Alarmstufe: Rot

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Dieser Artikel behandelt den Film. Das Computerspiel ist unter Command & Conquer: Alarmstufe Rot zu finden.
Filmdaten
Deutscher Titel Alarmstufe: Rot
Originaltitel Under Siege
Alarmstufe rot film.svg
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1992
Länge 98 Minuten
Altersfreigabe FSK 18
Stab
Regie Andrew Davis
Drehbuch J. F. Lawton
Produktion Gary W. Goldstein
J. F. Lawton
Steven Seagal
Musik Gary Chang
Kamera Frank Tidy
Schnitt Don Brochu
Robert A. Ferretti
Dov Hoenig
Dennis Virkler
Besetzung

Alarmstufe: Rot (Originaltitel: Under Siege) ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1992. Der Regisseur war Andrew Davis, das Drehbuch schrieb J. F. Lawton. Die Hauptrollen spielten Steven Seagal, Tommy Lee Jones, Gary Busey und Erika Eleniak. Der Film startete am 25. Februar 1993 in den bundesdeutschen Kinos.

Handlung[Bearbeiten]

USS Missouri

Casey Ryback ist ein ehemaliger SEAL, der von diesen ausgeschlossen wurde, da er nach einem schlecht vorbereiteten und dadurch missglückten Einsatz den dafür verantwortlichen Offizier niedergeschlagen hatte. Captain Adams, Kapitän der USS Missouri, der große Stücke auf Ryback hält, lässt ihn auf seinem Schiff als Koch arbeiten, damit er den Anspruch auf seine Pension behält.

Während der letzten Fahrt des Schiffes zu seiner Ausmusterung wird eine Geburtstagsparty für den Kapitän organisiert. Per Hubschrauber werden eine Rockband, etliche Kellner sowie das Playmate Jordan Tate eingeflogen. Bei den Vorbereitungen für das Festessen wird Ryback vom ersten Offizier Commander Krill solange provoziert, bis er ihn schlägt. Krill lässt Ryback daraufhin in den Kühlraum einsperren und bewachen.

Die Musiker und die Kellner entpuppen sich als eine von William Stranix angeführte Bande, die es auf die mit nuklearen Sprengköpfen ausgestatteten BGM-109 Tomahawk-Marschflugkörper abgesehen hat. Sie überwältigen die Schiffsbesatzung und sperren sie in einen Laderaum. Es stellt sich heraus, dass Krill gemeinsame Sache mit den Verbrechern macht. Er sucht den Kapitän auf und erschießt ihn. Stranix, ein ehemaliger Geheimagent, schickt zwei Männer los, die Ryback beseitigen sollen. Dieser kann die Killer erledigen und dabei seinem Gefängnis entkommen. Er findet Jordan, die von Krill betäubt wurde, danach in einer künstlichen Torte auf ihren Auftritt wartete und von der Übernahme des Schiffes nichts gemerkt hat. Zusammen mit ihr beginnt er, die Reihen der Verbrecher nach und nach zu lichten und sie bei ihrem Vorhaben, die Raketen vom Schiff zu schaffen, zu sabotieren. Schließlich können sie einige Crewmitglieder befreien, die sie bei ihrem Vorhaben unterstützen.

Über ein Satellitentelefon kann Ryback eine Verbindung zum Vereinigten Generalstab herstellen und die Lage schildern. Die verantwortlichen Generäle wollen das Schiff zurückerobern und schicken eine Spezialeinheit, deren Hubschrauber jedoch abgeschossen wird. Das Schiff soll daher bombardiert und zerstört werden, um den Diebstahl der Raketen zu verhindern. Als die Raketen von Stranix' Leuten per U-Boot abtransportiert werden sollen, gelingt es Ryback und seinen Mitkämpfern, das U-Boot mit den Schiffsgeschützen zu zerstören. Stranix feuert daraufhin zwei Raketen in Richtung Hawaii ab. Eine davon kann von Navy-Jagdflugzeugen abgefangen werden. In einem Zweikampf tötet Ryback Stranix, nimmt ihm die Diskette mit den von Stranix gelöschten Zugangscodes zu den Raketen ab und kann mit dem vom Generalstab erhaltenen Deaktivierungscode die zweite Rakete zerstören.

Der Film endet mit dem Einlauf der Missouri in ihrem Bestimmungshafen San Francisco und der Trauerfeier für den ermordeten Kapitän. Ryback und Jordan küssen sich.

Kritiken[Bearbeiten]

Roger Ebert lobte in der Chicago Sun-Times vom 9. Oktober 1992 den Realismus der auf dem Schiff USS Alabama gedrehten Szenen und die Darstellungen, vor allem jene von Steven Seagal, Tommy Lee Jones und Gary Busey. Die Handlung sei „absurd“.[1]

„Die Story dient nur dazu, das Bild des kriegerischen Mannes wieder salonfähig zu machen und die "Ramboisierung" der Gesellschaft fortzuschreiben. Ein menschenverachtender Film, der mit brutaler Action den schauspielerischen Dilettantismus seines Hauptdarstellers vergeblich zu überspielen versucht.“

Lexikon des Internationalen Films[2]

„Der Actionfilm von Andrew Davis war im Jahr 1993 ein absoluter Renner an der Kinokasse. [...] Besonders gut: Tommy Lee Jones als Bösewicht.“

prisma.de[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film wurde 1993 in den Kategorien Bester Tonschnitt und Bester Ton für den Filmpreis Oscar nominiert. Für die Szene einer Hubschrauber-Explosion wurde er für den MTV Movie Award nominiert.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das ehemalige Kriegsschiff USS Alabama (BB-60), das an der US-amerikanischen Golfküste vor der Stadt Mobile (Alabama) liegt, war Drehort für das im Film als USS Missouri (BB-63) bezeichnete Schlachtschiff.

Die Produktionskosten betrugen schätzungsweise 35 Millionen US-Dollar. Der Film spielte in den Kinos der USA 83,36 Millionen US-Dollar ein und weltweit ca. 156,4 Millionen US-Dollar.[4].

Fortsetzungen[Bearbeiten]

  • 1995: Alarmstufe: Rot 2 [Under Siege 2: Dark Territory]
  • Nach dem 60 Millionen US-Dollar teuren zweiten Teil der Alarmstufe: Rot Saga plant Steven Seagal einen dritten Teil. Der Drehbeginn steht noch nicht fest.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kritik von Roger Ebert
  2. Alarmstufe: Rot im Lexikon des Internationalen Films
  3. Alarmstufe: Rot auf prisma.de
  4. Business Data for Under Siege