Alastair, 2. Duke of Connaught and Strathearn

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Alastair mit seiner Mutter Alexandra um 1920

Alastair Arthur Duff Windsor (* 9. August 1914 in Mayfair, London; † 26. April 1943 in Ottawa) war ein Angehöriger des britischen Hochadels. Geboren als Prince Alastair of Connaught trug er die meiste Zeit seines Lebens den Höflichkeitstitel Earl of Macduff, bevor er ein Jahr vor seinem Tod den Titel des Duke of Connaught and Strathearn erbte.

Alastair war das einzige Kind von Arthur of Connaught und dessen Frau (und Cousine) Alexandra Duff, 2. Duchess of Fife. Sein Großvater väterlicherseits war Arthur, 1. Duke of Connaught and Strathearn. Durch beide Elternteile Nachkomme von Queen Victoria, war er Mitglied der Königsfamilie, stand an neunter Position der Thronfolge und führte den Titel eines Prinzen von Großbritannien und Irland und die Anrede Highness.

1917 änderte König George V. aufgrund des Ersten Weltkrieges den Namen der königlichen Familie von Sachsen-Coburg und Gotha in Windsor. Noch im gleichen Jahr wurde durch ein Letters Patent das Führen des britischen Prinzentitels auf nahe Verwandte des Königs beschränkt. Alastair Windsor, wie er nun hieß, führte, da er kein Prinz mehr war, den nachgeordneten Titel seiner Mutter, der Duchess of Fife als Höflichkeitstitel und wurde somit zum Earl of Macduff.

Da sein Vater und Großvater bedeutende Militärführer waren, wurde auch für Alastair eine Offizierskarriere vorgesehen. Er besuchte die Bryanston School und die Militärakademie Sandhurst. 1935 wurde er als Second Lieutenant Mitglied des väterlichen Kavallerieregiments Scots Greys, das ab dem Jahr darauf in Ägypten stationiert war. Nach dem Krebstod seines Vaters 1938 wurde Alastair 1939 nach Kanada versetzt, wo er Aide-de-camp des Generalgouverneurs Earl of Athlone wurde. 1942 starb dann auch sein Großvater; Alastair erbte dessen Peerswürde und wurde damit der 2. Duke of Connaught. Er starb jedoch selbst nur ein gutes Jahr darauf im Alter von nur 28 Jahren unter tragischen Umständen: Als Einzelgänger und Träumer für den Militärdienst wenig geeignet, wurde er von Kameraden wie Vorgesetzten als inkompetent bezeichnet und ausgegrenzt.[1] Er stürzte schließlich eines Nachts stark betrunken aus dem Fenster, blieb im Freien liegen und starb durch Unterkühlung. Sein Leichnam wurde in Kanada eingeäschert, die Urne nach Schottland gebracht und in Braemar bestattet. Da er keine Nachkommen hinterließ, erlosch sein Titel.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Arthur Bousfield: Royal Observations: Canadians and Royalty, 1991, S. 141; ähnlich auch in den Tagebüchern von Alan Lascelles