Alan Paton

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Alan Paton

Alan Stewart Paton (* 11. Januar 1903 in Pietermaritzburg; † 12. April 1988 in Lintrose, Natal) war ein südafrikanischer Schriftsteller, Politiker und Apartheid-Gegner.

Leben[Bearbeiten]

Alan Paton setzte sich in den 1930er und 40er Jahren für junge Straftäter ein. Er war Lehrer und seit 1935 Direktor der Diepkloof-Erziehungsanstalt bei Johannesburg. 1953 gründete er mit anderen Personen die Liberal Party of South Africa (LPSA) und wurde als Kritiker des Apartheid-Regimes bekannt. 1956 wurde er National Chairman und damit faktisch Vorsitzender der Partei, 1958 nahm er den Posten des Partei-Präsidenten an, damit er mehr Zeit für seine schriftstellerische Tätigkeit hatte. Sein Nachfolger als Chairman wurde Peter Brown. 1964 plädierte Paton im Rivonia-Prozess für eine Strafmilderung für Nelson Mandela und die übrigen Angeklagten und half so mit, die Todesstrafe abzuwenden. Er blieb Präsident bis zur Selbstauflösung der LPSA 1968.

Sein Wirken hatte seine Grundlage in seinem entschiedenen christlichen Glauben. 1989 wurde der südafrikanische Literaturpreis Alan Paton Award nach ihm benannt. 2006 erhielt er postum den Order of Ikhamanga in Gold.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1948: Cry, the Beloved Country – deutsch: Denn sie sollen getröstet werden; später verfilmt
  • 1961: Debbie Go Home
  • 1965: Tales from a Troubled Land

Weblinks[Bearbeiten]