Albert Bartholomé

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Paul-Albert Bartholomé Hon.RA (* 29. August 1848 in Thiverval-Grignon, Seine-et-Oise; † 31. Oktober 1928 in Paris)[1] war ein französischer Maler und Bildhauer.

Albert Bartholomé, porträtiert von Charles Giron (1908)

Leben[Bearbeiten]

Albert Bartholomé: Die Frau des Künstlers, 1883, heute im Metropolitan Museum of Art, New York

Albert Bartholomé war ein Schüler von Barthélémy Menno in Genf und arbeitete später unter der Leitung von Jean-Léon Gérôme in Paris. Während des Deutsch-Französischen Kriegs (1870–1871) diente Bartholomé in der französischen Armee. Nach dem Krieg kehrte er wieder nach Paris zurück und widmete sich der Malerei.

Albert Bartholomé: Kenotaph auf dem Cimetière du Père Lachaise, 1899

Albert Bartholomé wandte sich erst nach dem Tod seiner Frau Marie-Louise (1849–1887) der Bildhauerei zu, als er ihr Grabmal ausführte. Mit den Malern Edgar Degas und Pierre Puvis de Chavannes verband ihn eine enge Freundschaft. Bekannt wurde er insbesondere durch den Kenotaph auf dem Friedhof Père-Lachaise in Paris. Er arbeitete von 1889 bis 1899 daran.

Ein weitere bekanntes Werk ist das Denkmal für Jean-Jacques Rousseau im Pariser Panthéon.

Albert Bartholomé war Mitglied der Akademien in England, Schottland, Spanien und Belgien. Er gewann den Großen Preis für Skulptur der Pariser Weltausstellung von 1900. Im Jahr 1895 wurde Bartholomé zum Officier de la Légion d’Honneur und 1911 zum Commandeur de la Légion d’Honneur ernannt. Eine zusätzliche Ehrung erfuhr er 1921 durch die Zuwahl als Ehrenmitglied (Hon. RA) der Royal Academy of Arts in London.[2]

Seine Skulpturen und Gemälde sind heute im Besitz etwa des Musée d'Orsay, aber auch des Art Institute of Chicago, der Eremitage in Sankt Petersburg, des Metropolitan Museum of Art in New York oder der National Gallery of Victoria in Australien.

Auf dem Kunstmarkt wurden zuletzt rund 10000 Euro für seine kleine Bronzestatue gezahlt.[3]

Literatur[Bearbeiten]

  • Harold North Fowler: A History of Sculpture. Macmillan, New York 1916. (Reprint: Kessinger Pub., Whitefish 2005, ISBN 1-4326-2123-8, S. 360)
  • Artikel Bartholomé, Albert. In: Emmanuel Bénézit: Dictionary of Artists. Band 1. Gründ, Paris 2006, ISBN 2-7000-3070-2, S. 1230–1231.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Albert Bartholomé – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Albert Bartholomé. In: Encyclopædia Britannica. Encyclopædia Britannica, 2011.
  2. Sidney C. Hutchison: The History of the Royal Academy of Arts 1768–1968. Chapman & Hall, London, 1968, S. 240.
  3. Seite eines führenden Auktionshauses, abgerufen am 17. Februar 2011