Alamannenmuseum Ellwangen
Das Alamannenmuseum Ellwangen in Ellwangen wurde 2001 eröffnet und gibt mit Funden aus ganz Süddeutschland einen lebendigen Überblick über 500 Jahre alamannischer Geschichte aus dem Frühmittelalter. Aufgrund der schwierigen Haushaltslage der Stadt Ellwangen wurde 2010 im Stadtrat über eine Schließung des Museums diskutiert.[1] Seit Jahresbeginn 2012 ist das Alamannenmuseum nur noch jeden Mittwoch, Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet.[2]
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Gebäude [Bearbeiten]
Das Alamannenmuseum Ellwangen ist im 1593 errichteten Gebäude der Nikolauspflege in der Haller Straße ansässig, einem der ältesten noch erhaltenen Armen- und Siechenhäuser Südwestdeutschlands.
Sammlung [Bearbeiten]
Kern der Sammlung sind Funde, die seit 1986 bei Lauchheim ergraben wurden. Dabei legte man das bislang größte alamannische Gräberfeld Baden-Württembergs frei, die Siedlung, zu der es gehörte, sowie einen Herrenhof mit eigener Grablege. Ausgestellt sind gut erhaltene Kunst-, Schmuck- und Alltagsgegenstände sowie Waffen, die für die Forschung von herausragender Bedeutung sind. Ein teilrekonstruiertes Grubenhaus mit Webstuhl veranschaulicht die Textilverarbeitung der Alamannen, ein weiterer thematischer Schwerpunkt ist die Geschichte der Christianisierung der Alamannen. Die moderne Präsentation der Exponate mit Rekonstruktionen und elektronischen Medien gibt einen Einblick in das Leben der Alamannen.
Bilder [Bearbeiten]
Literatur [Bearbeiten]
- Andreas Gut: Alamannenmuseum Ellwangen, Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg 2005, ISBN 3-89870-271-5.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Schwäbische Zeitung: Ellwangen in Geldnot: Alamannenmuseum droht die Schließung, 18. Mai 2010.
- ↑ Stadt Ellwangen: Alamannenmuseum Ellwangen - Alamannenmuseum Aktuell
Weblinks [Bearbeiten]
- Literatur von Alamannenmuseum Ellwangen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Stadt Ellwangen: Alamannenmuseum Ellwangen
48.9641310.12775Koordinaten: 48° 57′ 51″ N, 10° 7′ 40″ O