Alain Connes

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Alain Connes 2004

Alain Connes (* 1. April 1947 in Draguignan bei Cannes, Frankreich) ist ein französischer Mathematiker.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Connes ist der Sohn eines Polizeichefs in Marseille.[1] Nach seinem Studium von 1966 bis 1970 an der Elitehochschule École normale supérieure (ENS) promovierte er 1973 am Forschungszentrum CNRS, wo er zwischen 1970 und 1974 wissenschaftlich arbeitete. 1975 war er Gastwissenschaftler an der Queen´s University in Kingston. 1976 wurde er Assistenzprofessor an der Universität Paris VI und später zum Professor berufen. 1978/1979 war er am Institute for Advanced Study in Princeton. Ab 1979 hat er den Lehrstuhl Léon Motchane am Institut des Hautes Études Scientifiques (IHES). 1981 bis 1984 war er Forschungsdirektor bei der CNRS. Seit 1984 ist er Professor für Analysis und Geometrie am Collège de France. Seit 2003 ist er auch Professor an der Vanderbilt University.

Er arbeitete beispielsweise über Von-Neumann-Algebren. Die Klassifikation der Typ III-Faktoren dieser Algebren war auch das Dissertationsthema bei Jacques Dixmier 1973. Bekannt ist er als Begründer der Nichtkommutativen Geometrie[2], einer im Wesentlichen von ihm geschaffenen Synthese, bei der man statt der zugrundeliegenden Räume die auf ihnen definierten Funktionenringe betrachtet. Sind diese nicht-kommutativ, kann man damit die zugrundeliegenden nicht-kommutativen Räume untersuchen, die sonst schwer zugänglich sind. Er wandte seine Theorie auf die verschiedensten Gebiete an, von der Riemannschen Vermutung der Zahlentheorie bis zum Standardmodell der Elementarteilchenphysik.

Preise, Auszeichnungen und Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Smolin The trouble with physics, Mariner Book, 2007, S. 245.
  2. Siehe zum Beispiel Lesniewski Noncommutative geometry, Notices AMS 1997