Alan Freed

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Alan Freed (* 15. Dezember 1921 in Windber, Somerset County (Pennsylvania); † 20. Januar 1965 in Palm Springs) war ein US-amerikanischer Discjockey.

Für viele ist er der Inbegriff des Rock-’n’-Roll-DJs. Er war einer der ersten, der Rhythm and Blues in seinen Sendungen spielte. Allerdings steht er auch für die Bestechlichkeit in diesem Teil der Musikindustrie, da er sich wie viele andere DJs zu dieser Zeit für die Präsentation von Musikstücken bezahlen ließ, wofür er im Payola-Skandal von 1959/60 rechtskräftig verurteilt wurde. Zudem ließ er sich als Mitkomponist von Musikstücken urheberrechtlich registrieren, obwohl er keinen kreativen Anteil an deren Entstehung hatte (Cut In).

In den 1950er Jahren promotete er den Rock ’n’ Roll. Ihm wird auch die Einführung des Begriffs „Rock and Roll“ für diese Musikrichtung zugeschrieben. Weil er allgemein den Rock ’n’ Roll und speziell schwarze wie weiße Künstler förderte, wurde er stark angefeindet. Er erlag den Verlockungen des Geldes, und der Payola-Bestechungsskandal bedeutete für ihn das Aus. Eine spätere Klage wegen Steuerhinterziehung führte zu seinem finanziellen Ruin. Er starb 1965 an den Folgen jahrelangen Alkoholmissbrauchs.

1986 wurde er in die Rock and Roll Hall of Fame (Nonperformers) aufgenommen.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Carl Belz: The Story Of Rock. Harper & Row, New York City 1971, S. 49–52
  • Stambler, Irwin: The Encyclopedia Of Pop, Rock And Soul. 3. überarbeitete Auflage. St. Martin’s Press, New York City 1989, ISBN 0-312-02573-4, S. 242f.

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Rock and Roll Hall of Fame Inductees 1986