Alasdair Gray

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Alasdair Gray (1994)

Alasdair Gray (* 28. Dezember 1934 in Riddrie, Glasgow) ist ein schottischer Schriftsteller und Künstler. Sein bekanntestes Werk ist sein erster Roman Lanark (1981), an dem er über 30 Jahre lang gearbeitet hat. In seinen Werken kombiniert er Realismus, Fantasy und Science Fiction. Eine Besonderheit seiner Werke ist die geschickte Verwendung von Typographie und die Einbindung seiner eigenen Illustrationen. Seine politischen Schriften unterstützen den schottischen Sozialismus und die Unabhängigkeit Schottlands. Der Autor Will Self beschreibt ihn als "einen kreativen Sozialgelehrten mit integrierter politisch-philosophischer Vision". Er selbst nennt sich einen "fetten, Brillen tragenden, glatzköpfigen, alternden Fußgänger aus Glasgow".

Leben[Bearbeiten]

Gray wurde in Riddrie, im Osten Glasgows geboren. Sein Vater wurde im Ersten Weltkrieg verwundet und arbeitete in einer Fabrik. Seine Mutter war eine Verkäuferin. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Gray zunächst nach Perthshire und dann nach Lanarkshire evakuiert. Diese Erlebnisse beeinflussten später seine literarischen Arbeiten. Die Familie lebte in einer Gemeindesiedlung und Gray bezog seine erste Bildung aus einer Kombination von staatlicher Schule, öffentlichen Büchereien und öffentlichem Rundfunk. Laut Gray "die Art von Bildung die britische Regierungen heutzutage als nutzlos betrachten, besonders für Kinder der Arbeiterklasse". Er studierte an der Glasgow School of Art von 1952 bis 1957, und unterrichtete dort von 1958 bis 1962. In seiner Studentenzeit begann er die Arbeit an seinem Roman Lanark.

Nach seinem Abschluss arbeitete Gray als Bühnenbildner und Porträtmaler und als freiberuflicher Künstler und Schriftsteller. Seine ersten Hörspiele und Theaterstücke wurden 1968 in Radio und Fernsehen gesendet. Zwischen 1972 und 1974 war er Mitglied einer Schriftstellergruppe die von Philip Hobsbaum organisiert wurde. Dort traf er auch James Kelman, Liz Lochhead und Tom Leonard.

Gray illustriert seine Bücher selbst. Zu seiner Arbeit zählen auch viele Wandgemälde und Gemälde. Von ihm stammt das Wandgemälde des Auditorium des Oran Mor in der Byres Road in Glasgow, eines der größten Kunstwerke Schottlands.

Im Jahr 2001 kandidierte er für den Rektorsposten der Universität Glasgow als Kandidat der Glasgow University Scottish Nationalist Association. Er wurde nur knapp geschlagen von Greg Hemphill.

Gray ist seit 1991 in zweiter Ehe mit Morag McAlpine verheiratet. Seine erste Ehe mit Inge Sorenson dauerte von 1961 bis 1970. Er hat einen Sohn, Andrew, der 1964 geboren wurde. Gray lebt nach wie vor in Glasgow.

Zitate[Bearbeiten]

  • "It is plain that the vaster the social unit, the less possible is true democracy." Lanark, Seite 289.
  • "Who did the council fight?"
"It split in two and fought itself."
"That's suicide!"
"No, ordinary behaviour. The efficient half eats the less efficient half and grows stronger. War is just a violent way of doing what half the people do calmly in peacetime: using the other half for food, heat, machinery and sexual pleasure. Man is the pie that bakes and eats himself, and the recipe is separation."
"I refuse to believe men kill each other just to make their enemies rich."
"How can men recognize their real enemies when their family, schools and work teach them to struggle with each other and to believe law and decency come from the teachers?"
"My son won't be taught that," said Lanark firmly.
"You have a son?"
"Not yet." Lanark, Seite 411.

Bibliographie[Bearbeiten]

Romane[Bearbeiten]

  • Lanark 1981 (dt. Lanark 1992).
  • 1982, Janine 1984 (dt. Janine, 1982 1989).
  • The Fall of Kelvin Walker 1985.
  • McGrotty and Ludmilla 1989.
  • Something Leather 1990.
  • Poor Things 1992 (dt. Arme Dinger 1996).
  • A History Maker 1994 (dt. Einer der Geschichte macht 2000).
  • Mavis Belfrage 1996.

Kurzgeschichten[Bearbeiten]

  • The Star 1951.
  • Lean Tales 1985 (mit James Kelman und Agnes Owens)
  • Unlikely Stories, Mostly 1983.
  • Ten Tales Tall & True 1993 (dt. Zehnmal Lug & Trug 1995).
  • Mavis Belfrage 1996.
  • The Ends of Our Tethers 2003.

Gedichte[Bearbeiten]

  • Old Negatives 1989.
  • Sixteen Occasional Poems 2000.

Sachliteratur[Bearbeiten]

  • Why Scots Should Rule Scotland 1992.
  • The Book of Prefaces 2000.
  • Alasdair Gray: Critical Appreciations and a Bibliography (2001; includes contributions by Gray himself.)

Weblinks[Bearbeiten]