Albert Leitzmann

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Albert Leitzmann (* 3. August 1867 in Magdeburg; † 16. April 1950 in Jena) war ein deutscher Germanist und Literaturhistoriker.

Leben[Bearbeiten]

Leitzmann erlangte seinen gymnasialen schulischen Abschluss am traditionsreichen Pädagogium in Magdeburg. 1886 begann er ein Studium der Germanistik an der Universität Freiburg, unter anderem bei Hermann Paul. Schon 1889 promovierte Leitzmann mit einer „Untersuchung über die Sprache in mittelhochdeutschen Prosapredigten“. Darauf lernte er ein Jahr lang bei Eduard Sievers an der Universität Halle.

Im Jahre 1898 wurde er an der Universität Jena zum Professor ernannt, wo er sich hauptsächlich mit mittelalterlicher Literatur und der Literatur des 18. Jahrhunderts beschäftigte. Zeitweilig war Leitzmann Mitglied der Deutschnationalen Volkspartei.

Leitzmann wurde 1937 – mit 69 Jahren – emeritiert[1]. Sein Nachfolger wurde Carl Wesle.

Zu Leitzmanns Doktoranden zählen Georg Keferstein, Johannes Müller und Rainer Schlösser.

Heutzutage ist Leitzmann in erster Linie für seine überaus umfangreiche Editionsarbeit bekannt.

Werke[Bearbeiten]

  • Ludwig van Beethovens Briefe in Auswahl, Leipzig: Insel, 1909.
  • Beethoven’s zweiter Brief an die unsterbliche Geliebte eine Fälschung?, in: Zeitschrift der Internationalen Musikgesellschaft, Jg. 12 (1910/11), S. 350–353.
  • Die Quellen von Schillers und Goethes Balladen, Bonn: Marcus & Weber, 1911.
  • Beethoven und Therese Malfatti. Eine kritische Studie, in: Deutsche Rundschau, Jg. 38 (1911), Heft 2, S. 276–290.
  • Beethovens literarische Bildung, in: Deutsche Rundschau, Jg. 39 (1913), Heft 5, S. 271–283.
  • Beethovens Persönlichkeit. Urteile der Zeitgenossen, 2 Bände, Leipzig: Insel, 1914.
  • Die Hauptquellen zu Schillers Wallenstein, Halle a. S.: Niemeyer, 1915.
  • Beethovens persönliche Aufzeichnungen, Leipzig: Insel, 1918.
  • Georg und Therese Forster und die Brüder Humboldt. Urkunden und Umrisse, Bonn: Röhrscheid, 1936, 216 S.
  • Studien zu Freidanks Bescheidenheit, Berlin: Akademie, 1950.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Traditionen – Brüche – Wandlungen: Die Universität Jena 1850–1995. Böhlau, Köln 2009, ISBN 978-3-412-20248-4, S. 529.