Alan Kay

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Alan Kay

Alan Curtis Kay (* 17. Mai 1940 in Springfield, Massachusetts) ist ein Informatiker, bekannt für seine frühen Arbeiten über objektorientierte Programmierung und über die Gestaltung von Bedienoberflächen.

Bis 2005 war er Senior Fellow bei den Hewlett-Packard-Laboren[1], Privatdozent an der University of California, Los Angeles, Gastprofessor an der Universität Kyōto und Privatdozent am Massachusetts Institute of Technology. Er ist auch der Leiter des Viewpoints Research Institute.[2]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Alan Curtis Kay erwarb den Bachelor-Titel in Mathematik und Molekularbiologie an der University of Colorado at Boulder und einen Master-Titel an der University of Utah. In Utah arbeitete er in den 1960ern mit Ivan Sutherland an den ersten graphischen Anwendungen, wie etwa Sketchpad. Gleichzeitig unterrichtete er professionell Jazz-Gitarre.[3]

1970 nahm er eine Stelle bei Xerox im Palo Alto Research Center, dem Xerox PARC, an. In den 1970ern war er dort eines der Schlüsselmitglieder bei der Entwicklung von Netzwerk-Workstations, die er mit der Programmiersprache Smalltalk entwickelte. Später kommerzialisierte Apple diese Erfindungen zu Produkten. Nach zehn Jahren bei Xerox PARC war er für drei Jahre Chefwissenschaftler bei Atari.

Kay ist mit der Schriftstellerin, Produzentin und Schauspielerin Bonnie MacBird verheiratet.

[Bearbeiten] Jüngere Anstellungen

Seit 1984 war er Mitarbeiter bei Apple, bis 1997 als Steve Jobs die "Advanced Technology Group" R&D-Gruppe (Forschung und Entwicklung) schloss.[4] Er war daraufhin bei Walt Disney Imagineering tätig und blieb dort, bis das Partnerprogramm endete. Daraufhin wechselte er zu Applied Minds und wurde dort Seniorpartner bei Hewlett-Packard, bis diese am 20. Juli 2005 das Advanced Software Research Team auflösten. Zurzeit ist er Leiter des Viewpoints Research Institute.

[Bearbeiten] Leistungen

Kay ist einer der Väter der objektorientierten Programmierung, zusammen mit einigen Kollegen im PARC. Er ersann das Dynabook-Konzept, das die Grundidee der Laptops und Tablet-Computer formulierte, und er wird als Architekt der modernen fensterbasierten grafischen Bedienoberflächen gesehen.

[Bearbeiten] Squeak und Croquet

Kay arbeitete mit vielen Anderen am Open-Source-Projekt Squeak, das im Dezember 1995 gegründet wurde. Im gleichen Umfeld arbeitet er seit längerem mit David A. Smith, David P. Reed, Andreas Raab, Rick McGeer, Julian Lombardi und Mark McCahill an Croquet, welches die Grundideen von Squeak, nämlich den Computer der physischen Umwelt anzugleichen, in eine dreidimensionale Bedienoberfläche einarbeiten möchte.[5]

[Bearbeiten] 100-Dollar-Laptop

Alan Kay bei der Präsentation des 100-Dollar-Laptops

Im November 2005, beim Weltgipfel zur Informationsgesellschaft, präsentierte das Massachusetts Institute of Technology einen 100-Dollar-Laptop, Alan Kay ist derzeit als Berater für das Projekt One Laptop per Child tätig. Sein Konzept einer interaktiven, computer- und netzwerkvermittelten Interaktion, das Dynabook, ist dabei Bestandteil in der Softwareentwicklung für den Schülerlaptop.[6] Standardmäßig werden auf den Schülerlaptops EToys, auf Squeak basierende Bausteine installiert.

[Bearbeiten] Preise und Ehrungen

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Alan Kay – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Blogeintrag von John Paczkowski, 21. Juli 2005: "HP converting storied garage into recycling center"
  2. Homepage des Viewpoints Research Institute
  3. Artikelauszug aus dem Buch The Book and the Computer: "The Dynabook Revisited"
  4. http://www.i-programmer.info/history/8-people/438-alan-kay.html?start=1
  5. golem.de, 12. Oktober 2004: "Croquet - Betriebssystem für das Internet ohne Browser"
  6. Windleys Technometria, 23. Februar 2006: "Alan Kay: The $100 Laptop and Powerful Ideas"
  7. heise.de, 12. Juni 2004: "Kyoto-Preise für Alan Kay und Jürgen Habermas"
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