Alan Battersby

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Alan Rushton Battersby (* 4. März 1925 in Leigh, Großbritannien) ist ein britischer Chemiker.

Leben[Bearbeiten]

Battersby studierte an der University of Manchester, wo er 1943 seinen Bachelor Abschluss und 1947 seinen Master Abschluss machte. 1949 wurde er an der Universität St. Andrews promoviert, wo er 1948 bis 1953 Lecturer war. Danach war er Lecturer an der Bristol University und von 1962 bis 1969 Professor an der Liverpool University.[1] Er war seit 1969 Professor für Organische Chemie in Cambridge (St. Catherine´s College). 1992 ging er in den Ruhestand.

Battersby ist bekannt für seine Arbeit an der Aufklärung der Struktur und der komplizierten biologischen Synthese von Biomolekülen wie Hämen, Chlorophyll und Vitamin B12 (Cyanocobalamin) sowie verschiedener Gruppen von Pflanzen-Alkaloiden wie den Morphinen.

Die Royal Society of Chemistry verlieh ihm 1959 die Corday-Morgan-Medaille. 2000 erhielt er den Welch Award mit Ian Scott. 1989 erhielt er den Wolf-Preis in Chemie mit Duilio Arigoni für die Aufklärung der Biosynthese der „Pigmente des Lebens“ Häme, Chlorophyll und Vitamin B, die auf ähnlichen Tetrapyrrol-Strukturen beruhen[2]. 1992 wurde er geadelt.

Er ist Fellow der Royal Society, deren Copley-Medaille er 2000 und deren Royal Medal er 1989 erhielt. 1978 erhielt er die Davy-Medaille, 1986 den internationalen Antonio-Feltrinelli-Preis, 1987 die Adolf-Windaus-Medaille der Gesellschaft Deutscher Chemiker, und 2000 den Welch Award unter zahlreichen weiteren Auszeichnungen. Er ist seit 1967 Mitglied der Leopoldina.

1962 erhielt er einen D. Sc. der Universität Bristol und 1973 einen Sc. D. der Universität Cambridge. Er ist mehrfacher Ehrendoktor (Sheffield, Bristol, Liverpool, Rockefeller University, St. Andrews).

Er war seit 1949 verheiratet und hat aus der Ehe zwei Söhne.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Winfried R. Pötsch, Annelore Fischer und Wolfgang Müller unter Mitarbeit von Heinz Cassebaum: Lexikon bedeutender Chemiker. Bibliographisches Institut, Leipzig 1988, S. 31, ISBN 3-323-00185-0.
  2. Laudatio auf Wolf Preis