Alcázar (Sevilla)

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Plan des Alcázar von Sevilla. (1 Puerta del León, 2 Sala de la Justicia y patio del Yeso, 3 Patio de la Montería, Cuarto del Almirante y Casa de Contratación, 5 Palacio mudéjar o de Pedro I, 6 Palacio gótico, 7 Estanque de Mercurio, 8 Gärten, 9 Apeadero, 10 Patio de Banderas)

Der Alcázar von Sevilla (spanisch: Reales Alcázares de Sevilla, Königlicher Alcázar von Sevilla) ist der mittelalterliche Königspalast von Sevilla. Die Anlage hat eine lange, bis in maurische Zeit zurückreichende Baugeschichte und wird bis heute von der spanischen Königsfamilie, wenn diese sich in Sevilla aufhält, als offizielle Residenz genutzt.[1]

Schloss[Bearbeiten]

Ursprünglich als maurisches Fort angelegt, wurde der Alcázar später mehrfach zum Palast erweitert. Die Almohaden waren die ersten, die an dieser Stelle einen Palast, den Al-Muwarrak, errichteten. Der Großteil der modernen Anlagen wurde ab 1364 auf den maurischen Ruinen für Peter I. gebaut. Der Palast ist eines der am besten erhaltenen Beispiele für die Mudéjar-Architektur, die unter christlicher Herrschaft entstandenen Bauten mit islamischem Einfluss. Spätere Monarchen erweiterten den Alcázar, wodurch noch weitere Baustile Eingang in den Komplex fanden. So entstanden z. B. unter den Katholischen Königen, Karl V. und Philipp II. Bauten mit gotischen Elementen, die in starkem Kontrast zu der dominierenden Mudéjar-Architektur stehen.

Gärten[Bearbeiten]

Die Gartenanlagen des Alcázar gehen zurück auf Gestaltungen zur Zeit Karl V. Sie nahmen ursprünglich eine größere Fläche ein als heute. Mehrere Entwicklungsphasen können abgegrenzt werden. Die kleinteilige Gliederung ergibt sich durch Mauern, die Schutz gegen heiße Winde gewähren. Zahlreiche Bauwerke und Statuen schmücken die Gärten, darunter der auf ein maurisches Bauwerk zurückgehende Pavillon Karl V.. Der heutige Irrgarten stammt aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts.

Galerie[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The royal sites, casareal.es, abgerufen: 19. April 2014 (englisch)

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Kassar: Maurische Architektur und Kultur in Andalusien am Beispiel des Real Alcázar von Sevilla, Salzburg 2011
  • Henry Inigo Triggs: Garden craft in Europe. B. T. Batsford, London 1913, S. 278–282.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alcázar (Sevilla) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

37.383888888889-5.9913888888889Koordinaten: 37° 23′ 2″ N, 5° 59′ 29″ W