Albert Gyulay

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Albert Gyulay Graf von Maros-Németh und Nádaska (* 12. September 1766 in Ofen; † 17. April 1836 in Pest) war ein k.k. Offizier und Feldmarschallleutnant.

Albert Gyulay, Bruder des Grafen Ignácz Gyulay und Sohn von Sámuel Gyulay, machte als Rittmeister eines Szekler-Husarenregiments den Türkenkrieg von 1788/89 in Siebenbürgen mit und nahm dann als Grenadierhauptmann im Regiment seines Vaters Sámuel Gyulay bei der Hauptarmee unter Laudons Befehl der Erstürmung von Belgrad am 30. September 1789 mit Auszeichnung teil.

Im Feldzug von 1793 war er es, der einige Tage nach der Schlacht von Neerwinden den Vorschlag zur nächtlichen Alarmierung der Anhöhen von Tirlemont (Hier 16. März 1793 Sieg der Franzosen unter Dumouriez über die Österreicher) machte. Ein glänzender Erfolg krönte den gut angelegten Plan, und Gyulay wurde hierauf Major im O’Donnellschen Freikorps.

1799 focht er als Oberst eines neu errichteten ungarischen Infanterieregiments bei der Armee von Italien. 1800 befehligte er während der ungarischen Insurrektion als Generalmajor ein Armeekorps jenseits der Theiß. Vom Jahr 1803 an war er abwechselnd als Brigadier in Böhmen, Ungarn und im Militärgrenzland, während des Feldzugs von 1805 aber bei der ungarischen Insurrektion tätig und wurde am 14. August 1808 zum Feldmarschallleutnant ernannt.

Im Feldzug von 1809 kommandierte er das 8. Armeekorps in Italien, führte in der Schlacht bei Fontana Fredda (16. April) den linken Flügel, leitete den Rückzug aus Italien durch das Fellatal, kämpfte darauf siegreich im Tal von Wolfsbach bei Tarvis, drang durch das Savetal in Ungarn ein und vereinigte sich 2. Juni bei St. Gotthardt mit dem Erzherzog Johann. In den Jahren 1813 und 1815 befehligte er ein Reservekorps und zog sich sodann nach Pest zurück, wo er 17. April 1836 starb.

Literatur[Bearbeiten]

Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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