Alberto Vilar

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Alberto Vilar, auch Albert Vilar, (* 4. Oktober 1940) ist ein Mäzen und Börsenspekulant.

Leben[Bearbeiten]

Vilars Vater war Plantagenbesitzer in Kuba gewesen. Vilar studierte Ökonomie mit einem Masterabschluss des Iona College. 1979 gründete er mit Gary Tanaka die Firma Amerindo Investment Advisors Inc. Sie waren eine der ersten Großinvestoren in AOL und Yahoo und konnten in der Zeit vor der Dotcom-Blase Rekordgewinne verzeichnen. 1999 konnte der Fond sagenhafte 249 Prozent Rendite einbringen. Noch 2001 belief sich das Vermögen von Vilar auf geschätzte 1 Milliarde Dollar.[1]. So war der Amerindo-Aktienfonds im Jahr 2000 noch 689 Millionen Dollar wert, aber im Jahre 2005 nur noch 98 Millionen.

2010 wurde Vilar zu 9 Jahren Haft verurteilt, da er das Geld seiner Kunden veruntreut haben soll [2]. Er verbüßt seine Haft in einem Gefängnis für Häftlinge mit minderer Gefährlichkeit (low security facility) in New Jersey [3].

Seinem Partner wurde seine Pferdezucht zum Verhängnis, er finanzierte den Kauf mehrerer Pferde mit Kundengeldern und wurde zu drei Jahren Haft verurteilt.

Der Mäzen[Bearbeiten]

Vilar war ein großer Mäzen der Oper. Er soll um die 225 Millionen Dollar an kulturelle Institutionen verschenkt haben. Dazu zählt auch das Festspielhaus in Baden-Baden[4]. Aber nicht immer hat er seine Zusagen eingehalten. Die New Yorker Met sollte 20 Millionen Dollar erhalten, bekam aber nichts, dort ist die Gedenkplakette inzwischen wieder abgeschraubt.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. In Pictures: Riches-To-Rags Billionaires: Alberto Vilar. auf: forbes.com
  2. Art-loving financier Alberto Vilar sentenced to 9 years after swindling $22 million from clients. auf: Daily News. 6. Februar 2010.
  3. ALBERTO VILAR. auf der Webseite des Federal Bureau of Prisons.
  4. Der reiche Onkel aus Amerika – ein Gründungsstifter des Festspielhauses: Alberto Vilar. auf: bad-bad.de
  5. Kulturmäzen Alberto Vilar drohen 20 Jahre Haft. In: Tagesspiegel. 21. November 2008.