al-Hafiz

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Dieser Artikel beschreibt den Fatimidenkalif, weitere Bedeutungen finden sich unter Hafiz (Begriffsklärung).

al-Hafiz (arabisch ‏الحافظ لدين الله‎, DMG al-Ḥāfiẓ li-Dīni llāh; † 1149) war der elfte Kalif der Fatimiden (1130–1149).

Er trat als Vetter von al-Amir (1101–1130) nach dessen Ermordung durch die Assassinen die Herrschaft im Fatimidenreich an. Da al-Amir aber keinen Sohn hinterlassen hatte, war die Thronfolge von al-Hafiz unter den Ismailiten nicht unumstritten. So erkannte ein Teil der Ismailiten den angeblichen Sohn at-Tayyib als rechtmäßigen Nachfolger an. Dies führte zu einer neuen Spaltung dieses Zweiges der Schiiten.

Unter al-Hafiz war die Macht der Fatimiden nur noch auf Ägypten begrenzt. Aber auch hier war ihre Herrschaft nicht mehr unangefochten. So kam es zu andauernden Machtkämpfen zwischen Ministern, Statthaltern und Generälen, welche die Abwehrkraft des Reiches gegen die Expansion der Kreuzfahrer erheblich schwächte.

1149 trat az-Zafir (1149–1154) die Nachfolge von al-Hafiz an.

Literatur[Bearbeiten]

  • Farhad Daftary: Historical Dictionary of the Ismailis (Historical Dictionaries of Peoples and Cultures). Rowman & Littlefield 2011 (Online-Auszug)

Siehe auch[Bearbeiten]