al-Amir

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Al-Amir (arabisch ‏الآمر بأحكام الله‎ al-Amir bi-Ahkamillah, DMG al-Āmir bi-Aḥkāmi 'l-Lāh; * 1096; † 1130) war der zehnte Kalif der Fatimiden.

Ebenso wie sein Vater al-Mustali (reg. 1094–1101) stand al-Amir nach der Erhebung zum Kalifen der Fatimiden unter der Kontrolle des Regenten al-Afdal Schahanschah (reg. 1094–1121) und hatte nur geringen Einfluss auf die Politik. Allerdings gelang ihm nach dem Sturz von al-Afdal (1121) die Übernahme der Regierung. Diese war aber durch den Verlust des Stützpunkts Tyros an die Kreuzfahrer belastet (1124). Außerdem schwelte die Spaltung zwischen den Nizariten/Assassinen und Musta'liten innerhalb der Ismailiten weiter. Diese Spannungen gipfelten in der Ermordung von al-Amir durch die Assassinen am 7. Oktober 1130.

Da kein direkter Thronfolger zur Verfügung stand, führte dies zu neuen Machtkämpfen unter den Fatimiden, bei denen sich mit al-Hafiz (reg. 1130–1149) ein Vetter von al-Amir durchsetzen konnte.