Alban Berg Quartett

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Das Alban Berg Quartett (mitunter abgekürzt: ABQ; benannt nach dem Komponisten Alban Berg) war eines der weltweit führenden Streichquartette.

Künstlerisches Wirken[Bearbeiten]

Bereits für seine ersten Einspielungen erhielt es den Grand Prix du Disque, im Laufe der Zeit häuften sich die Auszeichnungen auf mehr als 30 renommierte Schallplattenpreise. Allein der Beethoven-Zyklus des Alban Berg Quartetts wurde über 1 Million mal verkauft, selbst bei Béla Bartók wurden höchste Verkaufszahlen erreicht (über 500.000). In den letzten ca. 20 Jahren seines Bestehens ging das Quartett dazu über, fast ausschließlich Live-Mitschnitte von Konzerten zu veröffentlichen (hauptsächlich aus dem Wiener Konzerthaus, aber auch aus der Queen Elizabeth Hall in London, der Opéra-Comique in Paris und der Carnegie Hall in New York).

Das Repertoire des Quartetts umfasste nahezu alle Werke der klassischen und romantischen Streichquartettliteratur sowie zahlreiche Werke des 20. Jahrhunderts, darunter auch Uraufführungen von Erich Urbanner, Gottfried von Einem, Roman Haubenstock-Ramati, Wolfgang Rihm, Alfred Schnittke und Luciano Berio. Das Alban Berg Quartett spielte über Jahrzehnte hindurch einen eigenen Zyklus im Wiener Konzerthaus, über viele Jahre hinweg auch eigene Zyklen in Zürich (Opernhaus), Paris (Théâtre des Champs-Élysées), London (Queen Elizabeth Hall), Madrid (Auditorio Nacional), Köln (Philharmonie) und Frankfurt (Alte Oper). Das ABQ ist Ehrenmitglied der Wiener Konzerthausgesellschaft und Associate Artist der Royal Festival Hall London.

Das Alban Berg Quartett pflegte auch die Zusammenarbeit mit Solisten wie Alfred Brendel, Rudolf Buchbinder, Philippe Entremont, Per Arne Glorvigen, Elisabeth Leonskaja, Boris Pergamenschikow, Maurizio Pollini, András Schiff, Heinrich Schiff und Christian Zacharias.

2007 gab das Quartett bekannt, sich zum Ende der Konzertsaison 2007/2008 aufzulösen. Das Abschiedskonzert sollte ursprünglich nach einer Serie von weltweiten Konzerten im Juli 2008 im Teatro Colón in Buenos Aires stattfinden, doch folgten spontan noch weitere Einladungen nach Taiwan und an das neue chinesische Nationaltheater in Peking, wo die letzten Konzerte der Abschiedstournee gegeben wurden.

Mitglieder[Bearbeiten]

Period violine violine viola violoncello
1971–1978 Günter Pichler Klaus Maetzl Hatto Beyerle Valentin Erben
1978–1981 Gerhard Schulz
1981–2005 Thomas Kakuska † 2005
2005–2008 Isabel Charisius

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]