Albatros L 58

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Albatros L 58
Typ: Verkehrsflugzeug
Entwurfsland: Deutsches ReichDeutsches Reich Deutsches Reich
Hersteller: Albatros Flugzeugwerke
Erstflug: 1923
Stückzahl: 9

Die Albatros L 58 war ein als Schulterdecker ausgelegtes einmotoriges Verkehrsflugzeug aus den 1920er Jahren. Das von den Berliner Albatros Flugzeugwerken gebaute Modell bot Platz für einen Piloten und fünf bis sechs Passagiere.

Geschichte[Bearbeiten]

Anfang der 1920er Jahre ließ die Commission Aéronautique Inter-Alliée den zivilen Flugzeugbau in Deutschland wieder zu. Daraufhin erteilte die Deutsche Luftreederei den Albatroswerken den Auftrag, ein leichtes Passagierflugzeug zu entwickeln, worauf mit der L 58 das erste deutsche Nachkriegsflugzeug entstand. Die Konstruktion der L 58 basierte auf dem nicht umgesetzten Entwurf L 57. Der Erstflug des Prototyps fand 1923 statt. Später entstand die verbesserte Version L 58a. Dieses für sechs Fluggäste ausgelegte Modell wurde durch einen Rolls-Royce Eagle VIII-Motor angetrieben. Die neun gebauten Maschinen kamen zunächst in den Besitz der Deutschen Aero Lloyd, der Nachfolgerin der Deutschen Luftreederei. Die daraus hervorgehende Lufthansa übernahm 1926 einen Teil der Flugzeuge, um sie für kurze Zeit zu nutzen. Das letzte Exemplar, die D-576 Wolkensegler, stürzte am 5. Juni 1928 bei Essen ab. Zwei Flugzeuge wurden in die Sowjetunion verkauft.

Albatros entwickelte 1926 eine vergrößerte und als Doppeldecker ausgelegte Version, die L 73.

Konstruktion[Bearbeiten]

Die L 58 war ein großenteils aus Holz bestehender, freitragender Schulterdecker mit einer geschlossenen Kabine für fünf bis sechs Passagiere. Als Antrieb diente ein Maybach Mb.IVa-Motor. Der Pilot befand sich in einem offenen Cockpit vor den Tragflächen. Die Maschine besaß ein Schleifspornfahrwerk

Technische Daten[Bearbeiten]

Kenngröße Daten
Besatzung 1
Passagiere 5
Länge 10,89 m
Spannweite 18.00 m
Höhe 3,80 m
Flügelfläche 44,5 m²
Leergewicht 1.370 kg
Startgewicht 2.250 kg
Höchstgeschwindigkeit 150 km/h
Dienstgipfelhöhe 3.500 m
Reichweite 540 km
Triebwerke ein Maybach Mb.IVa mit 180 kW

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]