Alan Alda
Alan Alda (* 28. Januar 1936 in New York, eigentlich Alphonso Joseph D’Abruzzo) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur.
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Biografie [Bearbeiten]
Alan ist der Sohn von Schauspieler Robert Alda (Rhapsodie in Blau, Solange es Menschen gibt) und dessen Frau Joan. Er litt im Alter von sieben bis neun Jahren an Kinderlähmung.
Sein Bühnendebüt gab Alda im Alter von sechzehn Jahren am Sommertheater in Barnesville, Pennsylvania. Anschließend studierte er Englisch an der Fordham University in New York. Während dieser Zeit verbrachte er ein Studienjahr in Europa (Paris), stand in Rom auf der Bühne und war mit seinem Vater zusammen in Amsterdam beim Fernsehen. Auch war er für kurze Zeit Mitglied im Reserve Officer Training Corps. Während seiner Ausbildung zum Reserveoffizier erstarkte Aldas pazifistische Grundeinstellung, er brach schließlich aus gesundheitlichen Gründen das Training ab.
In seinem letzten Jahr in Fordham lernte Alda seine spätere Frau Arlene Weiss, eine begabte Musikerin mit einem Fulbright-Stipendium, kennen, die er 1957 heiratete und mit der er drei Töchter hat. Nach dem College erhielt Alda ein Engagement am Playhouse in Cleveland, Ohio, und ein Fordham-Stipendium. In New York machte er sich einen Namen durch Off-Broadway- wie auch durch Broadway-Produktionen. Es folgten Fernseh- und Filmangebote, in denen er beim Publikum jedoch noch keinen nachhaltigen Eindruck hinterließ.
Während Alda 1972 den Fernsehfilm The Glass House nach einem Drehbuch von Truman Capote drehte, bekam er das Drehbuch für eine neue auf dem Robert-Altman-Film MASH basierende Fernsehserie (mash bedeutet mobile army surgical hospital, also Feldlazarett). Obwohl ihm das Buch gefiel, unterschrieb er den Vertrag erst nach einem Gespräch mit dem Regisseur Gene Reynolds und dem Produzenten Larry Gelbart nur wenige Stunden vor Drehbeginn. Alda wollte sich vergewissern, dass die Fernsehserie M*A*S*H mehr als nur eine weitere Militärklamotte werden würde. Daher ließ er vertraglich festschreiben, dass mindestens eine Szene pro Folge im Operationssaal spielen würde, um so den Kriegshintergrund der Serie zu betonen, was bis auf wenige Ausnahmen auch so umgesetzt wurde. In der Fernsehserie M*A*S*H spielte Alda von 1972 bis 1983 den Arzt Benjamin Franklin „Hawkeye“ Pierce und gewann dafür etliche Auszeichnungen. Er erhielt Emmys in den Kategorien Drehbuch, Regie und Darsteller. Bisher ist Alda somit der einzige Künstler, der in all diesen Kategorien für eine Serie geehrt wurde. Als Pazifist war die Rolle des Hawkeye Pierce wie geschaffen für ihn, da er schon vor seiner Universitätszeit aus seiner diesbezüglichen Haltung kein Hehl gemacht hatte.
Trotz seiner Arbeit an der Serie schrieb Alda Drehbücher für Filme sowie das Drehbuch für seinen ersten eigenen Film, in dem er Regie führte und die Hauptrolle übernahm. So auch 1977 bei dem Film Der Mann in der Todeszelle über den Fall von Caryl Chessman, der zwölf Jahre in der Todeszelle von San Quentin auf seine Hinrichtung wartete. Außerdem entwickelte Alda eine kurzlebige Familienserie mit dem Titel We’ll get by, für die er Anleihen bei seinem eigenen Familienleben machte. Auf Grundlage der Filmkomödie The Four Seasons (1981), in der er erneut erfolgreich alle drei Funktionen vereinte, wurde ebenfalls eine Serie entwickelt, die aber ebenso wenig erfolgreich war. Daneben wirkte Alda bei zahlreichen anderen Projekten mit.
Nach dem Ende von M*A*S*H war Alda in weiteren Filmen zu sehen, verfasste Drehbücher und führte Regie. Mit Woody Allen arbeitete er dreimal als Schauspieler zusammen und wurde für seine Rolle in Verbrechen und andere Kleinigkeiten mit einem New York Film Critics Award und einem D.W. Griffith Award ausgezeichnet. 1992 kehrte er mit dem Neil-Simon-Stück Jake’s Women ans Theater zurück. Seitdem ist er wieder regelmäßig in Theatergastspielen zu sehen. 1994 wurde er in die Television Hall of Fame aufgenommen.
1999 spielte Alda in fünf Folgen von Emergency Room – Die Notaufnahme wieder eine Arztrolle als der an Alzheimer erkrankte Dr. Gabriel Lawrence. 2000 war er neben Mel Gibson und Helen Hunt in der erfolgreichen Komödie Was Frauen wollen zu sehen. Von 2004 bis 2006 gehörte Alda zur Besetzung der äußerst erfolgreichen Serie The West Wing – Im Zentrum der Macht mit Martin Sheen in der Rolle des US-Präsidenten. Für seine Rolle erhielt Alda 2006 einen Emmy als bester Nebendarsteller und 2009 für seinen Gastauftritt als Milton Greene in der Episode Mamma Mia der Serie 30 Rock seine 33. Emmy-Nominierung. 2005 wurde er erstmals für seine Rolle als Senator Ralph Owen Brewster im Film Aviator für einen Oscar (beste Nebenrolle) nominiert, unterlag jedoch Morgan Freeman.
Filmografie [Bearbeiten]
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Auszeichnungen [Bearbeiten]
Emmy Award
- 2012 für sein Lebenswerk
- 1980 Bester Darsteller (The Seduction of Joe Tynan)
- 1982 Beliebtester männlicher Star
- 1982 Bester nicht-europäischer Film (The Four Seasons)
- 1977 Herausragende Regie-Leistung in Comedyserien (M*A*S*H, zusammen mit Ted Butcher, David Hawks und Lisa Hallas)
- 1982 Herausragende Regie-Leistung in Comedyserien (M*A*S*H, zusammen mit David Hawks und Cathy Kinsock)
- 1983 Herausragende Regie-Leistung in Comedyserien (M*A*S*H, zusammen mit David Hawks und Cathy Kinsock)
- 1974 Schauspieler des Jahres – Serie (M*A*S*H)
- 1974 Bester Hauptdarsteller in einer Comedyserie (M*A*S*H)
- 1977 Herausragende Regie in einer Comedyserie (M*A*S*H)
- 1979 Herausragendes Drehbuch in einer Comedy-, Comedy-Varieté- oder Musikserie (M*A*S*H)
- 1982 Herausragender Hauptdarsteller in einer Comedyserie (M*A*S*H)
- 2006 Herausragender Nebendarsteller in einer Dramaserie (The West Wing)
- 1974 Männlicher Star des Jahres
- 1979 Männlicher Star des Jahres
- 1975 Bester Serien-Hauptdarsteller – Komödie oder Musical (M*A*S*H)
- 1976 Bester Serien-Hauptdarsteller – Komödie oder Musical (M*A*S*H)
- 1980 Bester Serien-Hauptdarsteller – Komödie oder Musical (M*A*S*H)
- 1981 Bester Serien-Hauptdarsteller – Komödie oder Musical (M*A*S*H)
- 1982 Bester Serien-Hauptdarsteller – Komödie oder Musical (M*A*S*H)
- 1983 Bester Serien-Hauptdarsteller – Komödie oder Musical (M*A*S*H)
- 1980 Hasty Pudding Mann des Jahres
Humanitas Preis
- 1980 30-Minuten-Kategorie (M*A*S*H)
- 1989 Bester Nebendarsteller (Verbrechen und andere Kleinigkeiten)
New York Film Critics Circle Award
- 1989 Bester Nebendarsteller (Verbrechen und andere Kleinigkeiten)
- 1975 Beliebtester Fernsehschauspieler (zusammen mit Telly Savalas)
- 1979 Beliebtester Fernsehschauspieler
- 1980 Beliebtester Unterhaltungskünstler
- 1980 Beliebtester Fernsehschauspieler
- 1981 Beliebtester Unterhaltungskünstler
- 1981 Beliebtester Fernsehschauspieler
- 1982 Beliebtester Fernsehschauspieler
- 2003 Klassischer Fernsehdoktor des Jahres (M*A*S*H)
- 2009 Impact Award (M*A*S*H, zusammen mit Alan Arbus, William Christopher, Larry Gelbart, Mike Farrell, James Maxwell, Burt Metcalfe, Gene Reynolds, David Ogden Stiers, Loretta Swit und Kellye Nakahara)
- 2000 Valentine Davies Award
Bücher [Bearbeiten]
Alan Alda: Never have your dog stuffed. Autobiografie. Arrow Books/Random House, 2006. ISBN 9780099493761
Alan Alda: Things I Overheard While Talking to Myself. Biografie & Autobiografie. Random House, 2007. ISBN 978-1-4000-6617-9
Weblinks [Bearbeiten]
- Alan Alda in der Internet Movie Database (englisch)
- Homepage von Alan Alda
- Bilder von Alan Alda In: Virtual History
Douglas Fairbanks sen., William C. de Mille (1929) | William C. de Mille (April 1930) | Conrad Nagel (November 1930) | Lawrence Grant (1931) | Conrad Nagel (1932) | 1933 | Will Rogers (1934) | Irvin S. Cobb (1935) | Frank Capra (1936) | George Jessel (1937) | Bob Burns (1938) | Kein offizieller Gastgeber (1939) | Bob Hope (1940) | Walter Wanger (1941) | Wendell Willkie (1942) | Bob Hope (1943, 1944) | Bob Hope, John Cromwell (1945) | Bob Hope, James Stewart (1946) | Jack Benny (1947) | Dick Powell, Agnes Moorehead (1948) | Robert Montgomery (1949) | Paul Douglas (1950) | Fred Astaire (1951) | Danny Kaye (1952) | Bob Hope, Conrad Nagel (1953) | Donald O’Connor, Fredric March (1954) | Bob Hope, Thelma Ritter (1955) | Jerry Lewis, Claudette Colbert, Joseph L. Mankiewicz (1956) | Jerry Lewis, Celeste Holm (1957) | James Stewart, David Niven, Jack Lemmon, Rosalind Russell, Bob Hope (1958) | Bob Hope, Jerry Lewis, David Niven, Laurence Olivier, Mort Sahl, Tony Randall (1959) | Bob Hope (1960, 1961, 1962) | Frank Sinatra (1963) | Jack Lemmon (1964) | Bob Hope (1965, 1966, 1967, 1968) | Kein offizieller Gastgeber (1969, 1970, 1971) | Helen Hayes, Alan King, Sammy Davis jr., Jack Lemmon (1972) | Carol Burnett, Michael Caine, Charlton Heston, Rock Hudson (1973) | John Huston, David Niven, Burt Reynolds, Diana Ross (1974) | Sammy Davis jr., Bob Hope, Shirley MacLaine, Frank Sinatra (1975) | Goldie Hawn, Gene Kelly, Walter Matthau, George Segal, Robert Shaw (1976) | Warren Beatty, Ellen Burstyn, Jane Fonda, Richard Pryor (1977) | Bob Hope (1978) | Johnny Carson (1979, 1980, 1981, 1982) | Liza Minnelli, Dudley Moore, Richard Pryor, Walter Matthau (1983) | Johnny Carson (1984) | Jack Lemmon (1985) | Alan Alda, Jane Fonda, Robin Williams (1986) | Chevy Chase, Goldie Hawn, Paul Hogan (1987) | Chevy Chase (1988) | Kein offizieller Gastgeber (1989) | Billy Crystal (1990, 1991, 1992, 1993) | Whoopi Goldberg (1994) | David Letterman (1995) | Whoopi Goldberg (1996) | Billy Crystal (1997, 1998) | Whoopi Goldberg (1999) | Billy Crystal (2000) | Steve Martin (2001) | Whoopi Goldberg (2002) | Steve Martin (2003) | Billy Crystal (2004) | Chris Rock (2005) | Jon Stewart (2006) | Ellen DeGeneres (2007) | Jon Stewart (2008) | Hugh Jackman (2009) | Alec Baldwin, Steve Martin (2010) | Anne Hathaway, James Franco (2011) | Billy Crystal (2012) | Seth MacFarlane (2013)
| Personendaten | |
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| NAME | Alda, Alan |
| ALTERNATIVNAMEN | Alphonso Joseph D'Abruzzo |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Schauspieler, Drehbuchautor, Regisseur |
| GEBURTSDATUM | 28. Januar 1936 |
| GEBURTSORT | New York City |