al-Mu'tazz bi-'llāh

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al-Mu'tazz bi-'llāh, Mohammed ibn Dscha'far, arabisch ‏المعتز بالله, محمد بن جعفر‎, DMG al-Muʿtazz bi-ʾllāh, Muḥammad b. Ǧaʿfar (* 847, † 869), war der dreizehnte Kalif der Abbasiden (866–869).

Abu Abdallah Muhammad ibn Dscha'far, al-Mu'tazz bi-'llāh, wurde 865 in Samarra von den türkischen Truppen als Kalif eingesetzt, als Kalif al-Musta'in (862–866) nach Bagdad geflohen war, um sich dem türkischen Einfluss zu entziehen. Nachdem die türkischen Truppen al-Musta'in zur Kapitulation und Abdankung gezwungen hatten, wurde al-Mu'tazz allgemein als neuer Kalif anerkannt. Später ließ er seinen Vorgänger trotz Sicherheitszusagen ermorden.

Allerdings konnte sich al-Mu'tazz bei seiner Herrschaft nur auf die türkischen Truppen stützen, da die Tahiriden in Chorassan und die Araber während des Bürgerkriegs al-Musta'in unterstützt hatten. Um diese starke Abhängigkeit von den Türken zu verringern, versuchte er, die türkischen Befehlshaber gegeneinander auszuspielen. Allerdings verlor er damit Ansehen und Autorität.

Da wegen der Machtkämpfe in Samarra die Statthalter in den Provinzen an Autonomie oder sogar Unabhängigkeit gewannen (siehe: Tuluniden), verschärfte sich die Finanzsituation für al-Mu'tazz. Als die Soldforderungen der türkischen Truppen nicht mehr befriedigt werden konnten, wurde al-Mu'tazz im Juli 869 gestürzt und getötet. Als Nachfolger setzten die türkischen Militärs al-Muhtadi (869–870) ein.

Vorgänger Amt Nachfolger
al-Musta'in bi-llah Kalif der Abbasiden
866–869
al-Muhtadi