Albertus Magnus

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Albertus Magnus, Fresko (1352) in Treviso, Italien

Albertus Magnus (auch Albertus Teutonicus; Albertus Coloniensis; Albert der Große, Albert der Deutsche, Albert von Lauingen, oft auch fälschlich Albert Graf von Bollstädt genannt; * um 1200 in Lauingen an der Donau; † 15. November 1280 in Köln) war ein deutscher Gelehrter und Bischof, der wegbereitend für den christlichen Aristotelismus des hohen Mittelalters war. Im Jahre 1622 wurde er selig- und am 16. Dezember 1931 von Papst Pius XI. heiliggesprochen und zum Kirchenlehrer erklärt.[1]

Leben[Bearbeiten]

Büste von Albertus Magnus, von Vincenzo Onofri, circa 1493

Albertus’ Vater, Markward von Lauingen, kam möglicherweise aus der Schicht des niederen staufischen Dienstadels, der Ministerialen, und übte in oder um Lauingen Herrschaftsaufgaben aus. Albert selbst verbrachte dort vermutlich auch seine ersten Jugendjahre.

Alberts Geburtsjahr ist unbekannt. Manche Forscher (z. B. Franz Pelster, H. C. Scheeben, Hugo Stehkämper[2]) nehmen 1193 an und beziehen sich dabei auf die Angabe des Ludwig von Valladolid (Paris, 1414), dass Albert im Jahre 1280 starb, „nachdem er ungefähr 87 Lebensjahre vollendet hatte“. Andere (z. B. Mandonnet, Glorieux, Fernand Van Steenberghen) gehen von 1206/07 aus, wobei sie sich auf die Chronik des Heinrich von Herford (um 1355) stützen, wonach Albert „ein Junge von sechzehn Jahren“ war, als er in den Orden eintrat (um 1223). Da beide Angaben einander widersprechen, kann man nach J. A. Weisheipl nicht mehr sagen, als dass Albert um das Jahr 1200 oder etwas früher geboren wurde.[3] Auch Meinolf Lohrum OP hat sich überzeugend für die Geburtsangabe "um 1200" ausgesprochen.[4]

Erste gesicherte Informationen über Albertus' Aufenthalt stammen aus dem Jahr 1222. Damals lebte er bei einem Onkel in Venedig und Padua. Ab dem folgenden Jahr studierte er die Freien Künste und vielleicht auch Medizin in Padua. Bereits in dieser Zeit kam er in Kontakt mit den Schriften des Aristoteles und mit Jordan von Sachsen, dem Nachfolger von Dominikus als Ordensgeneral des Dominikanerordens. Noch 1223 trat Albertus in diesen Orden ein. Sein Noviziat absolvierte er in Köln im Kloster in der Stolkgasse, wo er auch das Studium der Theologie aufnahm und zum Priester geweiht wurde. Anschließend studierte Albertus an verschiedenen dominikanischen Klosterschulen, darunter Hildesheim, Freiburg im Breisgau, Regensburg und Straßburg. Albertus Magnus hatte von 1236 bis 1238 das Amt des Lesemeisters im Predigerkloster in Freiburg inne. In dieser Zeit verfasste er seine ersten Schriften, unter anderen das Marienlob. Als Jordan von Sachsen 1237 starb, wurde Albertus im Folgejahr auf dem Ordenskapitel der Dominikaner in Bologna von den deutschen Versammlungsteilnehmern als neuer Ordensgeneral vorgeschlagen, aber nicht gewählt.

Albertus-Magnus-Denkmal an der Universität zu Köln, 2004

1243 ging Albertus für fünf Jahre an die Universität Sorbonne nach Paris, erwarb dort 1245 den Magister der Theologie, lehrte drei Jahre lang und befasste sich dabei intensiv mit Aristoteles und der jüdisch-arabischen Philosophie. Thomas von Aquin schloss sich ihm in dieser Zeit als Schüler an. Als Angehöriger einer Kommission von vierzig Sachverständigen setzte Albert 1248 in Paris seine Unterschrift unter ein Dokument, das den Talmud und andere jüdische Texte verurteilte und deren Verbrennung anordnete.[5] Während seiner Pariser Zeit lebte Albertus im Konvent Saint-Jacques. 1248 kam er erneut nach Köln, um dort das gerade ins Leben gerufene Studium Generale seines Ordens zu leiten. Unter ihm entwickelte die Kölner Klosterschule einen hervorragenden Ruf und zog Studierende aus ganz Europa an. In Nachfolge dieser Institution wurde 1388 von der Stadt Köln die Universität zu Köln gegründet. Wahrscheinlich war er am 15. August 1248 Zeuge der Grundsteinlegung des Kölner Doms.[6] Albert spielte in seiner Kölner Zeit auch eine herausragende Rolle in den Auseinandersetzungen zwischen Stadt und Erzbischof. Im Kleinen Schied am 17. April 1252 und im Großen Schied am 28. Juni 1258 gutachtete er zu Gunsten der Bürgerschaft, deren Rechte Erzbischof Konrad von Hochstaden auf sein Anraten hin anerkannte.[7]

1254 wurde Albert in Worms zum Provinzial der deutschsprachigen Dominikaner-Ordensprovinz Teutonia gewählt, worauf er sein Lehramt in Köln abgab. In den folgenden Jahren zog er – fast immer zu Fuß – durch die deutschen Lande, um die insgesamt 40 Niederlassungen zu visitieren und die Klosterzucht aufrechtzuerhalten. 1257 endete Albertus' Provinzialamt, und er kehrte als Leiter der Ordensschule nach Köln zurück.

Siegel des Alberts Magnus als Bischof von Regensburg

Am 5. Januar 1260 wurde Albertus von Papst Alexander IV. zum Bischof von Regensburg und damit zum Reichsfürsten ernannt.[8] Alexander hatte sich mit dieser Entscheidung über das eigentliche Wahlrecht hinweggesetzt, um einen Schlussstrich unter mehrere irregulär verlaufene Bischofswahlen und die Misswirtschaft der vorangegangenen Jahre im Bistum zu ziehen. Darüber hinaus war Alexander ein ausgesprochener Förderer der Bettelorden, die durch die Bischofswürde für einen aus ihren Reihen zusätzliches politisches Gewicht bekamen. Albertus selbst übernahm das Amt nur ungern und sah sich zudem Kritik der Ordensleitung gegenüber, die diese Position als unvereinbar mit dem Armutsprinzip ansah. Dennoch ließ sich Albert im Juli 1260 zum Bischof weihen und nahm im September an einer Synode in Bayern teil. 1262 hielt sich Albert am Hof von Papst Urban IV. in Orvieto auf. Dort entpflichtete ihn der Papst im Februar 1262 von seinem Amt als Bischof von Regensburg, und Albert blieb zunächst in Orvieto. Am 13. Februar 1263 ernannte ihn Urban IV. zum Kreuzzugsprediger für die deutschsprachigen Gebiete. 1263 und 1264 propagierte Albertus gemeinsam mit Berthold von Regensburg in Deutschland und Böhmen den Zug ins Heilige Land. Nachdem Papst Urban IV. am 2. Oktober 1264 gestorben war, legte Albert sein Amt als Kreuzzugsprediger nieder.

Römischer Sarkophag mit den Gebeinen von Albertus Magnus in der Krypta der Kirche St. Andreas in Köln

Ab 1264 nahm Albert die Lehrtätigkeiten – in Würzburg und Straßburg – wieder auf. Um 1269 kehrte er endgültig zurück in das Dominikanerkloster Hl. Kreuz in Köln. Eine Berufung an die Universität Paris lehnte er aus Altersgründen ab. Jedoch trat er 1274 auf dem Zweiten Konzil von Lyon für die Anerkennung Rudolfs von Habsburg als deutscher König ein. Am 28. April 1275 weihte er den gotischen Langchor des Gladbacher Münsters.

Am 15. November 1280 starb Albertus in Köln. Seine Gebeine ruhen nach der Aufhebung des Dominikanerklosters (1804) seit dem 15. November 1954 in der Krypta von St. Andreas in Köln.[9]

1931 wurde das Albertus-Magnus-Institut in Köln gegründet (1954 nach Bonn verlegt). Papst Pius XII. ernannte Albertus Magnus am 16. Dezember 1941 zum Schutzpatron der Naturwissenschaftler. Eine Gedenktafel an ihn fand Aufnahme in die Walhalla bei Regensburg.

Werk[Bearbeiten]

Der Anfang von Alberts Abhandlung „Über das Gute“ in der Handschrift Köln, Dombibliothek, Codex 1024

Albertus Magnus war Polyhistor, zugleich Philosoph, Jurist, Naturwissenschaftler, Theologe; Dominikaner und Bischof von Regensburg.

Sein großes, vielseitiges Wissen verschaffte ihm den Namen Magnus (der Große), den Titel Kirchenlehrer und den Ehrentitel doctor universalis. Er kannte die antike und zeitgenössische Fachliteratur und wollte das Wissen seiner Zeit vollständig erfassen und in Lehrbüchern verständlich darlegen. Die mehr als 70 Abhandlungen und Bücher ergäben heute etwa 22.000 Druckseiten. Das Albertus-Magnus-Institut arbeitet seit 1931 an einer kritischen Ausgabe seines Gesamtwerkes. Von der auf 41 Bände (mit unterschiedlicher Teilbandzahl) angelegten Editio Coloniensis sind bis 2003 erst 15 Teilbände und ein Ergänzungsband erschienen und 8 Teilbände in Vorbereitung. 44 weitere Teilbände sind geplant.

Die wichtigste Folge seiner Arbeit ist die Begründung der christlichen Aristotelik, damit der Hochscholastik und letztlich der modernen Naturwissenschaft. Bis zu Albertus' Wirken waren die Werke von Aristoteles in der christlichen Welt wegen ihres heidnischen Ursprungs umstritten. Albertus setzte sich auch auf kirchenpolitischer Ebene massiv für die Aufnahme der aristotelischen Werke in den Kanon christlicher Schulen ein.

Alchemie: Im Werk De mineralibus vertrat Albert die Meinung, dass Metalle aus vier Elementen (s. Empedokles), darunter Quecksilber und Schwefel, aufgebaut sein müssten. Unedle Metalle sollten durch Säuberung, d. h. dem Medizinen, in edlere Metalle übergehen. Durch die Verwandtschaft zwischen Schwefel und Metallen, so glaubte er, erkenne man die Beziehung auch zwischen Metallen. Er nennt in seinem Werk weiße, gelbe, rote Alaun- und Vitriol-Salze (vermutlich bereits im 12. Jahrhundert von Salernitani gebraucht). Er erwähnt eine brennbare, ölige Flüssigkeit auf starkem Wein (Alkohol!). Albert erwähnt auch den Weinstein (lat. tartratus, tatratum, dt. Niederschlag), das er aus dem arabisch-persischen Wort übersetzt. Albert verfügte auch über gute Kenntnisse der Destillation und der Sublimation.

Darüber hinaus gelten einige seiner naturwissenschaftlichen Arbeiten im jeweiligen Wissenschaftssektor als bahnbrechend: so die erste ausführliche Darstellung der mitteleuropäischen Flora und Fauna[10] und seine geografischen Beschreibungen. Seine Arbeiten zur Gesteinskunde stellen den ersten Versuch dar, eine vollständige Systematik für Mineralien zu entwickeln.

Im Versuch, das naturphilosophische Denken des Aristoteles mit dem christlichen Glauben zu vereinbaren, arbeitete er das gesamte Wissen seiner Zeit aus Theologie, Philosophie, Medizin und Naturwissenschaften durch, ohne es jedoch in einer Systematik geschlossen darzustellen.

Insgesamt 477 durchnummerierte Arten von Tieren sind in seinem Sammelwerk „De animalibus“ aufgeführt, und zwar 113 Vierfüßler, 114 fliegende, 140 schwimmende und 61 kriechende Tiere sowie 49 Würmer. Unter Berufung auf Aristoteles erklärt der Autor, auch die niedrigsten Tiere verdienen, dass man sie erforsche, müsse man doch ihre Formenvielfalt studieren, um so den Künstler zu preisen, der sie erschaffen habe, weil sich nämlich in der Kunst des Schöpfers seine Art zu schaffen offenbare.[11]

Rezeption[Bearbeiten]

Die „Albertitafel“, Tirol um 1750, stellt in volkstümlicher Weise dar, wie sich Albertus die neun Punkte zur Führung eines gottgefälligen Lebens offenbaren.

Nach seinem Tod wurde Albert zu einer Gestalt der Legende.[12][13] Anknüpfend an seine Gelehrsamkeit und seine Beschäftigung mit Magie und Alchemie wurden allerlei umlaufende Märchen- und Sagenmotive aufgegriffen und mit seiner Vita verbunden. Nach einer Legende hatte Albert eine „redende Bildsäule“ geschaffen, die sein Schüler Thomas von Aquin zerstörte.[14] Diese Geschichte ist in dem Sinne sinnbildlich wahr, dass Alberts Denken in der Folgezeit ohne großen Einfluss war und dass stattdessen Thomas von Aquin weite Beachtung fand.[15] Da Albert 1622 selig und erst 1931 heiliggesprochen wurde, waren Albertusbilder nicht zu früh von offizieller katholischer Seite auf bestimmte Darstellungstypen festgelegt. Darum konnte sich eine motivische Vielfalt entwickeln, die auch manche Legenden mit einbezog. So findet sich auf einigen unter den sogenannten „Alberti-Tafeln“, die es vor allem in Süddeutschland gibt, die Darstellung eines legendären Hostienwunders, wonach Albert die heilige Hostie gezwungen habe, ihm Geheimes mitzuteilen. Weil Albert im Unterschied zu anderen Hostienwunder-Legenden dabei Zwang ausübt, erscheint er gewissermaßen in der Rolle eines beschwörenden Magiers.[16]

Im Laufe des 15. und 16. Jahrhunderts wurden Albert fälschlicherweise zahlreiche magische und alchemistische Traktate zugeschrieben[17], so auch ein Werk von Mitte des 13. Jahrhunderts mit der Beschreibung des Schwarzpulvers, das ein früheres Werk nahezu völlig kopierte.[18]

Da sich der Dominikanerorden seit 1278[19] zunehmend auf die Lehre des Thomas von Aquin festlegte, hat Alberts Denken meist keinen gleichermaßen bedeutenden direkten Einfluss gehabt. An der alten Kölner Universität gab es im fünfzehnten Jahrhundert eine Albertistenschule, die aber mit der Philosophie Alberts nicht sehr viel zu tun hat.

Nach einem auf Carl von Prantl (1820–1888) zurückgehenden philosophiehistorischen Topos soll Albert nur ein Polyhistor gewesen sein, der in seinen Werken rohe und unverdaute Materialien zusammenstellte. Wegen der Kanonisierung des Thomas von Aquin wurde das theologische Werk Alberts sehr rasch beiseitegeschoben und stattdessen die naturwissenschaftlichen Interessen Alberts betont. Die Neubewertung seiner philosophischen Stellung geht erst auf die letzten Jahre zurück und ist noch nicht abgeschlossen.

Insbesondere die eigentliche philosophisch bedeutsame Fortwirkung Alberts bei den deutschen Dominikanern des 13. und 14. Jahrhunderts wird erst seit einigen Jahrzehnten erkannt (Loris Sturlese, Alain de Libera). An einige neuplatonische, avicennische und z. T. auch averroistische Motive seines Denkens schlossen sich Dietrich von Freiberg, Berthold von Moosburg, Ulrich von Straßburg und Meister Eckhart an.

Alberts Namen tragen verschiedene Schulen sowie zahlreiche Kirchen und Kapellen. Siehe: Albertus-Magnus-Schule sowie Albertus-Magnus-Kirche. Außerdem haben sich Studentenverbindungen nach ihm benannt, etwa die K.St.V. Albertia zu München und die K.A.FV. Albertia zu Köln. Der Botaniker und Historiker Ernst Meyer hat 1838 eine Pflanze nach ihm benannt, Alberta magna E. Mey.; sie gehört zu den Rötegewächsen und gedeiht nur im südöstlichen Afrika.

Gedenktag[20]:

Werkausgaben[Bearbeiten]

  • Vollständige Edition. 38 Bände. Hrsg. Augustus Borgnet. Paris 1890–1899. (Online)
  • derzeit erscheinende kritische Kölner Ausgabe: Ausgabe des Albertus Magnus Instituts: Alberti Magni Opera Omnia. Aschendorff, Münster S. 1951 ff. (seit Herbst 2011 auch als digitale Edition zur Subskription)
  • für ein vollständiges Werkverzeichnis vgl.
    • Winfried Fauser: Die Werke des Albertus Magnus in ihrer handschriftlichen Überlieferung. Aschendorff, Monasterii Westfalorum 1982, ISBN 3-402-03990-7.
    • sowie R. Schönberger, B. Kible: Repertorium edierter Texte des Mittelalters, aus dem Bereich der Philosophie und angrenzender Gebiete. Berlin 1994, 10501-10639.
    • den Eintrag bei Alcuin; für überlieferte Handschriften vgl. die Einträge in Manuscripta Mediaevalia

Übersetzungen[Bearbeiten]

  • Über Logik und Universalienlehre. Auf der Grundlage der Editio Coloniensis übersetzt und neu hrsg. von Uwe Petersen und Manuel Santos Noya. Meiner, Hamburg 2012, ISBN 978-3-7873-2221-3
  • Albertus Magnus und sein System der Wissenschaften. Schlüsseltexte in Übersetzung. Lateinisch-Deutsch, hrsg. vom Albertus-Magnus-Institut. Aschendorff, Münster 2011, ISBN 978-3-402-12930-2.
  • Über die fünfzehn Streitfragen. De quindecim problematibus. Lateinisch-Deutsch. Nach dem Text der Editio Coloniensis hrsg. von Henryk Anzulewicz und Norbert Winkler, übersetzt von Henryk Anzulewicz, eingeleitet und kommentiert von Norbert Winkler. Herder, Freiburg in Breisgau, Basel, Wien 2010, ISBN 978-3-451-31069-0.
  • Buch über die Ursachen und den Hervorgang von allem aus der ersten Ursache. Liber de causis et processu universitatis a prima causa. Nach dem Text der Editio Coloniensis übersetzt und hrsg. von Henryk Anzulewicz u. a. Meiner, Hamburg 2006, ISBN 978-3-7873-1784-4.
  • Über die Natur und den Ursprung der Seele. Liber de natura et origine animae. Übersetzt und eingeleitet von Henryk Anzulewicz. Herder, Freiburg im Breisgau, Basel, Wien 2006, ISBN 3-451-28698-X.
  • Über den Menschen. De homine. Nach dem kritisch erstellten Text übersetzt und hrsg. von Henryk Anzulewicz. Meiner, Hamburg 2004, ISBN 3-7873-1547-0.
  • Von Falken, Hunden und Pferden. Deutsche Albertus-Magnus-Übersetzung aus der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts. Eingeleitet und hrsg. von Kurt Lindner. (Originaltitel: Liber de animalibus). Quellen und Studien zur Geschichte der Jagd, Band 7 und 8. de Gruyter, Berlin 1962.
  • Commentaire de la « Théologie mystique » de Denys le Pseudo-Aréopagite suivi de celui des Epîtres I–V. Super Dionysii Mysticam theologiam et Epistulas. Einleitung, Übersetzung, Bemerkungen und Index von Édouard-Henri Wéber. Ed. du Cerf, Paris 1993, ISBN 2-204-04712-0.
  • Eine Quaestio des Albertus Magnus «De quiditate et esse». Hrsg. Albert Fries. Schoeningh, Paderborn u. a. 1983, ISBN 3-506-79431-0.
  • Ausgewählte Texte. Lat.-dt. Mit einer Kurzbiographie. Hrsg. Albert Fries. 2. Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1987, ISBN 3-534-07955-8.
  • Selected writings of Albert & Thomas. Übersetzung, Einleitung und hrsg. von Simon Tugwell. Paulist Press, New York u. a. 1988, ISBN 0-8091-3022-X.

Literatur[Bearbeiten]

  • Henryk Anzulewicz: Das Testament des Albertus Magnus nach einer Abschrift des Narcissus Pfister (Clm 4384), in: Siegfried Schmidt u. a. (Hrsg.): Rheinisch – Kölnisch – Katholisch. Beiträge zur Kirchen- und Landesgeschichte sowie zur Geschichte des Buch- und Bibliothekswesens der Rheinlande. FS für Heinz Finger zum 60. Geburtstag. Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek, Köln 2008, ISBN 978-3-939160-13-7, S.163–180
  • Henryk Anzulewicz: Albertus Magnus (1200–1280), in: Sebastian Cüppers (Hrsg.): Kölner Theologen. Von Rupert von Deutz bis Wilhelm Nyssen. Marzellen Verlag, Köln 2004, ISBN 3-937795-02-2, S. 30–67
  • Henryk Anzulewicz: Neuere Forschung zu Albertus Magnus. Bestandsaufnahme und Problemstellungen, in: Recherches de Théologie et Philosophie médiévales 66 (1999), S. 163–06
  • Marc-Aeilko Aris: Albertus Magnus, in: Wolfram Ax (Hrsg.): Lateinische Lehrer Europas. 15 Porträts von Varro bis Erasmus von Rotterdam. Böhlau, Köln 2005, ISBN 3-412-14505-X S. 313–330
  • Friedrich Wilhelm Bautz: Albertus Magnus. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 1, Bautz, Hamm 1975. 2., unveränderte Auflage Hamm 1990, ISBN 3-88309-013-1, Sp. 86–88.
  • Ingrid Craemer-Ruegenberg: Albertus Magnus. Beck, München 1980, ISBN 3-406-08501-6. Überarbeitete und aktualisierte Neuauflage: dies., Albertus Magnus, hrsg. von Henryk Anzulewicz, Benno, Leipzig 2005, ISBN 3-7462-1827-6
  • Elias H. Füllenbach: Albertus Magnus als Bischof von Regensburg. In: Analecta Coloniensia 10/11 (2012), S. 131–150.
  • Martin Grabmann: Albertus Magnus. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 1, Duncker & Humblot, Berlin 1953, ISBN 3-428-00182-6, S. 144–148 (Digitalisat).
  • Maarten J. F. M. Hoenen, Alain de Libera: Albertus Magnus und der Albertismus. Deutsche philosophische Kultur des Mittelalters. Leiden 1995
  • Ludger Honnefelder: Albertus Magnus und die kulturelle Wende im 13. Jahrhundert – Perspektiven auf die epochale Bedeutung des großen Philosophen und Theologen. Aschendorff, Münster 2012, ISBN 978-3-402-11194-9
  • Ludger Honnefelder (Hrsg.): Albertus Magnus und der Ursprung der Universitätsidee. Die Begegnung der Wissenschaftskulturen im 13. Jahrhundert und die Entdeckung des Konzepts der Bildung durch Wissenschaft. Berlin University Press, Berlin 2011, ISBN 978-3-86280-007-0
  • Kenneth F. Kitchell Jr., Irven Michael Resnick: Albert the Great. A Selectively Annotated Bibliography (1900–2000). Tempe, Arizona 2004.
  • Alain de Libera: Albert le Grand et la Philosophie. Vrin, Paris 1990.
  • Alain de Libera: La Mystique Rhenane. D' Albert le Grand à Maître Eckhart. Vrin, Paris 1994.
  • Alain de Libera: Métaphysique et noétique. Albert le Grand, Paris 2005.
  • Walter Senner O. P. u. a. (Hrsg.): Albertus Magnus. Zum Gedenken nach 800 Jahren: Neue Zugänge, Aspekte und Perspektiven. Akademie, Berlin 2001.
  • Irven M. Resnick: A Companion to Albert the Great. Theology, Philosophy, and the Sciences. Brill: Leiden, Boston 2013, ISBN 978-90-04-23407-9
  • Bruno Tremblay: Modern Scholarship (1900–2000) on Albertus Magnus, in: Bochumer Philosophisches Jahrbuch für Antike und Mittelalter 11 (2006) 159–194
  • Georg Wieland: Untersuchungen zum Seinsbegriff im Metaphysikkommentar Alberts des Großen. Aschendorff, Münster 1972.
  • James A. Weisheipl: Albertus Magnus and the Sciences. Commemorative Essays 1980. Pontifical Institute of Mediaeval Studies, Toronto 1980.
  • Walther Killy, Rudolf Vierhaus: Das Große Biographische Lexikon der Deutschen. Saur, München 1995–1999.
  • Albert Lehner: Albertus Magnus. Frommer Handel mit dem Regensburger Bischof. Eine Streitschrift. edition buntehunde, Regensburg 2005.
  • Wilhelm Schmidtbonn: Albertus Magnus Pilger des Herzens. Neu herausgegeben von Pia Heckes und Peter Weinmann. Zuerst erschienen unter dem Titel Albertuslegende 1948 bei Balduin Pick in Köln. Verlag Josef Knecht
  • An Smets: „Le réception en langue vulgaire du De falconibus' d'Albert le Grand.“ In: Medieval Forms of Argument: Disputation and Debate. Georgiana Donavin, Carol Poster, und Richard Utz (Hrsg.). Eugene, OR: Wipf & Stock, 2002. S. 189–99.
  • Josef Staber: Kirchengeschichte des Bistums Regensburg. Regensburg 1966, S. 50–53.
  • Albertus Magnus zurück, bz, Badische Zeitung, 16. Dezember 2010
  • Günther Bugge: Das Buch Der Grossen Chemiker, Band I, Verlag Chemie, Weinheim 1974, S. 38–41, ISBN 3-527-25021-2
  • Karl Hausberger: Albertus Magnus. In: Katharina Weigand (Hrsg.):Große Gestalten der bayerischen Geschichte. Herbert Utz, München 2011, ISBN 978-3-8316-0949-9

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Albertus Magnus – Quellen und Volltexte
 Wikisource: Albertus Magnus – Quellen und Volltexte (Latein)
 Commons: Albertus Magnus – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Werke

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Das Grosse Biographische Lexikon der Deutschen Seite 8 ; Albertus Magnus Biographie von Prof. Dr. Albert Zimmermann
  2. Hugo Stehkämper: Albertus Magnus. Ausstellung zum 700. Todestag, Historisches Archiv der Stadt Köln, Köln 1980, S. 37 f.
  3. James A. Weisheipl OP: Albert der Große. Leben und Werke. in: Manfred Entrich OP (Hrsg.): Albertus Magnus. Sein Leben und seine Bedeutung. Verlag Styria, Graz 1982, S. 12 f.
  4. Meinolf Lohrum: Überlegungen zum Geburtsjahr Alberts des Großen, in: Walter Senner (Hrsg.): Omnia disce. Kunst und Geschichte als Erinnerung und Herausforderung. Willehad Paul Eckert OP zum 70. Geburtstag und Goldenen Profeßjubiläum, Köln 1996, S. 153–158
  5. Willehad Paul Eckert: Drittes Kapitel, in: Karl Heinrich Rengstorf, Siegfried von Kortzfleisch (Hrsg.): Kirche und Synagoge. Band 1, S. 231.
  6. Das Grosse Biographische Lexikon der Deutschen Seite 7; Albertus Magnus Biographie von Prof. Dr. Albert Zimmermann
  7. Arnold Stelzmann, Robert Frohn: Illustrierte Geschichte der Stadt Köln, 11. Auflage. Bachem, Köln 1990, S. 118
  8. Elias H. Füllenbach: Albertus Magnus als Bischof von Regensburg, in: Analecta Coloniensia 10/11 (2012), S. 131–150
  9. Albertus Magnus: Eine Zeittafel der Ereignisse. erzbistum-koeln.de. Abgerufen am 28. April 2012.
  10. Heinrich Balss: Die Tausendfüßler, Insekten und Spinnen bei Albertus Magnus, Sudhoffs Archiv 38 (1954), S. 303–322
  11. Colin Eisler: Dürers Arche Noah. Tiere und Fabelwesen im Werk von Albrecht Dürer. München 1996
  12. Vgl.: Willehad Paul Eckert: Albert-Legenden, in: Albert Zimmermann (Hrsg.): Albert der Grosse: seine Zeit, sein Werk, seine Wirkung. Berlin 1981, S. 1–23
  13. Vgl.: Heribert Christian Scheeben: Albertus Magnus. Köln 1955, S. 197–225
  14. Vgl.: Scheeben 1955, S. 202–204 sowie Eckert 1981, S. 19 f.
  15. Vgl. Eckert 1981 S. 20
  16. Vgl. dazu Genoveva Nitz: Albertus Magnus in der Volkskunst. Die Alberti-Tafeln, Schnell & Steiner, München/Zürich 1980.
  17. Margaret Schleissner: Pseudo-Albertus Magnus: Secreta mulierum cum commento, Deutsch. Critical text and commentary, phil. Diss. Princeton 1987
  18. Es handelt es sich um den Liber ad Comburendos Hostes, datiert auf das 13. oder 11. Jh., als dessen Verfasser Marcus Graecus angegeben wird, ein sonst unbekannter Autor oder ein zum Thema einer Sammlung früherer Rezepte passend gewähltes Pseudonym.
  19. Vgl. etwa Kurt Flasch: Meister Eckhart. Die Geburt der „Deutschen Mystik“ aus dem Geist der arabischen Philosophie, München: C. H. Beck 2006, S. 37 ff.
  20. Albertus Magnus im Ökumenischen Heiligenlexikon
Vorgänger Amt Nachfolger
Albert I. von Pietengau Bischof von Regensburg
12601262
Leo Thundorfer