Albert Brewer

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Albert Brewer

Albert Preston Brewer (* 26. Oktober 1928 in Bethel Springs, McNairy County, Tennessee) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Politiker (Demokratische Partei). Er war zwischen 1968 und 1971 Gouverneur von Alabama.

Frühe Jahre und politischer Aufstieg[Bearbeiten]

Albert Brewer graduierte 1952 an der University of Alabama. Anschließend hatte er folgende öffentliche Ämter inne: Vorsitzender der Decatur City Planning Commission zwischen 1956 und 1963, Mitglied von Alabamas Abgeordnetenhaus von 1955 bis 1966, sowie dessen Speaker von 1963 bis 1966 und Vizegouverneur von Alabama zwischen 1967 und 1968.

Gouverneur von Alabama[Bearbeiten]

Im Mai 1968 wurde Brewer amtierender Gouverneur von Alabama, um die freie Stelle zu besetzen, die durch den Tod von Gouverneurin Lurleen Wallace entstanden war. Als Gouverneur veränderte Brewer die staatliche Rechtsphilosophie, sowie -programme nicht, die im Laufe von Wallaces Amtszeit veranlasst wurden. Er arbeitete sang- und klanglos, dennoch veranlasste er sehr viele benötigte Reformen und Programme. Ferner erhielten die Fördermittel für öffentliche Schulen die größte Aufstockung in der Staatsgeschichte und die staatliche Finanzierung der lokalen Schulsysteme wurde angeglichen. Die Alabama Commission on Higher Education und die Education Study Commission wurden geschaffen. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger setzte Brewer im Wahlkampf nicht auf die "Rassenfrage" und setzte sich für die Aufhebung der Rassentrennung (Desegregation) in Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen ein sowie für die Neuregistrierung von schwarzen Wählern, was das staatliche Selbstvertrauen stärkte und seine öffentliche Wahrnehmung verbesserte. Als Folge dessen wurde Gouverneur Brewer als ein probater Führer von den nationalen Einrichtungen anerkannt. Er war auch im Executive Committee of the National Governors' Conference und hatte den Vorsitz in der Appalachian Regional Commission, eine Vereinigung der Gouverneure der 13 Appalachenstaaten. Außerdem hatte er den Vorsitz bei der Tennessee-Tombigbee Waterway Authority. Während er den Vorsitz über die Authority hatte, erhielt dieses die erste Baufinanzierung vom Kongress.

Weiterer Lebenslauf[Bearbeiten]

Er kandidierte 1970 bei den demokratischen Vorwahlen erneut für das Amt des Gouverneurs. Sein Gegenkandidat, der frühere Gouverneur und Präsidentschaftskandidat George C. Wallace führte eine aggressive und negative Kampagne; er warf Brewer vor, ein Feigling und eine Marionette von Schwarzen und Linken zu sein. Aus dem Umfeld von Wallace wurden auch gefälschte Fotos veröffentlicht, die Brewer mit dem radikalen Schwarzenführer Elijah Muhammad zeigten. Zudem streute man Gerüchte, Gouverneur Brewer sei homosexuell und seine Ehefrau eine geistig instabile Alkoholikerin. In einem der letzten offen rassistischen Wahlkämpfe der US-Geschichte setzte sich Wallace schließlich knapp durch. Historiker betrachten die Demokratischen Vorwahlen für das Amt des Gouverneurs von Alabama im Jahr 1970 als "schmutzigsten Wahlkampf aller Zeiten".[1]

Albert Brewer kehrte daraufhin zu seiner Tätigkeit als Anwalt in seiner Praxis in Montgomery zurück, die er dort bis 1979 ausübte. Danach praktizierte er in Decatur bis in die späten 1980er. Er kandidierte nochmal 1978 für das Amt des Gouverneurs, aber scheiterte erneut. Brewer ist mit Martha Farmer verheiratet und hat mit ihr zwei gemeinsame Kinder.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kerwin D. Swint: Mudslingers: The twenty-five dirtiest political campaigns of all time. New York, 2006, S. 223ff.