Albi

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Albi (Begriffsklärung) aufgeführt.
Albi
Wappen von Albi
Albi (Frankreich)
Albi
Region Midi-Pyrénées
Département Tarn (Präfektur)
Arrondissement Albi
Kanton Chef-lieu von 6 Kantonen
Koordinaten 43° 56′ N, 2° 9′ O43.9280555555562.1458333333333175Koordinaten: 43° 56′ N, 2° 9′ O
Höhe 130–308 m
Fläche 44,26 km²
Einwohner 49.179 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 1.111 Einw./km²
Postleitzahl 81000
INSEE-Code
Website Stadt Albi

Stadtansicht mit der Kathedrale Sainte-Cécile

Albi ist die Hauptstadt des französischen Départements Tarn in der Region Midi-Pyrénées mit 49.179 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011).

Albi ist Sitz eines katholischen Erzbischofs. Siehe auch: Liste der Erzbischöfe von Albi. Im Jahre 2010 wurde das Ensemble des Bischofsviertels in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.

Geografie[Bearbeiten]

Albi liegt rund 80 Kilometer nordöstlich von Toulouse in der Mitte Südfrankreichs. Durch Albi fließt der Fluss Tarn.

Albi hat knapp 50.000 Einwohner (2006). Die 16 weitere Gemeinden einschließende Agglomeration (Communauté d'agglomération de l'Albigeois mit Sitz in Saint-Juéry) hat über 80.000 Einwohner. Die Einwohner werden Albigenser (französisch: Albigeois) genannt.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits die Römer haben eine Stadt namens Civitas Albiensium angelegt. Im Jahre 843 übernahm Karl der Kahle die Herrschaft über die Stadt.

Nach Albi wird die religiöse Gemeinschaft der Katharer, die im Mittelalter schweren Verfolgungen durch die Kirche ausgesetzt war, auch Albigenser genannt. In den Albigenserkriegen zwischen 1209 und 1229 wurde Albi beinahe vollständig zerstört.

Im Jahre 1678 wurde die Stadt Sitz eines Erzbischofs, seit 1790 ist sie Präfektur des Départements Tarn. Von 1943 bis 1944 war Albi Sitz einer Garnison der Wehrmacht.

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung: In Rot ein goldener hersehender laufender Löwe auf einer gemauerten silbernen Zinnenmauer mit zwei offenen Rundtoren und gezogenen silbernen Gittern. Das goldene Patriarchensteckkreuz mit Kleeblattarmenden hinter der Mauer wird links von einem silbernen nach außen gekehrten Halbmond mit Gesicht und rechts von einer goldenen gesichteten Mittagssonne begleitet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Bischofsviertel (Cité épiscopale d'Albi): Das Bischofsviertel ist das Herzstück der historischen Altstadt Albis, mit der Kathedrale Sainte-Cécile, der Kirche Saint-Salvi und dem Bischofspalast (Palais de la Berbie). 2010 wurde dieses urbane Ensemble in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.
  • Museum Toulouse-Lautrec d'Albi: Im Bischofspalast befindet sich ein Museum, welches dem in Albi geborenen Maler Henri de Toulouse-Lautrec gewidmet ist. Neben vielen seiner Werke sind auch zahlreiche Gemälde anderer Künstler, wie etwa Edgar Degas und Auguste Rodin, zu sehen.

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Albi

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Denkmal für Jean-François de Lapérouse


Söhne und Töchter:


Personen mit Beziehung zur Stadt:

  • Jean-François de Lapérouse (1741–1788), französischer Seefahrer, Weltumsegler und Geograph, im Château de Gô bei Albi geboren. In Albi ist ein Gymnasium nach ihm benannt
  • Georges Pompidou (1911–1974), französischer Politiker und Staatspräsident; verbrachte seine Schulzeit in Albi

Galerie[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Nicolas-Marie-Joseph Chapuy: Cathédrales françaises. Vues pittoresques de la cathédrale de Albi. Paris 1829 (Digitalisat)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Albi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien