al-Qaida im Jemen

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al-Qaida im Jemen

Die Aktivitäten der Terrororganisation al-Qaida im Jemen begannen im Jahr 2001 durch Angriffe der islamistischen Terroristen des al-Qaida-Netzwerks und eskalierten am 14. Januar 2010, als der Jemen seinerseits der al-Qaida den offenen Krieg erklärte.[1][2] Neben dem landesweiten Kampf gegen die sunnitische al-Qaida in mehreren Provinzen, kämpfen im Nordjemen auch schiitische Aufständische, und im Süden erhalten Separatisten Zulauf, siehe Südjemen-Aufstand.[3]

Die al-Qaida im Jemen wird unterstützt von der Harakat al-Shabaab Mujahideen.[4]

Die Oberkommandierenden der jemenitischen Streitkräfte sind Präsident Ali Abdullah Saleh und Ali Mohammed Mujur. Die Terrorführer der Islamisten sind Nasir al-Wuhayshi, Said Ali al-Shihri und Qasim al-Raymi. Insgesamt kämpfen bis zu 10.000 jemenitische Soldaten[5] mit einigen dutzend amerikanischen Streitkräften[6] gegen 300[7] islamistische Terroristen. Insgesamt wurden über 85 Personen auf der Seite der jemenitischen Regierung getötet.[8][9] Höchstens 105 al-Qaida-Kämpfer sind seit Ausbruch des Konflikts getötet worden.[10] Dagegen sind mindestens 45 Zivilisten umgekommen.[3][11][12]

Hintergrund[Bearbeiten]

Jemen ist unter Druck geraten, gegen al-Qaida zu handeln, seit Angriffe auf seine beiden wichtigsten Verbündeten, Saudi-Arabien und Vereinigte Staaten von Amerika, von jemenitischen Boden ausgingen. Erste al-Qaida-Anschläge trafen im Jahr 2000 die Bombardierung der USS Cole und 2008 die amerikanischen Botschaft, sowie in mehreren Fällen ausländische Touristen.

Der Jemen intensivierte seine Aktivitäten gegen al-Qaida Ende 2009, nachdem die Organisation sich zu dem gescheiterten Versuch bekannte, Northwest-Airlines-Flug 253 im Landeanflug auf Detroit in die Luft zu sprengen. Berichten zufolge kam es seit 2009 zu erheblichen amerikanischen Engagement in jemenitischen Operationen gegen al-Qaida, einschließlich Ausbildung, Austausch nachrichtendienstlicher Erkenntnisse und "mehrerer Dutzend Truppen" aus dem Joint Special Operations Command.[6]

Geschichte[Bearbeiten]

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  • 17. Dezember 2009: jemenitische Land- und Luftstreitkräfte führen Razzien durch in Sana'a (13 Verhaftungen), Arhab (4 Tote und 4 Verhaftungen) und einem angeblichen Trainingslager in al-Maajala, Abyan (24-30 Tote).[13]
  • 24. Dezember 2009: Jemenitische Sicherheitskräfte starteten einen Luftangriff gegen ein mutmaßliches al-Qaida-Treffen in Shabwa und töteten rund 30 Personen. Berichten zufolge war Anwar al-Awlaki[14] ein Ziel des Angriffes.
  • 4. Januar 2010: Jemenitische Sicherheitskräfte töten zwei mutmaßliche Militante nördlich der Hauptstadt.[15]
  • 6. Januar 2010: Jemenitische Truppen verhaften drei mutmaßliche al-Qaida-Kämpfer.[16]
  • 13. Januar 2010: Der mutmaßliche Anführer einer al-Qaida-Zelle in Jemen, Abdullah Mehdar, wird im Gouvernement Schabwa von Streitkräften während eines Schusswechsels mit Sicherheitskräften getötet.[17]
  • 14. Januar 2010: Laut einer Stellungnahme jemenitischer Sicherheitskräfte tötet ein Luftschlag der jemeninitischen Armee sechs mutmaßliche al-Qaida-Kämpfer.[2]
  • 15. Januar 2010: Jemenitische Sicherheitskräfte durchkämmen zerklüftete Berge mit Hilfe von Hubschraubern und jagen rund 25 mutmaßliche al-Qaida-Kämpfer.[18]
  • 17. Januar 2010: Eine radikal-islamistische Gruppe behauptet, somalische und jemenitische al-Qaida-Kämpfer würden die Kampfplätze tauschen. Dieser Austausch von Kämpfern zeige die enge Verbindung beider Länder, behauptet ein al-Shabab-Sprecher.[19]
  • 20. Januar 2010: Die jemenitische Luftwaffe bombardiert das Haus eines mutmaßlichen al-Qaida-Führers, Ayed al-Shabwani.[20]
  • 21. Januar 2010: Um "terroristische Infiltrationen" zu stoppen, entschieden jemenitische Behörden, nur noch Visa durch die jeweiligen Botschaften ausstellen zu lassen. Die Praxis der Erteilung von Visa an Ausländer bei der Einreise wurde eingestellt.[21]
  • 8. Februar 2010: Der lokale al-Qaida-Führer Said Ali al-Shahri veröffentlicht eine Online-Audio-Mitteilung mit dem Aufruf zum Dschihad auf der Arabischen Halbinsel.[22]
  • 16. März 2010: Provinz Abyan: Zwei al-Qaida-Kämpfer wurden durch Luftangriffe der jemenitischen Luftwaffe getötet.[23]
  • 2011: US-Kampfdrohnen töten für al-Qaida kämpfende US-Staatsbürger im Jemen (darunter Anwar al-Awlaki).
  • Im Januar 2012 erobern al-Qaida Kämpfer unter Führung von Tareq al-Dahab die Stadt Rada'a und ziehen nach einer Woche wieder ab.[24]
  • 10. September 2012: Jemenitische Truppen melden (wie schon im Dezember 2009) fälschlicherweise den Tod des örtlichen al-Qaida-Führers Said Ali al-Schahri.[25] Tatsächlich wurde al-Schahri offenbar im Dezember 2012 bei einem Drohnenangriff tödlich verletzt und im Januar 2013 für tot erklärt.[26]
  • 12. Dezember 2013: Ein US-Drohnenangriff in Rada'a tötet zwischen neun und 12 Militante. Das eigentliche Ziel des Angriffs, Shawqi Ali Ahmad al-Badani, entkommt verwundet.[27]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Reuters AlertNet - Yemen in war with al Qaeda, urges citizens to help. Alertnet.org. 14. Januar 2010. Abgerufen am 3. März 2010.
  2. a b Middle East - Yemeni al-Qaeda suspects 'killed'. Al Jazeera English. 16. Januar 2010. Abgerufen am 3. März 2010.
  3. a b Hugh MacLeod and Nasser Arrabyee: Yemeni air attacks on al-Qaida fighters risk mobilising hostile tribes. 
  4. Martin Plaut: Somalia and Yemen 'swapping militants', BBC News. 17. Januar 2010. Abgerufen am 8. Februar 2010. 
  5. Yemeni troops target al-Qaeda, Al Jazeera. 5. Januar 2010. Abgerufen am 23. Januar 2010. 
  6. a b Dana Priest: U.S. military teams, intelligence deeply involved in aiding Yemen on strikes, The Washington Post. 27. Januar 2010. 
  7. Yemen says may harbor up to 300 Qaeda suspects, Reuters. 29. Dezember 2009. Abgerufen am 23. Januar 2010. 
  8. Yemeni government casualties: In Yemen, soldiers kill al-Qaeda leader and militant ambush kills 2 troops, Yemeni troops target al-Qaeda
  9. http://www.criticalthreats.org/yemen/aqap-and-suspected-aqap-attacks-yemen-tracker-2010
  10. al-Qaeda casualties: Yemen Tribe Protecting American-Yemeni Islamic Cleric, Yemen Says It Killed 2 Militants in Arhab, In Yemen, soldiers kill al-Qaeda leader and militant ambush kills 2 troops, Yemen says al-Qaeda militant killed in clash
  11. Civilian casualties
  12. In poorest Arab state, war against terror is war without means. Irishtimes.com. 20. Januar 2010. Abgerufen am 12. September 2010.
  13. Sudarsan Raghavan: Yemen asserts 34 rebels killed in raid on Qaeda. In: The Washington Post, The Boston Globe, 18. Dezember 2009. Abgerufen am 27. Januar 2010. 
  14. Jack Healy, Shane, Scott: Yemen Says It Attacked a Meeting of Al Qaeda, The New York Times. 24. Dezember 2009. Abgerufen am 27. Januar 2010. 
  15. Yemen bắn hạ hai thành viên al-Qaeda englisch
  16. Yemen 'arrests al-Qaeda suspects' wounded in raid. BBC News. 6. Januar 2010. Abgerufen am 3. März 2010.
  17. Yemen forces 'kill al-Qaeda chief'. BBC News. 13. Januar 2010. Abgerufen am 3. März 2010.
  18. Yemen Intends to Fight al Qaeda All Alone. Pravda.Ru. 15. Januar 2010. Abgerufen am 3. März 2010.
  19. Martin Plaut: Somalia and Yemen 'swapping militants'. BBC News. 17. Januar 2010. Abgerufen am 3. März 2010.
  20. Yemen 'bombs house of suspected al-Qaeda militant'. BBC News. 20. Januar 2010. Abgerufen am 3. März 2010.
  21. Yemen 'stops issuing visas at airports', BBC News. 21. Januar 2010. Abgerufen am 8. Februar 2010. 
  22. Yemen's al Qaeda calls for jihad in region: report, Reuters. 8. Februar 2010. 
  23. Yemen says militants died in raid. BBC News. 16. März 2010. Abgerufen am 16. März 2010.
  24. Islamist militants quit captured Yemeni town
  25. 'Yemen says key al-Qaeda chief Said al-Shihri killed', BBC News. 10. September 2012. 
  26. http://english.alarabiya.net/articles/2013/01/22/261891.html
  27. http://world.time.com/2013/12/20/u-s-officials-drone-strike-that-hit-yemen-wedding-convoy-killed-militants-not-civilians/

Weblinks[Bearbeiten]