Aktorik

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschreibt die Aktorik als Prozess. Den Signalgeber nennt man Aktor.

Die Aktorik, oft auch wegen des englischen Begriffs „actuator“ als Aktuatorik bezeichnet, ist ein Teilgebiet der Antriebstechnik, wobei der Begriff Aktorik allgemein das Erzeugen einer Bewegung oder Verformung bezeichnet und somit in vielen technischen Disziplinen wie z. B. der Regelungstechnik, Automatisierungstechnik oder Mechatronik verwendet wird.

Aktoren (Wandler; Antriebselemente) setzen die elektronischen Signale (z. B. vom Steuerungscomputer ausgehende Befehle) in mechanische Bewegung oder andere physikalische Größen (z. B. Druck oder Temperatur) um und greifen damit aktiv in das Regelungssystem ein und/oder geben Sollgrößen vor.

Im klassischen Sinne kann Aktorik jede Art von Bewegungserzeugung sein:

Die Benutzerschnittstelle von elektromechanischen Aktoren ist oft eine Kabelfernbedienung oder eine Funkfernbedienung.

Eine Spezialisierung der Aktorik als Wissenschaft fand in den letzten Jahren statt.

Neue piezoelektrische Verbundwerkstoffe erlauben die Erfassung und Erzeugung von Bewegungen auf neue Art und Weise:

  • Erzeugen von Bewegung: Man legt ein elektrisches Feld in definierter Polungsrichtung an einen piezoelektrischen Verbundwerkstoff an: das Resultat ist eine gezielte Verformung (Kontraktion, Elongation, Scherung). Anwendungen z. B. Pumpen ohne Motor (Prinzip ähnlich wie die menschliche Speiseröhre)
  • Erfassen von Bewegung: Eine Kraft deformiert das piezoelektrische Element und ruft somit einen zur Deformation proportionalen Potentialunterschied hervor. Anwendung: Aktive und/oder adaptive Vibrationskontrolle, Lärmreduktion, Erhöhung der Positioniergenauigkeit hochdynamischer Systeme.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]