Albertshausen (Bad Wildungen)

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51.1142027777789.0544353Koordinaten: 51° 6′ 51″ N, 9° 3′ 16″ O

Albertshausen
Höhe: 353 m
Einwohner: 265 (31. Dez. 2009)
Eingemeindung: 1. Oktober 1971
Postleitzahl: 34537
Vorwahl: 05621

Albertshausen ist ein Ort in Nordhessen mit knapp 280 Einwohnern. Er ist ein Ortsteil der Stadt Bad Wildungen im Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Lage[Bearbeiten]

Albertshausen liegt mit einer mittleren Höhe von 350 m auf einem Ausläufer des Silbachskopfes (430 m) im nordhessischen Kellerwald. Mit ca. 280 Einwohnern zählt Albertshausen zu den kleineren Stadtteilen der Kurstadt Bad Wildungen. Albertshausens direkte Nachbarn sind Bad Reinhardshausen im Süden, Kleinern im Westen und Frebershausen und Gellershausen im Nordosten.

Geschichte[Bearbeiten]

Kump und Linde
Hutewald Halloh

Albertshausen kann auf eine über 750-jährige Geschichte zurückblicken. Die erste urkundliche Erwähnung Albertshausens wird auf das Jahr 1242 datiert. Conrad von Itter hatte 1242 einen Hof und Güter zu Albertshausen. Das damalige Siedlungsgebiet des Dorfes lag weiter nordwärts auf beiden Seiten des Baches Wun. Die Kirche, damals noch eine Kapelle, lag an der Südseite des Dorfes.

Ein Brand im Jahr 1532 zerstörte bis auf zwei Gebäude ganz Albertshausen. Auch der Dreißigjährige Krieg brachte Zerstörung nach Albertshausen. Während dieser Zeit wurde Albertshausen weiter südlich aufgebaut, und das Siedlungsgebiet des Dorfes vergrößerte sich.

Im 18. Jahrhundert wurde die Kapelle zur Kirche ausgebaut. Der Kirchturm wurde im Jahr 1784 errichtet. Diese intensive Bautätigkeit setzte sich auch im 19. Jahrhundert fort. Die meisten Fachwerkhäuser des Ortes wurden am Beginn des 19. Jahrhunderts errichtet. Zu dieser Zeit entstand durch Abriss einiger Gebäude der Dorfplatz. Auf dem Dorfplatz wurde um das Jahr 1850 der Kump angelegt. Im Jahr 1888 wurde dann am Kump die Linde angepflanzt.

Im Rahmen der Gebietsreform wurde Albertshausen am 1. Oktober 1971 an die Stadt Bad Wildungen angeschlossen.[1]

Albertshausen liegt im Naturpark Kellerwald-Edersee. Der ehemalige Hutewald „Halloh“ gehört zu den sehenswerten Kulturlandschaften des Ortes. Das kleine Wäldchen liegt ca. 1 km oberhalb des Ortskernes. Früher wurden dort die Schweine gehütet, daher die Bezeichnung Hutewald. Mittlerweile hat man diesen Ort in ein Projekt eingebunden, das die Erhaltung dieser Baumgiganten zum Ziel trägt.

Kulturelles[Bearbeiten]

Kulturell tonangebend in Albertshausen ist die „Kumpschaft“. Sie besucht in den Sommermonaten die Kirmesfeste der umliegenden Ortschaften und veranstaltet einmal jährlich im Dezember bzw. Januar die Winterkirmes in Albertshausen. Ihr Versammlungsort ist die zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaute alte Schule des Dorfes.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 408.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Albertshausen – Sammlung von Bildern