produktionskosten wurden auf 66 Millionen US-Dollar geschätzt. In den Kinos weltweit wurden rund 189 Millionen US-Dollar eingespielt, davon rund 84 Millionen US-Dollar in den USA und 15,5 Millionen US-Dollar in Deutschland.[2]

Kritiken[Bearbeiten]

„Der Kinofilm zur Fernsehserie beginnt, wo die letzte US-TV-Folge endete. Er soll eine Brücke schlagen zum nächsten, dem sechsten Serienjahr. Aber natürlich sollen sich in der Kinoversion auch bisherige ‚Akte-X‘-Ignoranten amüsieren können. Also setzt man auf Action plus Verschwörung. Das funktioniert. ‚Akte X Der Film‘ hält den Zuschauer in Spannung. Wer sich allerdings daran gewöhnt hat, mitzudenken, findet allzu viele unerklärliche Wendungen.“

Gunter Göckenjan – Berliner Zeitung[3]

„Die eigentliche Handlung des Films reduziert sich sehr bald auf eine banale und mäßig spannende »Held rettet Heldin aus den Klauen der Bösen«-Story, die in endlosem Gerede verpackt ist, das nie hinauskommt über jenes aus der Serie sattsam bekannte, hohl bedrohliche Verschwörungs-Geschwurbel – das dann wie üblich sinn- und ziellos mit einem Fortsetzung heischenden Waffenstillstand ziemlich genau da belanglos versandet, wo man zu Beginn auch schon war. Einziges Zugeständnis an den »besonderen« Status des Kinofilms ist, dass die Existenz von Außerirdischen einigermaßen zweifelsfrei bestätigt wird – aber das dürfte wohl auch nur jene bedauernswerten Geeks vom Hocker reißen, die »X-Files« schon immer als Dokumentar-Reihe gesehen haben.“

Thomas Willmann – artechock[4]

„Ein auf Kinodimensionen aufgeblähtes Serienabenteuer, das die wesentlichen Kennzeichen der Fernsehepisoden bewahrt. Trotz zahlreicher kostspieliger Effekte steht auch hier die mysteriös-unheimliche Atmosphäre im Vordergrund. Viele Handlungsdetails nutzen dabei prädisponierte Angstkomplexe des (amerikanischen) Publikums als Mittel zur Spannungssteigerung aus.“

Lexikon des Internationalen Films[5]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Fortsetzung[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Achtung, Verschwörer!. In: Der Spiegel. Nr. 33, 1998 (Interview mit Drehbuchautor Chris Carter zum Film, online).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Drehorte zum Film
  2. Finanzdaten zum Film
  3. Gunter Göckenjan: Verstrickend. In: Berliner Zeitung, 6. August 1998
  4. Filmkritik Ich schwör', eyh, Verschwörer!
  5. Akte X – Der Film im Lexikon des Internationalen Films