Albert Schneider (Bahndirektor)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Albert-Schneider-Denkmal

Albert Schneider (* 30. November 1833[1] in Trautenstein; † 29. April 1910[1] in Bad Harzburg[2]) war herzoglich-braunschweigischer Geheimer Baurat und Bahndirektor.

Leben[Bearbeiten]

Albert Schneider wurde 1833 als Sohn des Pfarrers in Trautenstein geboren. Er war von 1873 bis 1886 Bahndirektor in Blankenburg (Harz), bis 1892 Vorstand der Halberstadt-Blankenburger Eisenbahn (HBE) und ab 1893 Vorsitzender des Aufsichtsrats. Als Verantwortlicher für den Bau der Bahnlinie zwischen Blankenburg und Elbingerode (Harz) setzte er den Einsatz einer Normalspur- statt einer Schmalspurbahn durch, um die sonst notwendigen Umladearbeiten in Blankenburg zu vermeiden. In Zusammenarbeit mit dem Erbauer der Schweizer Rigibahn entwarf er eine hier weltweit erstmals eingesetzte Mischform aus Zahnrad- und Adhäsionsbetrieb, die die Überwindung der Steigungen bis zu 6,1 % ermöglichte.

1886 war Schneider auch Mitbegründer und erster Vorsitzender des Hauptvorstandes des Harzklubs. Albert Schneider starb 1910 in Bad Harzburg. Die Albert-Schneider-Straße in Bad Harzburg und Trautenstein sowie ein Denkmal nahe dem Ziegenkopf erinnern an ihn. Gedenktafeln befinden sich zudem an seinem Geburtshaus in Trautenstein und am Bahnhof in Blankenburg, in dem er längere Zeit wohnte.

Albert Schneider war Mitglied der Braunschweiger Burschenschaft Alemannia.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Albert Schneider (Bahndirektor) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Braunschweiger Geschichtsverein (Hrg.): Braunschweigisches Jahrbuch, Band 70. E. Appelhans. 1989. S. 176
  2. Der Erbauer der Harz-Zahnradbahn gestorben. In: Prager Tagblatt, 1. Mai 1910, S. S. 16, linke Spalte (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/ptb