Albert Speer

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Albert Speer (1933)

Berthold Konrad Hermann Albert Speer (* 19. März 1905 in Mannheim; † 1. September 1981 in London) war ein deutscher Architekt, Rüstungsorganisator in der Zeit des Nationalsozialismus und ab 1942 Reichsminister für Bewaffnung und Munition. Er wurde als Kriegsverbrecher beim Nürnberger Prozess zu 20 Jahren Haft verurteilt.

Als Favorit Hitlers machte der Architekt Speer ab 1933 eine außergewöhnliche Karriere. Ab 1937 war er Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt,[1] plante den Neubau Berlins und leitete zahlreiche Monumentalbauvorhaben Hitlers, darunter auch den Bau der neuen Reichskanzlei, die den NS-Herrschaftsanspruch unterstreichen sollten. Als Fritz Todt am 8. Februar 1942 bei einem Flugzeugabsturz starb, wurde Speer sein Nachfolger als Rüstungsminister. Es gelang ihm, trotz starker Bombardierungen die Gesamtproduktion bis zum Kriegsende jährlich immer weiter zu erhöhen. Als Rüstungsminister war er für die Beschäftigung von 700.000 Zwangsarbeitern mitverantwortlich; er nahm Einfluss auf Betrieb und Ausbau von Konzentrationslagern. Speer gehörte zu den 24 Angeklagten im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof, dem aber ein erheblicher Teil von Speers Taten nicht bekannt waren. 1946 wurde er wegen seiner Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig gesprochen und zu 20 Jahren Haft verurteilt. Diese saß er vollständig im Kriegsverbrechergefängnis Spandau ab.[2]

Vor allem wegen seiner nach der Haft publizierten Autobiografie und der darin enthaltenen Apologetik sowie nach seinem Tod bekannt gewordenen Beteiligungen am Bau von Konzentrations- und Massenvernichtungslagern sowie dem Erwerb aus jüdischen Notverkäufen („Arisierung“) gilt er als ein umstrittener Autor über die Zeit des Nationalsozialismus.

Leben[Bearbeiten]

Speer entstammte einem großbürgerlichen Elternhaus in Mannheim. Bereits sein Vater Albert Friedrich Speer und sein Großvater waren Architekten. Sein älterer Bruder hieß Hermann (* 1902), sein jüngerer Ernst (* 1906, 1943 in Stalingrad vermisst). Sein Cousin Ernst Speer war als Psychiater einer der Begründer der Psychotherapie. Er besuchte zunächst das Lessing-Gymnasium in Mannheim und dann nach der Übersiedlung der Familie nach Heidelberg 1918 die dortige Oberrealschule, das heutige Helmholtz-Gymnasium. Er studierte auf Drängen des Vaters Architektur, zunächst an der Universität Karlsruhe und von Frühjahr 1924 bis Sommer 1925 an der Technischen Hochschule München. Im Herbst 1925 wechselte Speer an die Technische Hochschule Berlin. Nachdem er sich vergeblich bemüht hatte, in das Seminar von Hans Poelzig aufgenommen zu werden, studierte er ab 1926 bei Heinrich Tessenow. Nach dem Diplom 1927 wurde Speer dessen Assistent und blieb es bis Anfang 1932.

Architekt Hitlers[Bearbeiten]

In dieser Zeit fanden im Lichthof der Hochschule fast täglich politische Kundgebungen statt. Die Hochschule selbst war eine Hochburg von Nationalsozialisten. In Speers Fachbereich wählen etwa zwei Drittel der Studenten „braun“.[3]

Laut eigenem Bekunden erwachte Speers Interesse am Nationalsozialismus im Dezember 1930. Seine Studenten hatten ihn in einen Saal an der Hasenheide zu einer Kundgebung Hitlers vor Berliner Professoren und Studenten mitgenommen. Speer hörte eine „Rede ohne Gebrüll“. Später sagte er, „die Magie der Stimme“ habe ihn nicht mehr freigegeben. Im Januar 1931 trat er der NSDAP (Mitgliedsnr. 474.481) bei.[4] Im selben Jahr wurde er Mitglied der SA, wechselte aber 1932 von der SA zur Motor-SS.[5]

Albert Speer im Kreise der NSDAP-Gauleitung von Berlin. Gruppenporträt anlässlich Hitlers Ernennung zum Reichskanzler 1933. Mit auf dem Bild Hans Meinshausen, Karl Ernst, Graf Helldorf, Joseph Goebbels und Karl Hanke

1931 beauftragte der Leiter der NS-Kreisleitung West in Berlin, Karl Hanke, den ihm als NSKK-Mann bekannten Speer damit, den Sitz der Kreisleitung, eine angemietete Villa in Berlin-Grunewald, umzubauen. Kurz vor der Reichstagswahl am 31. Juli 1932 erhielt Speer von Joseph Goebbels den Auftrag, das gerade von der Partei erworbene neue Gauhaus in der Voßstraße 10 für Parteizwecke umzubauen. Sein Entwurf entsprach dem Repräsentationsbedürfnis der schnell wachsenden Partei. Goebbels war "begeistert".[6] Anschließend verließ Speer mangels Aufträgen Berlin und ging zurück nach Mannheim. Er ließ sich dort als Architekt nieder, erhielt jedoch keine Aufträge.

Nach der Reichstagswahl am 5. März 1933 ernannte Hitler Joseph Goebbels zum Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda. Goebbels erhielt das bisherige Gebäude der Regierungspressestelle, das Leopold-Palais am Wilhelmplatz (gegenüber der Reichskanzlei – ein klassizistisches Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, das später von Schinkel umgebaut worden war) als Sitz für sein Ministerium. Wieder wurde ein Architekt gesucht, der es innenarchitektonisch gestalten konnte. Hanke ließ den Auftrag wiederum Speer zukommen und holte ihn zu diesem Zweck aus Mannheim nach Berlin zurück. Speer selbst schrieb, er habe das Gebäude ohne größere Rücksichtnahme auf die historische Bausubstanz in der von Hitler und Goebbels gewünschten Weise umbauen lassen.

Flugzeugaufnahme vom Tempelhofer Feld vom 1. Mai 1933
Speer, Hitler, Architekt Ruff mit Bauplänen und Modellen des Reichsparteitagsgeländes in Nürnberg ca. 1933-1934
Berlin, Modell von 1939 zur Neugestaltung nach seinen Plänen. Blick vom geplanten Südbahnhof über den Triumphbogen bis zur Großen Halle (Nord-Süd-Achse)
Das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg um 1940

Von Goebbels erhielt er wenig später auch den Auftrag, das Aufmarschgelände auf dem Tempelhofer Feld für einen der ersten NS-Massenaufmärsche am 1. Mai 1933 („Tag der nationalen Arbeit“) dekorativ herzurichten. Speer ließ sechs gigantische Hakenkreuzfahnen und drei Fahnen mit den kaiserzeitlichen Farben schwarz-weiß-rot hinter einer großen Rednertribüne (mit Platz für die gesamte Parteiführerschaft) aufhängen. Goebbels ließ den als anstellig und stilistisch auf Parteilinie befindlich erkannten Speer bald auch damit beauftragen, seine Dienstwohnung an der Königgrätzer Straße (heute Ebertstraße) südlich des Brandenburger Tors innenarchitektonisch in gewünschter Weise zu modernisieren.

Goebbels war damit zufrieden und schlug Speer nun als architektonischen Gestalter für den geplanten Reichsparteitag in Nürnberg vor. Speers Vorschläge gefielen Hitler. Den Auftrag, die Dienstwohnung des Reichskanzlers in der Alten Reichskanzlei innenarchitektonisch zu verändern, erhielt zwar Hitlers damaliger Leibarchitekt Paul Ludwig Troost, der sein Büro in München hatte, doch Speer wurde als ausführender Bauleiter für diese Baumaßnahmen engagiert. Im Januar 1934 starb Troost; Speer übernahm dessen Aufgaben.

Ab 1934/1935 entwarf Speer monumentale Bauten für die Reichsparteitage der NSDAP in Nürnberg; diese wurden kriegsbedingt nur zum Teil realisiert. Seinem bevorzugten Architekten verlieh der „Führer“ 1936 den Titel Professor.[7] Schon ab 1935 widmete er sich der Planung der Neuen Reichskanzlei in Berlin, deren Bau bereits seit 1934 im Gespräch war, wenn auch noch in Speers privatem Büro und unter Geheimhaltung.[8] Nach großflächigen, vorbereitenden Abrissarbeiten in den beiden Folgejahren begannen 1937 die Bauarbeiten,[8] die sich samt allen weiteren Ausbaumaßnahmen noch bis in die 1940er Jahre erstrecken sollten. Am 30. Januar 1937 ernannte Hitler Speer zum Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt (GBI). Die eigens für Speer und dessen Stab per Führererlass geschaffene Behörde wurde ebenfalls mit diesem Kürzel bezeichnet. Auf Speers Initiative wurde das Palais Arnim ihr Dienstsitz. Speer war nun einer der „Kommissare“, die außerhalb der Reichsverwaltung standen und nur dem „Führer“ verantwortlich waren.[9] Speers Hauptaufgabe als Generalbauinspektor war der Umbau Berlins zur Welthauptstadt Germania. In diesem Rahmen sollte im Spreebogen mit der Großen Halle der größte Kuppelbau der Welt entstehen (nördlich des Reichstagsgebäudes), die über die “Nord-Süd-Achse“ mit einem neuen „Südbahnhof“ an der Stelle des heutigen Bahnhofs Südkreuz in Berlin-Tempelhof verbunden werden sollte. Speer begann 1938, hierfür im Spreebogen und in Berlin-Tempelhof Gebäude abreißen zu lassen (obwohl in Berlin mehr als 100.000 Wohnungen fehlten). 1941 sahen die Planungen des GBI vor, in Berlin insgesamt 52.144 Wohnungen für die Neugestaltung abzureißen. Bei der damaligen Belegung wären dadurch rund 150.000-200.000 Berliner wohnungslos geworden.

Die GBI veranlasste oder beförderte ab 1938 für die Aufhebung von Mietverträgen jüdischer Mieter, Zwangsräumungen und Einweisungen in Judenhäuser sowie die Arisierung jüdischen Grundbesitzes auf Grundlage der Verordnung über den Einsatz des jüdischen Vermögens. Auf diese Weise wurden in den Folgemonaten schätzungsweise 15.000 bis 18.000 Wohnungen „requiriert“.

Nach dem Kriegsbeginn (September 1939) verfügte Speer einen generellen Stopp des Wohnungsabrisses; jüdische Mieter und Eigentümer wurden aber unvermindert aus ihren Wohnungen vertrieben.

Nach der Besetzung Frankreichs (Juni 1940) wurde in den Vogesen auf Vorschlag von Speer das Konzentrationslager KZ Natzweiler-Struthof angesiedelt, um den dort vorkommenden roten Granit zu brechen.

Speers Behörde zeichnete verantwortlich an Planung, Genehmigung und Bau der rund 1.000 heute bekannten Zwangsarbeiterlager in und um Berlin – ihre tatsächliche Zahl wird mittlerweile auf über 3.000 geschätzt – maßgeblich beteiligt und betrieb etliche davon in eigener Regie. Nach Siemens und der Reichsbahn war der GBI 1942/43 drittgrößter Betreiber von solchen Lagern im Großraum Berlin. Entsprechend dem Plan des GBI von 1940 sollte der Einsatz der Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen nach dem Krieg auf über 180.000 Menschen ansteigen.

Mit Heinrich Himmler vereinbarte Speer die Herstellung und Lieferung von Baumaterial durch KZ-Häftlinge. Das Kapital für die von der SS gegründete Firma „Deutsche Erd- und Steinwerke GmbH (DEST)“ wurde aus dem Haushalt Speers finanziert. Das Geld floss direkt in den Aufbau des KZ-Systems. Der zinslose Kredit für die SS-Totenkopfverbände war rückzahlbar an Speers Behörde in Form von Steinen. Deshalb wurden fast alle KZs zwischen 1937 und 1942 in der Nähe von Tongruben oder Steinbrüchen gebaut. Für das KZ Groß-Rosen in Schlesien und das KZ Natzweiler-Struthof im Elsass legte Speer 1940 die Standorte wegen der dortigen Granitvorkommen selbst fest.

Heute vorliegende Akten bzw. Dokumente beweisen, dass die Deportationslisten zwischen Oktober 1941 und März 1943 von Speers Mitarbeitern zusammen mit der Gestapo erstellt wurden. Speer hat die Kenntnis davon bis zu seinem Tod bestritten. Gleichwohl schrieb er in einem Brief vom 13. Dezember 1941 an Martin Bormann, dass die „Aktion in vollem Gange“ sei, und beschwerte sich darüber, dass Bormann Judenwohnungen ausgebombten Berlinern bereitstellen wolle, obwohl doch diese ihm (Speer) zustünden.

Seit August 1941 war Speer Mitglied des Reichstages.[10]

Städtebauliche Entwürfe für das „Dritte Reich“ und den Wiederaufbau[Bearbeiten]

Albert Speer hatte sich in der Frühzeit des Regimes gegenüber Paul Schultze-Naumburg und dessen Heimatschutzarchitektur mit neoklassizistischen Konzepten durchsetzen können. Speer wurde zum führenden NS-Architekten in enger Kooperation mit seinem Bauherrn, Adolf Hitler. Dieser gab die programmatische Grundlinie für tiefgreifende städtebauliche Veränderungen vor. So sollte beispielsweise Hamburg als „Stadt des Außenhandels“,[11] München als „Hauptstadt der Bewegung“, Nürnberg als „Stadt der Reichsparteitage“ und Linz, wo Hitler begraben werden wollte, als „Patenstadt des Führers“ neuerrichtet werden. 1937 erteilte Hitler Speer den größten Auftrag, Planungen für den Umbau Berlins in die „Welthauptstadt“ Germania vorzulegen.

„Berlin ist eine Großstadt, aber keine Weltstadt. Sehen Sie Paris an, die schönste Stadt in der Welt! Oder selbst Wien! Das sind Städte mit einem großen Wurf. Berlin aber ist nichts als eine ungeregelte Anhäufung von Bauten. Wir müssen Paris und Wien übertrumpfen.“

Adolf Hitler

Bereits 1940/1941 waren eine Vielzahl von Fachpublikationen zum Wiederaufbau vorgelegt worden. Ab 1943 richtete Speer einen zentralen "Arbeitsstab für den Wiederaufbau bombenzerstörter Städte" unter seiner Leitung ein.[12] Die hier vertretenen Architekten und ihre planerischen und baulichen Überlegungen spielten – mit Ausnahme von Speer selbst – noch Jahrzehnte nach Kriegsende eine wichtige Rolle.[12] Ihre modernistischen Planungen kamen unter Verzicht auf die NS-Symbolik fast ausnahmslos zum Tragen.[12] Wichtige Ausnahmen, die auch in der DDR Walter Ulbrichts eine Rolle spielten, waren einige, Elemente des Heimatstil wiederaufnehmende Wiederaufbauplanungen, in Westdeutschland die Innenstädte von Münster (Westfalen) und Freudenstadt.[12]

Rüstungsminister 1942 bis 1945[Bearbeiten]

Adolf Hitler verleiht Albert Speer den Fritz-Todt-Ring, Mai 1943
Monatliche Produktion von Panzerwagen in Deutschland, zwischen 1941 und 1944, in Prozent, bezogen auf Jan./Feb. 1942.

Wenige Stunden nach dem tödlichen Flugzeugabsturz des Rüstungsministers Fritz Todt (Februar 1942) ernannte Hitler Speer zu dessen Nachfolger in allen Ämtern, also zum Reichsminister für Bewaffnung und Munition, Leiter der Organisation Todt, und zum Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, Generalinspektor für Festungsbau und Generalinspektor für Wasser und Energie. Unverändert blieb er Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt. Damit gehörte Speer zum engsten Führungskreis des Dritten Reiches. Zuständig war er für die gesamte Heeresrüstung und übergreifend für Munition jeder Art, zunächst aber nicht für Marine und Luftwaffe.[13]

Speer gelang es, den schwerfälligen Ablauf der Rüstungsproduktion in kurzer Zeit zu reorganisieren. Er entzog diesen weitgehend der Wehrmacht und verlagerte ihn auf die Industrie. Hierzu diente eine dreidimensionale Organisation:

  1. „Ausschüsse“ waren für die Auftragsvergabe zuständig, etwa für Munition, Waffen, Panzer. Diese waren bereits von Todt eingerichtet worden, Speer fügte weitere hinzu.
  2. „Ringe“ waren übergreifend für die Versorgung mit wichtigen Zulieferungen verantwortlich, z. B. Kugellager, Schmiedestücke, usw.
  3. „Kommissionen“ übernahmen die Konstruktionen, etwa von Panzern, Geschützen, Kraftfahrzeugen.
Albert Speer zusammen mit Erhard Milch, Feldmarschall der Luftwaffe, Mai 1944

Alle diese Organisationen wurden mit hochrangigen Industrievertretern besetzt. Speer nannte dieses System den „großen Selbstverwaltungskörper der Rüstungsindustrie“.[14]

Fehlende Transparenz in der Verteilung von Rohstoffen, zumal des immer knappen Stahls, war ein wesentlicher Schwachpunkt des bisherigen Systems gewesen. Abhilfe schuf eine neu eingerichtete „Zentrale Planung“, geleitet von Hans Kehrl. An deren Sitzungen nahmen neben Speer der Generalluftzeugmeister Erhard Milch teil und, je nach Thema, andere Hauptbetroffene wie der „Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz“ Fritz Sauckel, oder Vertreter von Verwaltung und Industrie. Dieses Gremium sorgte dafür, dass die Produktionsprogramme durchführbar blieben: hinsichtlich der Rohstoffe und der Arbeitskräfte. Es war, so Tooze, das „eigentliche Kriegskabinett der deutschen Wirtschaft“.[15]

Rasch konnte Speer Erfolge vorweisen, auch wenn diese zunächst noch kaum seiner eigenen Amtszeit zuzurechnen waren. Nach der Niederlage der Wehrmacht vor Moskau war dies ein hochwillkommenes Thema für die NS-Propaganda. Speers neue Organisation bewährte sich und ermöglichte erhebliche Rationalisierungen und Materialeinsparungen. Bis zum Herbst 1944 stieg die Rüstungsproduktion in einer als erstaunlich wahrgenommenen Weise an, trotz der Zerstörungen durch die alliierten Bombenangriffe. Später sprach man zum Teil von einem Rüstungswunder. Immer wieder bedachte Hitler dies mit Lob. Freilich blieb die deutsche Rüstung weit hinter jener der Alliierten zurück, was Speer wusste, Hitler jedoch abwies bzw. nicht wahrhaben wollte.[16] Erst 2006 konnten die Historiker Scherner und Streb genauer nachweisen, dass das angebliche Rüstungswunder ein weiterer Mythos von Albert Speer war.[17] Gefördert wurde der Mythos durch die Veröffentlichung des United States Strategic Bombing Survey (USSBS), das die Auswirkungen der alliierten Bombenangriffe auf die deutsche Wirtschaft nach dem Krieg genauer untersuchte. Die Wissenschaftler der USSBS übernahmen ungeprüft die Zahlen aus Speers Ministerium und kamen so zu demselben Ergebnis. Scherner und Streb verglichen erstmals unter anderem die Steigerung der Rüstungsproduktivität in Speers Machtbereich (Heeresrüstung) mit Bereichen, die Speer nicht unterstanden (Luftrüstung). Der Vergleich zeigte, dass Luftwaffen- und Heeresrüstungsproduktion gleich schnell stiegen. Die Luftrüstung kam jedoch erst ab Frühsommer 1944 in den Machtbereich Speers. Der tatsächliche Einfluss von Speer auf die Steigerung der Rüstungsproduktion war demnach ein Mythos. Diese Erkenntnis hat sich in der Wahrnehmung der meisten Historiker und der Öffentlichkeit noch nicht durchgesetzt.

Speer konnte seinen Machtbereich erheblich ausdehnen: Im Juli 1943 kam die Marinerüstung hinzu. Im September übernahm er wesentliche Funktionen des Reichswirtschaftsministeriums. Damit war er auch für die wichtigsten Bereiche der zivilen Wirtschaft zuständig – jetzt lautete sein Titel „Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion“. Schließlich übernahm er 1944 auch die Luftrüstung.[18]

Die Arbeitskräfte waren ein Hauptengpass für die Rüstungsindustrie. Fast die Hälfte der in der deutschen Volkswirtschaft beschäftigten Männer wurden im Verlauf des Krieges zur Wehrmacht eingezogen. Um die Rüstungsproduktion dennoch aufrechtzuerhalten, wurden Handel, Handwerk und Verbrauchsgüterindustrie stark ausgedünnt und vermehrt Frauen eingestellt. Dies reichte jedoch nicht aus. Vielmehr wurden Männer und Frauen aus den besetzten Gebieten herangezogen, zunächst freiwillig, dann unter Zwang. Hinzu kamen Kriegsgefangene, Juden und andere KZ-Häftlinge. Am Ende des Krieges waren dies mehr als 7 Millionen, etwa 20 % aller Beschäftigten. Später berief sich Speer darauf, dass nicht er, sondern der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz, Fritz Sauckel, für die Beschaffung der von ihm angeforderten Arbeitskräfte verantwortlich gewesen war.[19]

Arbeitstagung der führenden Männer der deutschen Rüstung im Oktober 1943, die er einberufen hatte. Auf einem Flugplatz im Osten beobachten die Teilnehmer hinter Deckungsschutz die Vorführung einer neuentwickelten Waffe. Links Generalfeldmarschall Erhard Milch, rechts Professor Speer.

Speer wusste, dass in den ersten Monaten nach dem Angriff auf die Sowjetunion die sowjetischen Kriegsgefangenen in deutscher Hand kaum ernährt wurden. Deshalb forderte er kurz nach Amtsantritt, dass die in Deutschland arbeitenden Ausländer ausreichend zu verpflegen seien. Für die Zwangsarbeiter aus den westlichen Ländern konnte er dies erreichen, weniger jedoch für diejenigen aus dem Osten und für die Kriegsgefangenen. Am schlechtesten erging es denen aus Polen und der Sowjetunion. Die Überlebensquote sowjetischer Kriegsgefangener in Deutschland lag bei nur 42 %. Insgesamt kamen etwa 2,7 Millionen von den für das Reich arbeitenden Ausländern, Juden und KZ-Häftlingen um. Das lag jedoch nicht im Interesse Speers : Arbeitskraft war für ihn ein knappes Gut und sollte möglichst erhalten bleiben.[20]

In den Berliner Rüstungsbetrieben waren 1942 zahlreiche Juden beschäftigt. Speer gelang es, diese zunächst vor den Deportationen in die Vernichtungslager zu bewahren, gegen Goebbels‘ erbitterten Widerstand. Er erklärte, diese seien für die Rüstungsproduktion unentbehrlich. Erst Anfang 1943, nach der Niederlage bei Stalingrad, konnte sich Goebbels bei Hitler durchsetzen. – Im Herbst 1942 vereinbarte Speer mit dem Leiter des SS-Wirtschafts-und Verwaltungshauptamtes Oswald Pohl, 50.000 für die Deportation vorgesehene Juden in der Rüstungsindustrie einzusetzen. Dazu kam es nicht, Hitler zog es vor, Zwangsarbeiter herbeischaffen zu lassen. – Wenn Speer Juden für die Rüstungsproduktion einsetzen konnte, griff er zu. Dass er die Judenvernichtung gebilligt hätte, geht aus keiner seiner Äußerungen hervor. Dennoch war sie ihm bekannt – anders als er später behauptete. Diese und andere NS-Verbrechen nahm er hin und nutzte sie auch für seine Ziele.[21]

Widersprüchliches Verhalten angesichts der Niederlage[Bearbeiten]

Speers Handlungen im letzten Kriegsjahr sind widersprüchlich. Einerseits erkannte er die bevorstehende Niederlage: Mit der systematischen und ständig wiederholten Zerstörung der deutschen Treibstofferzeugung ab Mai 1944 drohte die endgültige Lahmlegung der Wehrmacht. Speer legte dies Hitler in einer Serie von „Hydrierdenkschriften“ schonungslos dar. Auch kritisierte er Hitlers Entscheidungen, die Jagdflugzeuge vorwiegend an der Front einzusetzen anstatt zum Schutz der Basisindustrien. Weitere Denkschriften aus dem Spätjahr 1944 kündigten Hitler den bevorstehenden Zusammenbruch der gesamten Rüstungsindustrie an. Hitler ließ Speer dies durchgehen, während er sonst (auch zaghafte) Hinweise auf eine Niederlage rücksichtslos unterdrückte.[22]

Andererseits wollte Speer die letzten Kräfte für die Rüstung mobilisieren. In einer Denkschrift „Totaler Krieg“ vom Juli 1944 forderte er radikale Maßnahmen: Die Verwaltung sei aufs äußerste zu vereinfachen, die Zahl der Hausangestellten sollte reduziert werden, auch die unteren Dienste der Wehrmacht könnten Kräfte abgeben. Das Studium geisteswissenschaftlicher Fächer sei jetzt unnötig, Gaststätten und Vergnügungslokale seien überflüssig. Umgesetzt wurde dies jedoch kaum. Auch in einer Serie von Reden zwischen Mai und Dezember 1944 rief er dazu auf, die Anstrengungen für die Rüstung aufs äußerste zu steigern.[23]

Während der zweiten Jahreshälfte 1944 führte er heftige Auseinandersetzungen mit Joseph Goebbels: Während Speer die Rüstungsproduktion steigern wollte, suchte Goebbels dieser die Arbeiter zu entziehen, um sie der Wehrmacht zuzuführen. Hitler nahm nicht für Goebbels Partei, sondern überließ beide ihrem Konflikt, ohne einzugreifen. Jedenfalls erreichte Goebbels seine Ziele nur teilweise, und – anders als Speer es in seinen „Erinnerungen“ schrieb – Goebbels konnte ihm keineswegs Befehle erteilen.[24]

Bei ihren Rückzügen sollte die Wehrmacht Industrie und Infrastruktur gründlich zerstören. Für diese Politik der Verbrannten Erde blieb aber meist nicht hinreichend Zeit und/oder die Deutschen hatten zu wenig Ressourcen dafür und/oder örtliche Truppen führten die drakonischen Befehle nicht aus (zu letzterem siehe zum Beispiel 'Trümmerfeldbefehl' Paris 1944).

Als sich die Fronten im Herbst 1944 den Reichsgrenzen näherten, erreichte Speer bei Hitler[25], dass Industrieanlagen nicht zu zerstören, sondern nur vorübergehend zu „lähmen“ seien, mit der Begründung, dass diese voraussichtlich wieder zurückerobert werden könnten. Auch könnten dann bis zum Schluss weiter Rüstungsgüter produziert werden.[26]

Albert Speer spricht in Munitionsfabrik Mai 1944

Am 19. März 1945 – US-Truppen hatten bereits den Rhein, die Rote Armee die Oder überschritten – hob Hitler die Vorschriften zur Lähmung auf und verfügte eine rücksichtslose Zerstörung von Industrie, Infrastruktur und Sachwerten: der sogenannte Nero-Befehl. Elf Tage später konnte Speer Hitler wenigstens teilweise umstimmen: Für die Industrie galt wieder die Lähmung, Brücken sollten nur nach militärischer Notwendigkeit zerstört werden. Was Speer an Vernichtungen tatsächlich verhindert hat, ist schwer abzuschätzen.[27]

Als Mitte März 1945 der Beginn der alliierten Offensive aus den Brückenköpfen am Rhein bevorstand und die Rote Armee sich an der Oder für die Schlacht um Berlin rüstete, schlug Speer in einer Denkschrift Hitler vor, alle Wehrmachtverbände und Volkssturm an Rhein und Oder zu konzentrieren: „Ein zähes Durchhalten an der jetzigen Front für einige Wochen kann dem Gegner Achtung abgewinnen und vielleicht doch noch das Ende des Krieges günstig bestimmen“.[28]

Am 23. Mai 1945 wurden Großadmiral Karl Dönitz, Generaloberst Alfred Jodl und Albert Speer durch britische Soldaten verhaftet und der Weltpresse im Hof des Polizeipräsidiums in der Flensburger Innenstadt vorgeführt.

In der Berichterstattung an Hitler wurde Speer vom Spätjahr 1944 ab von seinem Stellvertreter Karl Saur verdrängt. Diesen ernannte Hitler auch in seinem Politischen Testament vom 29. April 1945 zu Speers Nachfolger. Speer widersetzte sich dem nicht. Seine Prioritäten hatten sich verschoben: Bereits am 27. Januar 1945 hatte er in einem „Rechenschaftsbericht“ an Mitarbeiter und Industrie einen Rückblick gegeben und nicht mehr zu weiteren Anstrengungen aufgefordert. Vielmehr ging es ihm jetzt um Zukunftsaufgaben in einer Zeit nach dem Dritten Reich. Im März 1945 sollten Landmaschinen und Lebensmittel den Vorrang vor Rüstungsgütern haben. In einem Deutschland nach Hitler erwartete er für sich selbst ein Amt beim Wiederaufbau. Dass er moralisch kompromittiert sein könnte, kam ihm damals nicht in den Sinn.[29]

Gegen Kriegsende befand sich Speer in Hamburg; er flog aber am 23. April noch einmal nach Berlin, um sich von Hitler und Eva Braun zu verabschieden, wobei er Zeuge der Absetzung Görings wurde. Anschließend hielt er sich bei Karl Dönitz in Schleswig-Holstein auf und gehörte nach dem Suizid Hitlers dem Kabinett Dönitz an.

Nürnberger Prozesse und Gefängniszeit[Bearbeiten]

Albert Speer als Angeklagter bei den Nürnberger Prozessen, 1946

Am 23. Mai wurde er von den Briten in Schloss Glücksburg verhaftet. Mit den anderen Regierungsmitgliedern, die sich im nahgelegenen Sonderbereich Mürwik in Flensburg-Mürwik befanden, wurde er nach Bad Mondorf geflogen. Da noch nicht feststand, ob ihm der Prozess gemacht werden sollte, wurde ihm zunächst eine privilegierte Sonderbehandlung zuteil. Er wurde im Juni in die Nähe von Paris und dann nach Kransberg gebracht und dort vernommen. Erst Ende September kam er mit den anderen Hauptkriegsverbrechern in das Nürnberger Gefängnis.

Im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess (1945–1946) wurde Speer am 1. Oktober 1946 wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu 20 Jahren Haft verurteilt, die er als Häftling Nr. 5[30] im alliierten Kriegsverbrechergefängnis Spandau verbrachte. Seine langjährige Sekretärin Annemarie Kempf hatte als Zeugin durch positive Aussagen und gesammeltes Entlastungsmaterial versucht, das Urteil zu mildern. Der Todesstrafe entkam Speer nur sehr knapp. Zunächst votierten der sowjetische und der amerikanische Richter für Tod durch den Strang, während der französische sowie der britische Richter eine Zeitstrafe verhängen wollten. Da eine Mehrheit notwendig war, musste später die Abstimmung wiederholt werden, in der sich der amerikanische Richter schließlich umstimmen ließ.[31] Letztendlich hatte Speer sein Leben seinen kurz vor Kriegsende gezeigten Aktivitäten gegen die Befehle Hitlers zu verdanken, die vor allem die Franzosen und Briten zu einem milderen Urteil kommen ließen. Im Verlauf der Nürnberger Prozesse behauptete Speer, dass er Hitler im Februar 1945 durch ein Gasattentat töten wollte. Später gab er zu, dass er sich nie wirklich dazu hätte entschließen können.[32]

Während seiner Gefangenschaft unterstützten ehemalige Mitarbeiter auf Initiative von Rudolf Wolters seine Ehefrau Margarete Speer und die Kinder finanziell. Speer wurde erst nach vollständiger Verbüßung der Haftstrafe (September 1966) entlassen,[33] da die Sowjetunion eine vorzeitige Begnadigung ablehnte. Seine in dieser Zeit heimlich erstellten Aufzeichnungen über die Haft, den immer gleichen Tagesablauf und die Konflikte unter den Mitgefangenen sowie Erinnerungen an Hitler wurden hinausgeschmuggelt und später in den beiden erfolgreichen Büchern Erinnerungen von 1969 und den Spandauer Tagebüchern von 1975 genutzt.

Nach der Haft[Bearbeiten]

Speer lebte ab seiner Spandauer Entlassung 1966 überwiegend in der Heidelberger Villa, die sein Vater im Jahre 1905 erbaut hatte und die sich auch heute noch im Familienbesitz befindet.[34] Durch Buchvorabdrucke, Bücher, Interviews und auch noch kurz vor seinem Tod über den Verkauf einer von Robert Frank in Mexiko versteckten,[35] angeblich nach 1944 gestohlenen bzw. verschollenen[30] Bildersammlung mit NS-Raubkunst, die Speer ab 1938 von Karl Haberstock kaufte (darunter 6 Frühromantiker mit Arnold Böcklin: Landschaft aus den Pontinischen Sümpfen und Italienische Landschaft von Jakob Philipp Hackert), wurde Speer wieder zu einem reichen Mann. Speers Freund und früher Auftraggeber Robert Frank hatte nach einem von Speer persönlich begleiteten, in seiner Autobiographie nur beiläufig erwähnten Nacht-und-Nebel-Transport am 23. April 1945 die Gemälde im von Speer 1930 umgebauten Vorwerk Sigrön, Gutshaus des Schlosses Grube (Kreis Prenzlau, heutiger Landkreis Prignitz) in Obhut genommen.[30] Während Speer im Spandauer Gefängnis saß, schrieb Frank an Vertraute von Speer, dass die Gemälde zu 2/3 auf dem Weg nach Hamburg gestohlen seien und man große Schwierigkeiten mit den Bildern gehabt habe, weil ein Teil aus jüdischem Besitz gekommen sei.[30] In Wirklichkeit schaffte Frank die Bilder von Hamburg nach Mexiko.[30] Der Geschäftsführer des Kunsthauses Lempertz, Hendrik Hanstein, sprach von ca. 1 Million DM Erlös der Gemälde allein für Speer,[36] die Speer sich von Lempertz bar hatte auszahlen lassen und die er bis zu seinem Tod vor seiner Ehefrau geheim gehalten hatte.[30] Die andere Hälfte ging an die Erben von Robert Frank, mit denen sich Speer auf eine verschwiegene Abwicklung und hälftige Aufteilung geeinigt hatte, nachdem der Testamentsvollstrecker in Mexiko auf die Gemälde gestoßen war.[35] Für den Vorabdruck seiner Erinnerungen erhielt Speer von der Tageszeitung Die Welt 600.000 DM.[30]

Familie[Bearbeiten]

Die Grabanlage der Familie Albert Speer auf dem Heidelberger Bergfriedhof

Im Sommer 1922 hatte Speer die gleichaltrige Margarete („Margret“) Weber (1905–1987) kennengelernt, die aus einer Heidelberger Handwerkerfamilie stammte. Albert und Margret heirateten am 28. August 1928 in Berlin gegen den Willen von Speers Mutter, die die Schwiegertochter für „nicht standesgemäß“ hielt. Margret Speer brachte zwischen 1934 und 1942 sechs Kinder (Albert, Hilde, Margarete, Arnold, Fritz und Ernst) zur Welt. Einige von Albert Speers Kindern sind bekannte Persönlichkeiten. Sein Sohn Albert ist ebenfalls Architekt und wurde ein Stadtplaner von internationalem Rang. Seine Tochter Hilde Schramm ist Erziehungswissenschaftlerin und ehemalige Abgeordnete der Alternativen Liste im Berliner Abgeordnetenhaus, 1989/1990 war sie ein Jahr lang dort Vizepräsidentin. 2004 erhielt sie für ihr Engagement in der Stiftung Zurückgeben zugunsten künstlerischer und wissenschaftlicher Arbeiten noch unbekannter jüdischer Frauen den Moses-Mendelssohn-Preis. Seine am 19. Juni 1938 geborene Tochter Margarete wurde wie die Mutter Margret genannt und studierte Archäologie in Heidelberg. Am 14. April 1962 heiratete sie den Archäologen Hans J. Nissen, mit dem sie eine Zeitlang in Bagdad lebte. Sie wurde eine gefragte Fotografin, die sich besonders der Architektur-, Garten- und Pflanzenfotografie widmete. 2004 veröffentlichte sie ein Buch über ihren Vater. Sein 1940 geborener Sohn Arnold erhielt zunächst den Taufnamen „Adolf“, was später geändert wurde.[37]

1981 starb Speer 76-jährig nach einem Interview in einem Hotelzimmer in London im Beisein seiner deutsch-englischen Geliebten an den Folgen eines Schlaganfalls.[38][36] Speer wurde in der Grabanlage der Familie auf dem Heidelberger Bergfriedhof beigesetzt.[39]

Speers Beziehung zu Hitler[Bearbeiten]

Hitler und Speer in Paris, Juni 1940

Speer selbst war schon 1930, bei der ersten Teilnahme an einer Kundgebung, bei der Hitler als Redner auftrat, von ihm und seinen Visionen, Idealen, seiner intuitiven Anpassungsfähigkeit und seinem Charme beeindruckt. Speer sagte später: „Wenn Hitler Freunde gehabt hätte, dann wäre ich bestimmt einer seiner engen Freunde gewesen“.[40]

Hitler wiederum fand in Speer den Architekten, der ihm in kürzester Zeit mit organisatorischem Talent Großbauwerke erstellen und mit dem er über Kunst parlieren konnte. Vor allem schätzte er Speers Loyalität. Hitler war an der Kunst im Allgemeinen, vor allem aber an Architektur interessiert und gewährte Speer alle möglichen Mittel für seine Bauten. (Zitat Speer: „Für einen großen Bau hätte ich wie Faust meine Seele verkauft. Nun hatte ich meinen Mephisto gefunden.“)[41] Speer hatte durchaus eigene Interessen und Ziele, die er als Architekt von Hitlers Bauideen noch am ehesten verfolgen konnte, so etwa die gigantomane Umgestaltung von Berlin in die „Welthauptstadt Germania“, ein Über-Rom und Über-Paris zugleich. Speer verkörperte das, was Hitler immer so gern gewesen wäre: Künstler und Visionär.

Selbststilisierung[Bearbeiten]

Angeklagter Speer an der Schreibmaschine, Nürnberg 24. Nov. 1945

Speer arbeitete seit seiner Inhaftierung in Nürnberg und in Spandau daran, durch ebenso umfangreiche wie heimliche schriftliche Aufzeichnungen (die mit Hilfe eines Krankenpflegers nach draußen, zu seinem Freund Rudolf Wolters nach Coesfeld geschmuggelt wurden)[42] sein durch den Nürnberger Prozess einigermaßen positives Image als unpolitischer Technokrat und fehlgeleiteter Idealist zu stabilisieren und dabei alle negativen Punkte seiner Biografie (Förderung des KZ-Ausbaus, Vertreibung der Juden aus Berlin usw.) zu verschleiern. Besonders in seinen beiden überaus erfolgreichen Buchpublikationen, den Erinnerungen von 1969 und den Spandauer Tagebüchern von 1975, entstellt er entscheidende Phasen seiner Tätigkeit im „Dritten Reich“ teilweise ins Gegenteil. Er präsentiert sich als Fachmann, der von den Verbrechen des Regimes kaum gewusst habe und „nur seine Pflicht getan“ habe. In Speers Erinnerungen bilden die Jahre 1933 bis 1945 den Schwerpunkt, er beschreibt hier ausführlich sein angebliches Verhältnis zu Hitler. Speer setzt sich zwar mit seiner Rolle in der NS-Zeit kritisch auseinander und bestreitet auch nicht seine grundsätzliche Mitverantwortung, verschweigt aber laut Heinrich Schwendemann Wesentliches. An der veröffentlichten Textfassung der in den Spandauer Jahren vorbereiteten Autobiografie hatte im Auftrag von Wolf Jobst Siedler, dem damaligen Geschäftsführer des Ullstein Verlags, Joachim C. Fest als Ghostwriter mitgewirkt.[43] Dieses Buch förderte über lange Zeit die „Speer-Legende“ vom „Gentleman-Nazi“.

Gleichem Zweck dienten auch die Spandauer Tagebücher, in denen er die Jahre seiner Gefangenschaft schildert und sich gleichzeitig an seine Zeit im engsten NS-Führungszirkel erinnert, wobei er die Ticks und Idiotismen seiner Mitgefangenen (Baldur von Schirach, Rudolf Heß, Karl Dönitz, Erich Raeder, Konstantin von Neurath, Walther Funk) ins Lächerliche zieht. Auch die Legende, er habe die Neue Reichskanzlei in weniger als zwölf Monaten errichten lassen, wird in beiden Büchern wiederholt (und damit eine von der NS-Propaganda ersonnene Legende zur Untermauerung der angeblichen Effizienz des NS-Systems).[44]

Von beiden Büchern wurden mehrere hunderttausend Exemplare verkauft, für die Erinnerungen hatte Speer vom Ullstein-Verlag schon vorab einen Vorschuss von 100.000 DM erhalten. In einem Fernseh-Interview nach seiner Freilassung 1966 behauptete Speer, nichts von der massenhaften Ermordung der Juden und anderer Minderheiten während der deutschen Besatzung gewusst zu haben. Speer war jedoch am 6. Oktober 1943 in Posen bei den Reichs- und Gauleitern und hielt dort eine Rede. Dann sprach Himmler von 17:30 bis 19:00 Uhr in der zweiten seiner „Posener Reden“ offen über den Holocaust. Speers Einlassung, er sei zuvor abgereist und habe auch von befreundeten Teilnehmern nie etwas davon erfahren, wird von Gitta Sereny als „schlicht unmöglich“ bezeichnet.[45] 2007 tauchten Briefe von Speer dazu auf.[46]

Neu aufgefundene Dokumente legen nahe, dass Speer den Ausbau des Zwangsarbeits- und Vernichtungslagers Auschwitz nicht nur kannte, sondern auch aktiv vorantrieb.[47] Die Selektion der Häftlinge in Arbeitsfähige für die Rüstungsindustrie und in für die Vernichtung bestimmte Alte, Kranke und Kinder entsprach seinen Interessen. Als Rüstungsminister brauchte er Zwangsarbeiter und als Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt hatte er für die Neugestaltung Berlins die Massendeportation der Berliner Juden betrieben.

Speers Veröffentlichungen verursachten auch ein Zerwürfnis mit vielen ehemaligen Mitarbeitern und Weggefährten, die ihm – ähnlich wie Kreise der intellektuellen Linken – vorwarfen, sich wie in den 1930er Jahren erneut völlig dem Zeitgeist zu unterwerfen.[48] Demnach sei Speer ein überzeugungsloser Opportunist, der versuchte, in der Öffentlichkeit der Bundesrepublik Fuß zu fassen. Es kam zum endgültigen Zusammenbruch seiner Beziehung zu seinem engen Freund Rudolf Wolters. Dieser stieß sich vor allem an der Diskrepanz zwischen Speers öffentlichen Buß-Bekenntnissen und seinem vermögenden Lebensstil. Albert Speer, so Wolters, sei „ein Mann, für den Geld und Geltung entscheidend waren“.[49] In der Folge machte Wolters seine Akten dem Historiker Matthias Schmidt zugänglich, der 1982 eine erste kritische Biografie des Rüstungsministers veröffentlichte.

Joachim Fest (1926-2006), der als redaktioneller Berater an Speers Veröffentlichungen und somit an seiner Selbststilisierung entscheidend mitgewirkt hatte, meinte nach dem Erscheinen von Schmidts Buch, Speer habe „uns allen mit der treuherzigsten Miene der Welt eine Nase gedreht.“[50]

The Observer schrieb im April 1944 über Speer und seine Kollegen, dass diese beispielhaft stehen für einen neuen Typus des „erfolgreichen“ Durchschnittsmenschen mit konventionellen politischen Ansichten,

der kein anderes Ziel kennt, als seinen Weg in der Welt zu machen, nur mittels seiner technischen und organisatorischen Fähigkeiten. … Die Hitlers und Himmlers mögen wir loswerden, aber die Speers werden (noch) lange mit uns sein.[51]

Wie die historische Forschung es mittlerweile belegt hat, kann von "konventionellen politischen Ansichten" während des 3. Reiches im Falle Speer nicht die Rede sein.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Monografien[Bearbeiten]

  • Albert Speer: Erinnerungen. Ullstein, Berlin 1969, ISBN 3-549-07184-1.
  • Albert Speer: Spandauer Tagebücher. Propyläen, 2002 [1975], ISBN 3-549-07158-2.
  • Albert Speer: Der Sklavenstaat. Meine Auseinandersetzung mit der SS. Ullstein, Berlin 1981, ISBN 3-421-06059-2.
  • Albert Speer: Die Kransberg-Protokolle 1945. Seine ersten Aussagen und Aufzeichnungen, Juni – September. Hrsg. Ulrich Schlie. F. A. Herbig, München 2003, ISBN 3-7766-2288-1.

Biografien[Bearbeiten]

Architektur und Stadtplanung[Bearbeiten]

  • Joachim Petsch: Baukunst und Städteplanung im Dritten Reich. München, Hanser 1976, ISBN 3-446-12279-6.
  • Heinrich Schwendemann: "Drastic Measures to Defend the Reich at the Oder and the Rhine…" A forgotten Memorandum of Albert Speer of 18 March 1945. In: Journal of Contemporary History, 38. Jahrgang 2003, S. 597–614.
  • Susanne Willems:[54] Der entsiedelte Jude. Albert Speers Wohnungsmarktpolitik für den Berliner Hauptstadtbau. Edition Hentrich, Berlin 2002, ISBN 3-89468-259-0.
  • Lars Olof Larsson: Die Neugestaltung der Reichshauptstadt. Albert Speers Generalbebauungsplan für Berlin. Hatje, Stuttgart 1978, ISBN 3-7757-0127-3.
  • Dietmar Arnold: Neue Reichskanzlei und „Führerbunker“. Legenden und Wirklichkeit. Links, Berlin 2005, ISBN 3-86153-353-7.
  • Lars Olof Larsson, Ingolf Lamprecht: „Fröhliche Neugestaltung“ oder: Die Gigantoplanie von Berlin 1937–1943. Albert Speers Generalbebauungsplan im Spiegel satirischer Zeichnungen von Hans Stephan. Ludwig, Kiel 2009, ISBN 978-3-937719-69-6.

Film und Funk[Bearbeiten]

  • Heinrich Breloer (Buch und Regie): Speer und Er, Dokudrama, Deutschland, 2004
  • Reinhard Knodt: Speer und Wir. Radiodokumentation, Bayerischer Rundfunk, Deutschland, 2005
  • Nigel Paterson (Regie): Nürnberg – Die Prozesse – Albert Speer – Karriere ohne Gewissen. Großbritannien, 2006, 59 Min. Deutsche Fassung BR. (Doku-Drama, das Augenzeugenberichte und Archivmaterial mit nachgespielten Szenen verbindet)
  • Geheimnisse des „Dritten Reichs“. 6., Speers Täuschung, ZDF, Dokumentation, Deutschland, 2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Albert Speer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Biografien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Matthias Donath: Bunker, Banken, Reichskanzlei: Architekturführer Berlin 1933-1945. Lukas Verlag Taschenbuch, 2005, 978-3936872514.
  2. Der Spiegel. 40/1966 vom 26. September 1966: Fühlende Brust.
  3. Albert Speer, der Architekt in Guido Knopp: Hitlers Helfer. Bertelsmann, München 1996, ISBN 3-570-12303-0.
  4. Speer: Erinnerungen. Propyläen, 1969. / Ullstein, Berlin 2007, S. 34.
  5.  Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. 2. Auflage. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8, S. 590. Nach seinen Erinnerungen S. 35f. war dies nicht der Fall, sondern er wurde in Berlin Mitglied des NSKK und nach dem Umzug nach Mannheim der Motor-SS als Gast zugeteilt..
  6. Albert Speer: Erinnerungen. Ullstein, 2005.
  7. Rainer Eisfeld: Mondsüchtig, Wernher von Braun und die Geburt der Raumfahrt aus dem Geist der Barbarei. 2012, ISBN 978-3-86674-167-6, S. 103.
  8. a b Dietmar Arnold: Neue Reichskanzlei und „Führerbunker“ – Legenden und Wirklichkeit. 1. Auflage. Berlin 2005, S. 69.
  9. Rüdiger Hachtmann, Winfried Süß: Hitlers Kommissare: Sondergewalten in der nationalsozialistischen Diktatur. Wallstein Verlag, Göttingen 2006, ISBN 3-8353-0086-5. Vergleichbar waren beispielsweise Fritz Todt als „Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen“ oder Hermann Göring als „Beauftragter für den Vierjahresplan“.
  10. Erich Stockhorst: 5000 Köpfe. VMA-Verlag, Wiesbaden 1967.
  11. Albert Speer: Neue Deutsche Baukunst. Bücherring Volk und Reich Prag, 1941.
  12. a b c d  Werner Durth, Niels Gutschow: Träume in Trümmern. Vieweg Friedr. + Sohn, 1988, ISBN 3-528-08706-4.
  13. Gregor Janssen: Das Ministerium Speer: Deutschlands Rüstung im Krieg. 2. Auflage. Ullstein, Berlin 1969, S. 34.
  14. Gregor Janssen: Das Ministerium Speer: Deutschlands Rüstung im Krieg. 2. Auflage. Ullstein, Berlin 1969, S. 43–44, S. 47.
  15. Adam Tooze: Ökonomie der Zerstörung. Die Geschichte der Wirtschaft im Nationalsozialismus. Siedler, München 2007, S. 642.
  16. Karl-Günter Zelle: Hitlers zweifelnde Elite. Goebbels – Göring – Himmler – Speer. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 279–282, S. 285.
  17. Jonas Scherner, Jochen Streb: Das Ende eines Mythos? Albert Speer und das so genannte Rüstungswunder. In: Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, 93 (2006), S. 172–196.
  18. Gregor Janssen: Das Ministerium Speer. Deutschlands Rüstung im Krieg. 2. Auflage. Ullstein, Berlin 1969, S. 111, S. 135, S. 188–189.
  19. Bernhard R. Kroener: „Menschenbewirtschaftung“, Bevölkerungsverteilung und personelle Rüstung in der zweiten Kriegshälfte (1942–1944). In: Militärgeschichtliches Forschungsamt (Hrsg.): Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg. Band 5.2, Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1999, ISBN 3-421-06499-7, S. 777–1002, hier S. 854–855.
  20. Karl-Günter Zelle: Hitlers zweifelnde Elite. Goebbels – Göring – Himmler – Speer. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 302–303; Mark Spoerer: Zwangsarbeit unter dem Hakenkreuz. Ausländische Zivilarbeiter, Kriegsgefangene und Häftlinge im Deutschen Reich und im besetzten Europa 1939–1945. Stuttgart, DVA 2001, ISBN 3-421-05464-9, S. 229–231.
  21. Karl-Günter Zelle: Hitlers zweifelnde Elite. Goebbels – Göring – Himmler – Speer. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 303–307.
  22. Karl-Günter Zelle: Hitlers zweifelnde Elite. Goebbels – Göring – Himmler – Speer. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 294–297.
  23. Karl-Günter Zelle: Hitlers zweifelnde Elite. Goebbels – Göring – Himmler – Speer. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 300–301, S. 307–310.
  24. Speer: Erinnerungen. Propyläen, 1969. / Ullstein, Berlin 2003, S. 406–407; Karl-Günter Zelle: Hitlers zweifelnde Elite. Goebbels – Göring – Himmler – Speer. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 307–328.
  25. Schmidt, Mathias; Albert Speer. Das Ende eines Mythos...;a.a.O.; Bern-München 1982;S. 146.
  26. Karl-Günter Zelle: Hitlers zweifelnde Elite. Goebbels – Göring – Himmler – Speer. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 331–333.
  27. Karl-Günter Zelle: Hitlers zweifelnde Elite. Goebbels – Göring – Himmler – Speer. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 339–342.
  28. Heinrich Schwendemann, Historiker an der Universität Freiburg im Breisgau: Speer: Architekt des Todes. in Zeit Online vom 28. Oktober 2004.
  29. Karl-Günter Zelle: Hitlers zweifelnde Elite. Goebbels – Göring – Himmler – Speer. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 333–335, S. 345.
  30. a b c d e f g Fernsehsender Phoenix, Uli Weidenbach: Geheimnisse des Dritten Reichs. Speers Täuschung.
  31. Telford Taylor: Die Nürnberger Prozesse. ISBN 3-453-09130-2, S. 650.
  32. Der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof: Nürnberg, 14. November 1945 – 1. Oktober 1946. Nürnberg. Bd.16. 1949, S. 543. Gitta Sereny: Das Ringen mit der Wahrheit: Albert Speer und das deutsche Trauma. Goldmann, München 2001, ISBN 3-442-15141-4, S. 573-574.
  33. Der Spiegel.
  34.  Fühlende Brust. In: Der Spiegel. Nr. 40, 1966 (online).
  35. a b Bonner Generalanzeiger, 17.12.20122: Hank lagerte Speers Bilder in der Garage.
  36. a b Uli Weidenbach: Speers TäuschungZDF-Dokumentation 2011.
  37. Vgl. Arnold / Reichskanzlei 2005, S. 151.
  38. ZDF: Speers Täuschung. Der "gute Nazi" und seine Verstrickungen.
  39. Friedhofsamt Heidelberg, Staigerweg.
  40. Speer: Erinnerungen. Propyläen, 1969. / Ullstein, Berlin 2003, S. 517.
  41. Speer: Erinnerungen. Propyläen, 1969. / Ullstein, Berlin 2003, S. 44.
  42. Gitta Sereny: Albert Speer. Sein Ringen mit der Wahrheit. Goldmann, München 2001, ISBN 3-442-15141-4, S. 733 f.
  43. Volker Ullrich: Speers Erfindung. Wie die Legende um Hitlers Liebling entstand und welche Rolle Wolf Jobst Siedler und Joachim Fest dabei spielten. In: Die Zeit, Nr. 19/2005.
  44. Joachim Fest referiert diese Legende ein weiteres Mal ohne kritische Anmerkung in seinem Speer-Buch von 1999, obwohl schon seit 1982 die wahre Geschichte des Baus der Reichskanzlei (begonnen 1934, vorläufig fertiggestellt erst 1943) bekannt und publiziert war.
  45. Gitta Sereny: Albert Speer. Sein Ringen mit der Wahrheit. Goldmann, München 2001, ISBN 3-442-15141-4, S. 484; zusammenfassend zur Kontroverse: Stefan Krebs, Werner Tschacher: Speer und Er. Und Wir? Deutsche Geschichte in gebrochener Erinnerung. In: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht, Band 58, 2007, Heft 3, S. 163 ff.
  46. faz.net 2007: [1].
  47. „Sonderprogramm Prof. Speer“, WDR 2005.
  48. Fest (1999), S. 443 f.
  49. van der Vat (1997), S. 552.
  50. Joachim Fest: Die unbeantwortbaren Fragen. Notizen über Gespräche mit Albert Speer zwischen Ende 1966 und 1981. Rowohlt, Reinbek 2006, ISBN 3-499-62159-2, S. 257.
  51. nach Werner Durth, Deutsche Architekten. Biographische Verflechtungen 1900 – 1970. Braunschweig 1988, S. 202.
  52. Speer und sein Diensttagebuch – ein Editionsprojekt.
  53. Rezension von Schwendemann In: Die Zeit, Nr. 7/2005.
  54. Homepage Susanne Willems.