Alan Sorrenti

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Alan Sorrenti
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles
Tu sei l'unica donna per me
  DE 13 17.09.1979 (39 Wo.)
  AT 2 15.09.1979 (14 Wo.)
  CH 1 12.08.1979 (16 Wo.)
Non so che darei
  DE 22 19.05.1980 (20 Wo.)
  AT 14 15.05.1980 (12 Wo.)
  CH 3 27.04.1980 (10 Wo.)
Prova con me
  CH 9 05.10.1980 (4 Wo.)
[1]

Alan Sorrenti (* 9. Dezember 1950 in Neapel) ist ein italienischer Sänger, Gitarrist und Songschreiber.

Biografie[Bearbeiten]

Sorrentis Mutter war eine Waliserin und er verbrachte in seiner Kindheit auch einige Zeit in Wales.[2] Seine Musikkarriere begann aber Anfang der 70er Jahre in Italien mit seinem Debütalbum Aria (1972) und mit Come un vecchio incensiere all'alba di un villagio deserto (1973). Beides waren Progressive-Rock-Alben und der Italiener spielte auf experimentelle Weise die Instrumentierung und große Bandbreite seiner Stimme aus, besonders in den jeweiligen um die 20 Minuten langen Titelstücken. Auch wenn seine Frühwerke heute wenig bekannt sind, so waren sie doch auf internationalem Niveau, was Gastmusiker wie David Jackson von Van der Graaf Generator und Francis Monkman von Curved Air beweisen. Schlagzeuger auf beiden Alben war der später als Solist bekannt gewordene Tony Esposito.

In den folgenden Jahren wandte er sich allerdings vom Experimentalrock ab. Möglicherweise waren Probleme mit der Stimme dafür verantwortlich[3], den größeren Erfolg brachte ihm jedenfalls populärere Musik. Seine Aufnahme des neapolitanischen Volkslieds Dicitincello vuje auf dem dritten Album Alan Sorrenti war ein Achtungserfolg und erreichte als Single die Charts[2]. Er bewegte sich daraufhin in Richtung Italopop. Mit Figli delle stelle (1977) und L. A. & N. Y. (1979) stellte sich dann der große kommerzielle Erfolg ein. Sein größter Hit, für den er auch heute noch berühmt ist, war der Schlager Tu sei l'unica donna per me (übersetzt: Du bist die einzige Frau für mich), mit dem er zuerst 1979 beim renommierten Festivalbar-Wettbewerb gewann. Danach wurde das Lied, das er selbst geschrieben hat, nicht nur in Italien, sondern europaweit ein Sommerhit. In der Schweiz war das Lied neun Wochen lang auf Platz 1 der Charts und es war das zweiterfolgreichste Lied des Jahres. In Österreich hatte er damit einen Nummer-2-Hit, in Deutschland erreichte er zwar nur Platz 13, war aber volle 39 Wochen in der Hitparade.

Im Jahr darauf vertrat er dann Italien beim Eurovision Song Contest und belegte mit dem ebenfalls selbst geschriebenen Titel Non so che darei Platz 6. Auch mit diesem Lied war er international erfolgreich.

Danach ließ der Erfolg aber sehr schnell wieder nach und er verschwand international aus dem Rampenlicht. Mit Angeli di strada erschien 1983 wieder ein rockigeres Album, bevor er sich persönlich dem Buddhismus zuwandte und konvertierte. Sein Album Bonno Soku Bodai (1987) wurde von seiner religiösen Entwicklung inspiriert.

1988 nahm Alan Sorrenti mit Come per miracolo am San-Remo-Festival teil, wurde aber 26. und damit letzter[4]. Seit den 90ern erscheinen in größeren Abständen weitere Alben von ihm mit altem und neuem Material. Seinen letzten größeren Auftritt hatte er 2006 beim Festival O' Scià in Lampedusa.

Coverversionen[Bearbeiten]

Tu sei l'unica donna per me

No so che darei

  • Hoffmann & Hoffmann (1980), deutsche Version: Wenn ich Dich verlier'

Diskografie[Bearbeiten]

  • Aria (1972)[5]
  • Come un vecchio incensiere all'alba di un villaggio deserto (1973)[5]
  • Alan Sorrenti (1974)
  • Sienteme, It's Time To Land (1976)
  • Figli delle stelle (1977)
  • L. A. & N. Y. (1979)
  • Di notte (1980)
  • Angeli della strada (1983)
  • Bonno Soku Bodai (1987)
  • Radici (1992)
  • Miami (1997)
  • Sottacqua (2003)

Quellen[Bearbeiten]

  1. Chartquellen: Deutschland / Österreich / Schweiz
  2. a b Alan Sorrenti. Italianprog.com. Abgerufen am 19. Juni 2010.
  3. Biographie de Alan Sorrenti – Découvrez de la musique, des vidéos, des concerts, des stats, & des photos sur Last.fm. Lastfm.fr. Abgerufen am 19. Juni 2010.
  4. Stampa e Tv > Sanremo > Sanremo 1988 - Io. Liberte.altervista.org. Abgerufen am 19. Juni 2010.
  5. a b Babyblaue Prog-Reviews: Alan Sorrenti: Aria: Review. Babyblaue-seiten.de. Abgerufen am 19. Juni 2010.

Weblinks[Bearbeiten]