Akte X – Jenseits der Wahrheit
| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel | Akte X – Jenseits der Wahrheit |
| Originaltitel | The X-Files: I Want to Believe |
| Produktionsland | USA, Kanada |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2008 |
| Länge | 105 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 16 JMK 14 |
| Stab | |
| Regie | Chris Carter |
| Drehbuch | Chris Carter Frank Spotnitz |
| Produktion | Chris Carter Frank Spotnitz |
| Musik | Mark Snow |
| Kamera | Bill Roe |
| Schnitt | Richard A. Harris |
| Besetzung | |
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Akte X – Jenseits der Wahrheit (Originaltitel: The X-Files: I Want to Believe) ist ein US-amerikanisch-kanadischer Mystery-Thriller aus dem Jahr 2008. Regie führte Chris Carter, der gemeinsam mit Frank Spotnitz auch den Film produzierte sowie das Drehbuch schrieb und dabei einige Figuren aus der Fernsehserie Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI verwendete. Deutscher Kinostart war der 24. Juli 2008, US-Kinostart tags darauf am 25. Juli 2008.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Handlung
Fox Mulder und Dana Scully sind ehemalige FBI-Agenten, die sich früher mit unerklärbaren Phänomenen beschäftigten. Inzwischen haben sie den Dienst quittiert. Dana Scully arbeitet als Ärztin und behandelt einen Jungen, der an der Sandhoff-Krankheit leidet. FBI-Agent Mosely Drummy taucht eines Tages auf und überzeugt Scully, ihm zu helfen Mulder zu finden. Er verspricht eine Amnestie für Mulder, der vom FBI gejagt wird, wenn dieser ihnen helfen würde, das Verschwinden einer Reihe von jungen Frauen im US-Bundesstaat Virginia zu untersuchen. Scully führt ihn zu einem bärtigen Mulder, der in einem abgeschiedenen Haus lebt und Zeitungsausschnitte über das Paranormale sammelt.
Ein wegen Pädophilie verurteilter Geistlicher, Pater Joe, leidet unter Visionen, die mit den Ereignissen im Zusammenhang stehen. Mulder und Scully werden zu Mitgliedern des Teams, welches die Fälle untersucht. Die Hinweise von Pater Joe führen zur Entdeckung der Leiche einer der Frauen. Eine weitere Frau wird vom Schneepflug-Fahrer Janke Dacyshyn von der Straße abgedrängt und dann entführt. Pater Joe hilft dem Team wieder, die Frau zu finden. Sie entdecken auf einem Schneefeld ein Massengrab mit toten Personen und Körperteilen. Die Spuren führen zu Dacyshyn, der als Organ-Transporter arbeitet, und seinem Ehemann Franz Tomczeszyn. Tomczeszyn war eines der Opfer von Pater Joe, die dieser missbrauchte. Bei der Hausdurchsuchung kann Dacyshyn entkommen, tötet aber die FBI-Agentin Whitney.
Als Scully Pater Joe zu seinen religiösen Visionen befragt, bricht dieser zusammen und erleidet einen Anfall. Gleichzeitig bricht auch Tomczeszyn zusammen. Pater Joe leidet unter einem fortgeschrittenen Bronchialkarzinom. Mulder untersucht derweil das Gelände von Dacyshyn. Dabei unterbricht er das Team von Dacyshyn dabei, wie sie den Kopf von Tomczeszyn auf den Körper eines jungen Mädchens transplantieren wollen. Mulder wird dabei aber überwältigt und unter Drogen gesetzt. Scully gelingt es, Mulder mit der Hilfe von Ex-FBI-Boss Walter Skinner zu orten. Sie können Dacyshyn überwältigen und Mulder sowie eine junge Frau befreien.
[Bearbeiten] Kritiken
„Zwar krankt der Film in der ersten Hälfte an dramaturgischen Längen, überzeugt schließlich aber doch als reizvolle Reminiszenz, die ihre Wirkung vor allem aus dem alltäglichen irdischen Wahnsinn bezieht.“
Der Standard urteilte, der Film erinnere ein wenig an „jüngeren Splatter-Horror à la Saw oder Hostel“, ohne allerdings ähnlich brutal zu sein. Andererseits setze er sich aber „nicht genügend von herkömmlichen US-Serienmörderthrillern ab“, da spezifische Akte-X-Elemente nur schwach ausgeprägt seien und daher „deplatziert“ wirkten.[2]
Stärker kritisierte die Süddeutsche Zeitung den Film: „Die Frage der seriellen Abnutzung, der unheilbaren Thrill-Erschöpfung, sie prägt „Akte X – Jenseits der Wahrheit“ von Anfang an.“ Man habe „bald das Gefühl, dass eigentlich gar nichts zusammenpasst: Die Vergangenheit der Figuren dementiert ihre Gegenwart […] und Mulder und Scully wissen so wenig wie eh und je, was sie miteinander anfangen sollen – auch wenn sie nun völlig unmotiviert zwischen schwermütigem Einzelgängertum und zärtlichen Kuschelszenen hin- und herspringen.“ Die Handlung bringe nur ein weiteres Monster der Woche zur Strecke, ohne auf einen größeren Handlungsbogen hinzuweisen, dies wecke „den Verdacht, dass „da draußen“ schon immer nur eines war: nichts.“[3]
[Bearbeiten] Hintergründe
Die Vorbereitung der Produktion des Films begann im Jahr 2001; die Veröffentlichung war zuerst für 2004 geplant.[4] Es kam zu Verzögerungen, die Medien berichteten jedoch über die Absicht der Beteiligten, den Film zu drehen.[5]
Der Film wurde in Vancouver und in verschiedenen anderen Orten in British Columbia gedreht.[6] Seine Produktionskosten betrugen schätzungsweise 35 Millionen US-Dollar.[7] Der Film startete in den Kinos einiger Länder wie Australien, Deutschland und Schweiz am 24. Juli 2008. Der Kinostart u.a. in den USA und in Österreich folgte am 25. Juli 2008.[8]
Die der Fernsehserie Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI entstammenden Figuren der FBI-Ermittler Fox Mulder und Dana Scully wurden ebenfalls im Spielfilm Akte X – Der Film aus dem Jahr 1998 verwendet, in dem sie – genauso wie in der Serie – von David Duchovny und Gillian Anderson verkörpert wurden.
David Duchovnys deutsche Standardstimme Benjamin Völz, der auch bisher stets als Mulder zu hören war, wurde gegen Johannes Baasner ausgetauscht. Der Wechsel fand statt, da man Völz’ Gagenvorstellung von 20.000 Euro nicht gerecht werden wollte. Nachdem sich mehrere bekanntere Sprecher mit ihm solidarisierten und ebenfalls die gleiche Summe forderten, übernahm schließlich Baasner unter dem Pseudonym Johannes Berenz für ein Zehntel der Forderung den Part.[9]
Am Ende des Abspanns sieht man Scully und Mulder in einem Ruderboot sitzen und den Zuschauern zuwinken.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Filmkritik im Filmlexikon von Kabel 1. Abgerufen am 2010. Januar 5.
- ↑ Isabella Reicher (23. Juli 2008): Ungläubige auf ewiger Spurensuche. Der Standard. Abgerufen am 5. Januar 2010.
- ↑ Tobias Kniebe (24. Juli 2008): Monster der Woche. Süddeutsche Zeitung. Abgerufen am 5. Januar 2010.
- ↑ Carter sheds light on X-FILES 2 vom 11. April 2002, abgerufen am 10. Juli 2008
- ↑ Duchovny expects second 'X-Files' movie in der USA Today vom 8. April 2004, abgerufen am 10. Juli 2008
- ↑ Filming locations for The X-Files: I Want to Believe, abgerufen am 10. Juli 2008
- ↑ Box office / business for The X-Files: I Want to Believe, abgerufen am 10. Juli 2008
- ↑ Release dates for The X-Files: I Want to Believe, abgerufen am 10. Juli 2008
- ↑ Boris Walfort (20. Juli 2008): Akte X - Jenseits der Wahrheit - die Wahrheit über Mulders neue Stimme. www.treknews.de. Abgerufen am 5. Januar 2010.
[Bearbeiten] Weblinks
- Akte X – Jenseits der Wahrheit in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database
- Offizielle Webseite (englisch)
- Offizielle deutsche Website zum Film
- Sammlung von Kritiken zu Akte X – Jenseits der Wahrheit bei Rotten Tomatoes (englisch)
- Gesammelte Zeitungskritiken zu Akte X – Jenseits der Wahrheit auf Metacritic.com (englisch)
- Zusammenstellung von Pressekritiken auf film-zeit.de (deutsch)
- Vergleich der Schnittfassungen Kinofassung - Director's Cut, RTL ab 12 - FSK 16 von Akte X – Jenseits der Wahrheit bei Schnittberichte.com