Albana

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Albana ist eine weiße Rebsorte. Es handelt sich um eine alte Sorte, aus der in der italienischen Region Emilia-Romagna der gleichnamige Weißwein Albana di Romagna erzeugt wird. Als erster Weißwein hat der Albana di Romagna 1987 DOCG-Status erhalten. Albana Spumante ist ein ebenfalls aus Albana hergestellter Schaumwein.

Die Sorte Albana wird auch Greco oder Greco di Ancona genannt, ist aber nicht mir der Sorte Greco Bianco verwandt. In einer 2008 veröffentlichten Untersuchung wurde bei Albana eine Verwandtschaft zur Rebsorte Garganega hergestellt. Aufgrund der noch nicht ermittelten Eltern der Sorte Garganega lässt sich das genaue verwandtschaftliche Verhältnis noch nicht präzisieren.[1] Albana wurde bereits im 13. Jahrhundert erwähnt. Es sind etwa 4.500 Hektar Rebfläche in der Emilia-Romagna mit Albana bestockt. Die Qualität der Weine lässt teilweise zu wünschen übrig, da sehr hohe Hektarerträge zugelassen sind.

In den Anbaugebieten werden noch die Spielarten Albana a grappolo rondo o gentile, Albana a grappolo fitto, Albana a grappolo lungo, Albanone oder Albana grossa unterschieden. Sie ist möglicherweise mit der Sorte Riminese verwandt, die auf Korsika (→ Weinbau auf Korsika) zu finden ist.

Siehe auch den Artikel Weinbau in Italien sowie die Liste der Rebsorten.

Ampelographische Sortenmerkmale[Bearbeiten]

In der Ampelographie wird der Habitus folgendermaßen beschrieben:

  • Die Triebspitze ist stark weißwollig behaart, mit karminrotem Anflug. Die grünen Jungblätter sind leicht behaart und gefleckt kupferfarben.
  • Die großen Blätter sind fünflappig und tief gebuchtet (siehe auch den Artikel Blattform). Die Stielbucht ist geschlossen, wobei sich die Enden überlappen. Das Blatt ist spitz gesägt. Die Zähne sind im Vergleich der Rebsorten sehr mittelweit gesetzt. Die Blattoberfläche (auch Spreite genannt) ist blasig derb.
  • Die walzenförmige Traube ist groß, lang, geschultert und dichtbeerig. Die rundlichen Beeren sind mittelgroß und von goldgelber Farbe.

Die wuchskräftige Rebsorte Albana treibt spät aus und reift ca. 30 Tage nach dem Gutedel: Sie zählt daher zu den spätreifenden Sorten. Sie wird häufig vom Falschen Mehltau und von der Grauschimmelfäule befallen. Gegen den Echten Mehltau ist sie recht resistent. Ihr Ertrag ist aufgrund der Krankheitsanfälligkeit unregelmäßig.

Albana ist eine Varietät der Edlen Weinrebe (Vitis vinifera). Sie besitzt zwittrige Blüten und ist somit selbstfruchtend. Beim Weinbau wird der ökonomische Nachteil vermieden, keinen Ertrag liefernde, männliche Pflanzen anbauen zu müssen.

Synonyme[Bearbeiten]

Die Sorte Albana ist auch unter den Namen Albana a grappo longo, Albana a grappolo fitto, Albana a grappolo lungo, Albana a grappolo rodo o gentile, Albana dell'Istria, Albana della forcella, Albana di Bertinoro, Albana di Bologna, Albana di Forli, Albana di Gatteo, Albana di Lugo, Albana di Montiano, Albana di Pesaro, Albana di Romagna, Albana di Terre del Sol, Albana gentile, Albana gentile di Faenza, Albana gentile di Ravenna, Albana grossa Albano, Albanone, Albuelis, Biancame sinalunga, Forcella, Forcellata, Forcellina, Forcelluta, Greco, Greco di Ancona, Raccia pollone, Ribona, Riminese und Sforcella bekannt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ‘Sangiovese’ and ‘Garganega’ are two key varieties of the Italian grapevine assortment evolution (PDF; 558 kB), von M. CRESPAN, A. CALÒ, S. GIANNETTO, A. SPARACIO, P. STORCHI und A. COSTACURTA,in Vitis, Heft 47, Seite 97 - 104

Literatur[Bearbeiten]